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| Verfasst am: FTW @ 30.09.06 | 04:07 |
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Kynoselen ist ein Präparat aus der Veterinärmedizin, das ausschließlich von Vétoquinol in Frankreich hergestellt wird und folgende Wirkstoffe enthält:
AMP (Adenosin Monophosphat)
Eine Phosphorquelle, die zwei Phosphoratome miteinander verbindet, um daraus ATP (Adenosin Triphosphat) zu bilden, was wiederum die primäre Energiequelle bei kurzfristigen Belastungen darstellt.
HEPTAMINOL HCL
Ein Schlüsselfaktor in Kynoselen, der die Blutgefäße weitet und somit den Blutfluss zur Muskulatur unterstützt, was die muskuläre Ausdauer und die Nährstoffzufuhr erhöht.
VITAMIN B12 (Cyanocobalamin)
Spielt eine wichtige Rolle im Energiemetabolismus und regt den Appetit an.
SELEN
Selen ist ein essentielles Spurenelement, das viele oxidative Prozesse im Körper steuert und als Katalysator des Energie- und Fettstoffwechsels fungiert. Selen ist zudem ein Antioxidant, das unsere Zellen vor Freien Radikalen schützt, die zu Krebs, Herzproblemen und anderen Krankheiten führen können.
MAGNESIUM ASPARTAT
Magnesium Aspartat erhöht die Sauerstoffzufuhr ins Muskelgewebe, was zu mehr Kraft, Ausdauer und einer Entspannung der Muskulatur führt. Zudem spielt es eine wichtige Rolle beim Kontrahieren der Muskelfasern. Darüber hinaus aktiviert Magnesium Enzyme, die für den Kohlenhydrat- und Aminosäurenstoffwechsel von Bedeutung sind.
Kalium ASPARTAT
Hilft im Kohlenhydratstoffwechsel, schützt das Herz bei Sauerstoffmangel, stärkt den Herzschlag und spielet eine wichtige Rolle im Flüssigkeitshaushalt unseres Körpers.
Kynoselen wurde in der Vergangenheit vorrangig bei Sportpferden eingesetzt, um die Regeneration zwischen Wettkämpfen zu beschleunigen und die Pferde zu kräftigen. Die Betonung liegt hierbei auf "wurde", da viele Verbände den Einsatz von Kynoselen mittlerweile verboten haben. Laut Packungsbeilage wird Kynoselen dennoch unter anderem bei Muskeldystrophie verschrieben. Wer Eins und Eins zusammen zählen kann, wird spätestens jetzt erkannt haben, welchen Nutzen Bodybuilder aus diesem Mittel ziehen können. "Muskeldystrophie" ist der Fachausdruck für Muskelschwund, somit muss Kynoselen anabol bzw. antikatabol wirken. Fällt schwer zu glauben, wenn man sich die Zutatenliste anschaut. Ein Vitamin, Mineralstoffe, ein Spurenelement und AMP. Nichts, was aus einem David einen Goliath machen würde...
Doch halt, wir haben Heptaminol vergessen! Ein grober Fehler, denn ohne Heptaminol wäre Kynoselen nichts anderes als ein überteuertes Vitamin-/Mineralstoff- u. Spurenelement-Präparat. Erst mit Heptaminol scheint Kynoselen interessant zu werden. Was ist es und was kann es?
Heptaminol ist ein indirektes beta-2-Sympathomimetikum, gehört also derselben Wirkstoffgruppe wie Ephedrin und Clenbuterol an. Spätestens jetzt sollte klar sein, welche Wirkung Heptaminol genau ausübt. Ähnlich wie Clenbuterol wirkt dieses antikatabol, kann unter Stresssituationen wie einem intensiven Training, beim Absetzen von Steroiden oder bei Krankheiten, Muskelmasse erhalten. Bei Clenbuterol ist die Sache schwierig, da dieses erst in Mengen nachweisbar wirkt, die für Menschen gefährlich sind. Bei Heptaminol scheint es allerdings anders zu sein - schon geringe Mengen sollen hier den erwünschten Effekt bringen.
Ein weiteres Plus der beta-2-Sympathomimetika stellt deren Wirkung auf die Fettverbrennung dar. Sie greifen in den Fettstoffwechsel ein, indem sie die Körpertemperatur leicht erhöhen und die Ausschüttung des Stresshormons Noradrenalin veranlassen. Man fühlt sich aufgedreht und strotz vor Energie, ja sogar der Hunger schwindet. Klingt nach einem optimalen Wirkstoff für Diätphasen. Von Ephedrin und Clenbuterol wissen wir, dass sie den Fettabbau unterstützen, und bei Heptaminol ist es erfreulicherweise nicht anders. Anwender sprechen von einem sichtbaren Fettverlust während der Anwendung, bei gleichzeitigem Kraft- und Muskelaufbau.
Fassen wir zusammen: Die eigentliche Wirkung von Kynoselen geht vom Wirkstoff Heptaminol HCL aus, der einen Fettab- und Kraftaufbau unterstützt.
Bleiben zwei Fragen offen: Wie hoch dosiert man Kynoselen und wo bekommt man es her?
Wir wissen, dass Pferde und Rinder alle drei bis vier Tage 0,25ml pro Kilogramm Körpergewicht verabreicht bekommen. Kleinere Tiere, wie Schafe, Hunde oder Katzen, werden alle drei bis vier Tage mit 0,1 bis 0,2ml pro Kilogramm behandelt. Da Bodybuilder allerdings weder Katzen noch Pferde sind, gelten hier andere Dosierungen. Erfahrungsgemäß injizieren Athleten 1ml subcutan (ins Fettgewebe) pro Tag und 100kg Körpergewicht und erzielen damit erstaunliche Resultate. Im Laufe der Wochen zeichnet sich die Muskulatur deutlich klarer unter der Haut ab, die Kraft steigt und eventuell bemerkt man sogar einen kleinen Muskelmassezuwachs. Die durchschnittliche Anwendungsdauer beträgt vier bis acht Wochen. Kynoselen wird mittlerweile sogar in der Post Cycle Therapie, also in der Absetzphase einer Steroidkur, eingesetzt. Nicht gerade das Dümmste, was man tun kann, hilft Kynoselen doch optimal beim Kraft- und Muskelerhalt ohne ins körpereigene Hormonsystem einzugreifen und dies negativ zu beeinflussen. Auch hier wird 1ml pro Tag und 100kg verwendet.
Kynoselen ist nicht verschreibungspflichtig, kann allerdings nur in Frankreich von einem Veterinärmediziner gekauft werden. Dennoch landen unzählige Multiinjektionsfläschchen auf dem Schwarzmarkt, 100ml kosten hier ca. 100,00-150,00 Euro.
Quellen
Anabole Steroide - Das Schwarze Buch
http://www.bodybuilding.com/fun/pierce7rrr.htm
http://www.kynoselen.org/kyno.php
http://gotkyno.net/kynoselen%20dosage.htm
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