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Die Top 10 Testosteron Mythen
Verfasst am: FTW @ 18.10.06 | 22:16  


von TC Luoma, übersetzt von Tom Sawyer


Testosteron ist heiß. Es ist die Titelgeschichte von internationalen Nachrichtenmagazinen wie "TIME", und es macht die Runde in nationalen sowie lokalen Nachrichten. Es scheint, als wären plötzlich alle daran interessiert. Und darüber hinaus sieht es so aus, als würde es jeder haben wollen.

Das ist ein ziemlicher hormoneller Rollentausch, wenn man daran denkt, dass als man noch vor einem Jahr ein Testosteron T-Shirt (Testosteron Nation, auf dieser Website ist dieser Artikel im Original erschienen) getragen hat, in jeder Strasse, in der man entlangging, gleich schief angeschaut wurde. Gleichfalls runzelte der durchschnittliche Arzt die Stirn und hielt einen Vortrag in einem herablassenden Ton über die Übel von Steroiden.

Wir freuen uns, dass die laienhafte Öffentlichkeit Testosteron und das Konzept der Testosteron Erneuerung entdeckt hat. Das gibt uns den herrlichen "ich-habs-Dir-doch-gesagt" Status.

Das Problem ist nur, bei jeden positiven Bericht, den man über sein Lieblingshormon hört, fühlt sich die Nachrichtenorganisation, die ihn bring, dazu verpflichtet, die "dunkle Seite" oder "die schlechten Nachrichten" von Testosteron aufzuzeigen.

In 99% der Fälle haben sie leider ihren Kopf in den Sand gesteckt. Das Ziel dieses Artikel ist es, zu helfen, die Mythen über Testosteron, Steroide und Prohormone zu beseitigen - nur für den Fall, dass du überlegst welche zu verwenden und deine Lieben oder Freunde der Medienpropaganda glauben.

Mythos Nr. 1: "Testosteron, sicher, das ist ok, denk ich. Aber Steroide? Das ist ne ganz andere Geschichte"
Viele von den Bobos in den Nachrichtenunternehmen denken, dass sich Testosteron irgendwie von Steroiden unterscheidet. Sie denken, dass Testosteron, obwohl riskant, wert ist, sich einmal anzusehen, aber nur die Erwähnung des Wortes Steroide reicht aus, um ihren Verstand zu verschließen, mit der Geschwindigkeit einer Muschel, die gerade den Meerestierkoch in die Küche kommen hört.

Die Wahrheit ist, dass Testosteron ein Steroid ist. Es wurde 1935 erstmals von Laquer isoliert und kurz darauf synthetisiert. Danach begannen Chemiker auf der ganzen Welt, verschiedene Versionen des Wirkstoffes zu synthetisieren. Ihre Hoffnung war es, die androgenen Bestandteile von den anabolen, d.h. wachstumsfördernden Bestandteilen, zu trennen. Niemand ist sich heute sicher, ob das möglich ist, denn scheinbar arbeiten die anabolen und androgenen (vermännlichungs) Bestandteile durch die gleichen Rezeptorenkomplexe.

Ungeachtet dessen sind alle diese synthetischen Stoffe, auch Testosteron, Steroide.


Mythos Nr. 2: Testosteroninjektionen verursacht Leberkrebs
Die Wahrheit ist, dass keine der Testosteronpräparate , die heutzutage in der Welt für die Testosteronsubstitution verwendet werden, negative Auswirkungen auf die Leber haben.

Warum gibt es dann dieses ewig alte Gerücht? Die meisten der oralen Steroide (jene die es als Pillen gibt) haben, chemisch gesehen, eine Alkylgruppe in der 17-Alpha Position. Was das bedeutet, muss man nicht verstehen. Von Bedeutung ist jedoch, dass gewöhnliches altes Testosteron, wenn man es oral nimmt, metabolisiert und von der Leber inaktiviert wird, bevor es die Zielorgane erreicht.

Das bedeutet, dass man eine Menge davon schlucken muss, um irgendeine merkbare Wirkung zu erreichen. Deshalb sind alle Testosteron-Ester zum injizieren.

Jedoch haben Chemiker, um zu verhindern, dass Testosteron zerlegt wird, die bereits erwähnte Alkylgruppe in die 17-Alpha Position gebracht, und so brauchbare orale Steroide geschaffen.

Obwohl dieses chemische Jonglieren ein effektives Steroid erzeugt, leidet die Leber unter den Konsequenzen, und führt manchmal zu einer Erhöhung von Leber Enzymen, Cholestase und/oder Peliosis.

Ob diese oder andere Komplikationen zu Leberkrebs führen ist fragwürdig. Obwohl eine Studie einen Zusammenhang zwischen langfristigen Einnahme von Methyltestosteron (ein 17-alpha alkylatisches Steroid) und Lebertumoren feststellen konnte, eine andere Studie sieht diesen Zusammenhang als "zufällig".

Egal, kein Arzt in der westlichen Welt verwendet heutzutage 17-alpha alkylierte Steroide zur Testosteronsubstitution. Alle verwenden injizierbare Formen.

Mythos Nr. 3: Testosteron Ersatz lässt die Hoden schrumpfen und man wird unfruchtbar
Es gibt Elemente der Wahrheit in diesem Mythos. Wenn du zusätzliches Testosteron deinem Körper zuführst, wird das eigene Angebot reduziert und die Abbaurate wird erhöht. Das Ergebnis ist, die Hoden machen Urlaub und schrumpfen tatsächlich.

Gleichzeitig wird die Produktion von Spermien reduziert oder gestoppt. Das ist der Grund, warum die Weltgesundheitsorganisation vor einigen Jahren daran dachte, Steroide als männliche Verhütungsmittel zu empfehlen.

Was die Angstmacher nicht sagen, ist jedoch, dass diese Nebeneffekte nur temporär sind, und dass sich die Hoden innerhalb einiger Wochen erholen. Es gibt tausende Steroidebenützer die gesunde Babys gezeugt haben.

Noch ein Punkt: die Abschaltung der Hoden, wenn auch nur temporär, kann mit der gleichzeitigen Benutzung von Medikamenten wie Clomid, HCG oder in manchen Fällen durch ein Supplement wie Tribulus Terrestris abgeschwächt werden .


Mythos Nr. 4: Testosteron-Injektionen lassen dir hübsche Brüste wachsen
Östrogen ist das Yin zum Yang vom Testosteron. Als Erklärung: Der Körper verwandelt einen Teil des männlichen Testosterons in das "weibliche Hormon" Östrogen um. Ohne dieser Reaktion würde Testosteron nicht alle seine Wirkungen ausüben.

Die Probleme beginnen, wenn das Verhältnis zwischen Östrogen und Testosteron hoch ist. Als Ergebnis würde sich das überschüssiges Östrogen an Rezeptoren des männlichen Brustgewebes hängen und die Transkription von Proteinen initiieren, d.h. dem Mann wachsen Brüste.

Die meisten Präparate, die für die Testosteronsubstitution verwendet werden (sofern in einem normalen Rahmen injiziert), verursachen keinen zu dramatischen Anstieg von Östrogen. Bei empfindlichen Patienten ist die Lösung entweder niedrigere Dosen zu verwenden, oder auf ein anderes Testosteronpräparat umzusteigen.

Zusätzlich gibt es so einige rezeptpflichtige Östrogenblocker am Markt. Einer der neuesten und besten ist Arimidex (Anastrozol). Einige innovative Ärzte können vielleicht überredet werden, dieses Medikament gleichzeitig mit Testosteron zu verschreiben.

Also ja, es ist möglich, dass die Testosteronzufuhr dir schöne Brüste wachsen lässt, aber es ist nicht sehr wahrscheinlich, wenn keine Monsterdosierungen gewählt werden.


Mythos Nr. 5: Ein hoher Testosteronspiegel macht dich zur Sexmaschine
Zusätzliches Testosteron zu nehmen führt nicht immer automatisch zu Geilheit. Es gibt oft eine Latenzzeit zwischen der Zufuhr von Testosteron und dem Zuwachs an sexuellen Gelüsten, die mehrere Tage bis einige Wochen dauern kann.

Außerdem ist strittig, wie viel Testosteron man braucht, um als Mann sexuell zu funktionieren. Der normale physiologische Wert ist weitaus höher als man benötigt, um die normalen Sexualfunktionen zu erhalten.

Auch wenn extra Testosteron vermutlich früher oder später zu gesteigertem sexuellen Verlangen, höherer Sexfrequenz und möglicherweise zu härteren Erektionen führt, heilt es nicht vorzeitigen Orgasmus und macht dich nicht notwendigerweise zu einem besseren Liebhaber. Wenn du derzeit ein Blindgänger im Bett bist, mach dich Testosteron höchstens zu einem geileren Blindgänger.


Mythos Nr. 6: Die Testosterongabe macht dich automatisch zu einem Giganten
Nicht unbedingt wahr. Die Wirkung von Steroiden auf die Muskeln ist bei jedem Individuum anders. Es hängt viel vom Alter des Patienten, dem existierenden Testosteron-Level (ursprünglich existierendes Niveau von freiem Testosteron), Reize durch Training, Ernährungsfaktoren, Wachstumshormonen und verschiedene Muskelwachstumsfaktoren ab.

Zusätzliche Testosteronzufuhr über über die normale Testosteronsubstitution hinaus, führt jedoch zu zusätzlicher Muskelmasse, auch ohne Training. Die grundlegende Studie von Bashin und Partnern 1996 fand heraus, dass 600 mg Testosteron, wöchentlich verabreicht, im Verlauf einiger Wochen im Allgemeinen mehr Massengewinn brachte als bei einem durchschnittlichen Bodybuilder, der keine Steroide nahm.

Einen höheren Testosteronspiegel zu haben macht es einfacher Muskelmasse aufzubauen als für Leute mit geringerem Testosteron-Spiegel. Dennoch ist auch das unsicher, denn Männer unterscheiden sich darin, wie ihr Körper das Zeugs verarbeitet. Manche Männer haben mehr Testosteron Rezeptoren, das erhöht wahrscheinlich die Ansprechbarkeit. Andere haben vielleicht eine größere Abbaurate, das wahrscheinlich die Ansprechbarkeit reduziert. Und eine andere Gruppe hat vielleicht einen sehr hohen Level von gebundenem Testosteron, aber ein sehr geringes Niveau von freiem Testosteron (das Zeug, das biologisch für den Muskelaufbau und für die anderen Dingen die Testosteorn so macht, verantwortlich ist).


Mythos Nr. 7: Durch Testosteronzugabe werden dir automatisch die Haare in Büscheln ausfallen
Schau dir einen Jungen oder irgendeine Frau an, und du wirst feststellen, dass ihre Haarlinie gerade über die Stirne läuft. Aber sobald diese Jungen Testosteron erzeugen, zieht sich die Haarlinie an den Schläfen zurück. Und wenn die genetische Veranlagung besteht, dann bekommen sie sogar eine Glatze.

Deshalb stimmt es, dass Zuführen von Testosteron auf einen normalen Level oder leicht darüber zu Haarausfall führen kann, wenn der Patient eine genetische Veranlagung zu androgenverursachtem Haarausfall hat.

Wenn man sich die Fälle von Kastraten ansieht, kann man das leicht beweisen. Diese leiden nicht an Haarausfall, aber sobald man beginnt, ihnen Testosteron zu geben, können sie Anzeichen von männlicher Kahlheit entwickeln.

Warum verursacht Testosteron manchmal unterschiedlich starken Haarausfall? Nun ja, ein Teil des produzierten oder dem Körper zugeführten Testostern verwandelt sich in eine andere Form von Testosteron, nämlich in Dihydrotestosteron oder DHT. Ein Teil dieses DHT bindet sich an interzelluläre androgene Rezeptoren und verhindert, dass sich Haare normal entwickeln.

DHT-gebundene Haarfollikel produzieren nach und nach immer dünneres Haar, dazu kommt die Verkürzung der Anagenphase (die Lebensdauer des Haares) und die Verlängerung der Telogenphase (die Ruhe- bzw. Regenerationsphase). Das kann in einer chronischen Entzündung des Bindegewebes des Haares führen und langfristige ist Kahlheit das Ergebnis.

Dennoch variiert das Haarausfallphänomen von Individuum zu Individuum. Wie oben erwähnt, muss die genetische Veranlagung zum Haarausfall vorhanden sein. Zusätzlich wandeln manche Männer Testosteron zu einem größeren Ausmaß in DHT um.

Wenn es ein potentielles Problem gibt, verhindert das Medikament Finasterid (Proscar) die Bindung von DHT an die Haarfollikel und so wird ein weiterer Haarausfall verhindert.

Nun, manche Steroide verwandeln sich nicht in DHT (oder Östrogen), zeigen aber deshalb auch nicht alle Wirkungen, die man mit Testosteron verbindet, und das macht sie zu unerwünschten Kandidaten für die Testosteronzufuhr.

Da wir immer mehr über Steroide lernen, sind vielleicht Wissenschaftler bald in der Lage Medikamente für bestimmte Zwecke zu finden. Als Beispiel erfährt das Steroid 7-alpha-methyl-19-nortestosterone eine Art Renaissance, da es hoch androgen ist, aber nur geringe Wirkung auf die Prostata hat. Das bringt uns zur Mythos Nr 8.


Mythos Nr. 8: Testosterongabe verursacht Prostatakrebs
Jeder normale Arzt ist überzeugt, dass das Hauptproblem bei einer exogenen Testosterongabe das Wachstum der Prostata ist.

Es stimmt, die Prostata ist ein Himmel für DHT Rezeptoren und erhöhtes Testosteron führt zu höheren DHT Leveln. In Folge parkt sich das DHT an die Prostata Rezeptoren und verursacht möglicherweise Proteintranskription und vermutlich das Wachstum der Prostata.

Warum führt das bloße Wachstumspotential zu Krebs? Wer weiß, vielleicht ist die zusätzliche Zellteilung, die von DHT verursacht wird, besonders anfällig für Mutationen, die zu Krebs führen.

Dennoch, die Verbindung zwischen Testosteron und Prostatakrebs ist überhaupt nicht klar. In den meisten Fällen hat die Testosteron-Therapie keine Prostataprobleme verursacht.

Es zeigte sich,zum Beispiel, dass Testosterontherapie die Prostata von hypogonodalen Männern vergrößert, aber nur auf die der Größe der altersgleichen Kontrollgruppe.

Eine neue Studie der Universität von Iowa zeigte, dass Männer, die eine Testosteron Therapie für vier Jahre erhalten haben, nur einen geringen Zuwachs an Prostata spezifischem Antigen (PSA) zeigten (PSA wird allgemein als guter Indikator für Prostata Gesundheit gesehen).

Eine andere Studie in Polen beobachtete 30 Männer, die eine Testosterontherapie erhielten, die zwischen 1,5 und 6 Jahren dauerte (durchschnittliche Dauer 3,35 Jahre). Obwohl sich der durchschnittliche PSA Wert von 0,65ng/dl auf 1,35 ng/dl verdoppelte, waren diese Werte durchaus im gewünschten Bereich (alles unter 4,0 ng/dl wird als akzeptable angesehen).

Es ist aber wahr, dass Patienten, die ein Prostatakrebs Problem haben, keine Testosteronzugabe bekommen sollte, da sie die Dinge schlimmer machen könnte.

Interessant ist auch, dass Wissenschaftler beginnen zu denken, dass auch Östrogen eine Rolle bei der hormonalen Regulierung der Prostata spielt. Wenn das stimmt, könnte es eine Menge erklären. Prostatakrebs ist in diesem Land fast epidemisch und das ist auch das Niveau von Umwelt- und Nahrungsmittelöstrogen.


Mythos Nr. 9: Testosteronzugabe bringt dein Herz zum Stillstand
Von 30 Studien, die sich mit der Beziehung zwischen Herzerkrankungen und Testosteron beschäftigten, fanden 18 eine invertierte Beziehung (das bedeutet, dass niedriges T positiv mit Herzerkrankungen korreliert), 11 fanden keine Verbindung, und nur eine fand eine positive Verbindung.

Ein andere abgesicherte Studie von 50 Männern, die in Gruppen gleichen Alters und gleicher ethnischer Herkunft, sich nur durch die Höhe des Testosteronspiegels unterschieden, fand heraus, dass niedrigeres Niveau von Testosteron in Verbindung mit einem höheren BMI (body mass index, d.h. Sie waren dicker), mit einer höheren Bauch-zu-Hüfte Ratio, mit höherem systolischen Blutdruck, mit höheren nüchternen und 2-Stunden Glucose- und Insulinspiegel, mit höherem Cholesterin- und Triglyceridspiegl und zusätzlich mit niederen HDL-C Spiegel (gutes Cholesterin) stehen.

In anderen Worten: Obwohl diese Männer noch keinen Herzinfarkt erlitten hatten, machte sie niedriges Testosteron zu idealen Kandidaten für Herzprobleme.

Nun es stimmt, dass zusätzliches Testosteron zu einem supra-physiologischen Niveau von Hemoglobin, Erythrozyten und Hämokrit führen kann und daher vielleicht zu einem Infarkt oder Herzproblemen führt, aber jeder gewissenhafte Arzt wird diese Parameter in regelmäßigen Blutkontrollen überprüfen.

Wenn tatsächlich eines der vorher beschriebenen Probleme auftritt, lässt er einfach überschüssiges Blut ab. Eine Anpassung der Dosis ist ebenfalls möglich.

Die armseelige Meinung des Autors ist, dass viele der Herzprobleme die mit Testosteron oder Steroiden im Allgemeinen in Verbindung gebracht werden, sich entweder aus extremen Dosen oder schlechten Ernährungsgewohnheiten ergeben.

Der Benutzer sieht, dass sein Körperfett zurückgeht, obwohl er ungesundes Essen isst. Mit dieser Wahrnehmung von Körperfettunverwundbarkeit beginnt er all jene Lebensmittel zu essen, die er nicht essen sollte, inklusive jener, die große Mengen von gesättigten Fetten und Transfettsäuren enthalten. Das führt zu Herzproblemen.


Mythe Nr. 10: Testosteronzufuhr bringt dich dazu, deine Eltern oder jeden Mann, Frau, Blume oder Käfer umzubringen, der dir über den Weg läuft
Im Allgemeinen verursachen Hormone keine Persönlichkeitsveränderungen an sich, aber sie können die Wahrscheinlichkeit verändern, in der ein bestimmtes Verhalten im Beisein eines bestimmten Stimulus auftritt.

Nun, es ist es wahr, dass Täter oft ein höheres Testosteronniveau haben, aber es gibt Hinweise, die darauf hin deuten, dass, zumindest bei Tieren, früher gemachte Erfahrungen mit Aggressionen wichtiger sind als der Testosteronspiegel im Hinblick auf die Entstehung von Aggression. Das heißt, dass ein Kind, das geschlagen und misshandelt wurde, vielleicht zu einem Täter aufwächst, unabhängig von seinem Testosteronlevel.

Dr. Christina Wang von der UCLA fand heraus, dass Männer mit niedrigem Testosteron eher aggressiver und schlechter gelaunt sind als Männer mit hohem Testosteron. Sobald diese Männer jedoch Testosteron erhielten, verflog die Aggressivität.

Eine andere Studie, durchgeführt 1992, stellte fest, dass hohe Testosteron-Werte mit emotionalem Wohlbefinden korrelieren.

Wie können wir aber dann die „Roid Rage“ erklären, die ein Teil der Bodybuilderlegende ist. Eine Erklärung ist, dass diese Männer unheimlich große Mengen von Steroiden nehmen, und ist einmal eine bestimmte Schwelle überschritten, ist alles möglich. Eine andere Erklärung ist, dass die selben Impulse, die sie veranlassen, Risiken auf sich zu nehmen und aggressiv zu sein, sie dazu veranlasst, Steroide zu missbrauchen. Daher können Steroide nur die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sie aggressiv handeln.


Fazit
Es gibt keine Beweise, dass die vernünftige und gesunde Verwendung von Testosteron oder Steroiden im Allgemeinen das Leben verkürzt. Natürlich gibt es auch (noch) nicht gerade viele Beweise, dass Testosteron das Leben verlängert. Aber es gibt eine Menge Beweise, dass es zumindest die Lebensqualität verbessert.


Quelle: T-Nation, frei übersetzt von Tom Sawyer


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