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Gängige Fehler beim Steroidgebrauch
Verfasst am: FTW @ 26.09.06 | 23:43  
1. Der Gebrauch zu hoher Dosierungen
Wie bei vielen Dingen im Leben gilt auch beim Steroidgebrauch - weniger ist oftmals mehr! Der exzessive Gebrauch anaboler Steroide ist heutzutage ein weit verbreitetes Problem. Ein solches Vorgehen ist nicht nur potentiell gefährlich, Studien belegen darüber hinaus, dass ab einem gewissen Grad der Steroidzufuhr einfach kein weiterer Nutzen mehr zu erwarten ist und nur die Nebenwirkungen steigen. Unser Körper kann nur eine bestimmte Menge Steroide verwenden und ein deutliches Zuviel wird oftmals in Östrogene (bei Steroiden, die aromatisieren können) umgewandelt, die Gynäkomastie, erhöhte Wasser- und Fettspeicherung und andere ungewollte Nebenwirkungen auslösen können.

2. Zu lange "on" bleiben
Oftmals wollen Steroidverwender es nicht wahrhaben, wenn das geplante Kurende erreicht ist und sagen sich "ein paar Wochen mehr oder weniger, was soll da schon passieren?" Aus "ein paar Wochen" werden oftmals "ein paar Monate", was den Körper enorm belasten kann. Je länger eine Kur geht und je weniger Zeit der Körper zwischen den Kuren zum Erholen hat, desto größer die Chance auf eine Überlastung mit ernsthaften Spätfolgen wie Herzvergrößerung. Gerade bei oralen Steroiden kommt dann noch die Belastung der Leber mit uns Spiel, die sicherlich überbewertet wird, aber dennoch gegeben ist.

3. Zu wenig Augenmerk auf die Ernährung
Viele Steroidverwender verlassen sich oftmals nur auf die eingesetzten Wirkstoffe und ignorieren das, was Experten seit jeher predigen: Steroide sind ein Teil des Puzzles, aber noch lange nicht alles! Vergleichen wir die Anabolikaeinnahme mit einem Hausbau, so kann man sagen, dass Anabolika mehr Bauarbeiter zur Verfügung stellen, die schneller zum gewünschten Ergebnis verhelfen. Allerdings nutzen all diese Bauarbeiter nichts, wenn kein oder zu wenig Zement vorhanden ist! Alle Steroide dieser Welt nutzen nichts, wenn die Ernährung des Anwenders aus eine paar Scheiben Brot mit Wurst am Morgen, einer Currywurst am Mittag und einem Joghurt am Abend besteht. Steroidverwender sollten mindestens 2g Protein pro Kilogramm Körpergewicht und eine angemessene Menge an Kohlenhydraten und gesunden Fetten zuführen. Erst dann können Steroide ihre Wirkung richtig entfalten.

4. Schlechte Trainingsmoral
Während einer Steroidkur ist man stärker und motivierter als zuvor, was sich auch in der Traininigsintensität wiederspiegeln sollte. Man muss stets bestrebt sein, so schwer wie möglich zu trainieren und das Trainingsgewicht bei jeder Möglichkeit zu erhöhen. Schwere Grundübungen sind dabei unerlässlich. Sie können sich grammweise Steroide einverleiben - Sie werden nicht eher wachsen, bis Sie alles im Studio geben!

5. Das Auslassen regelmäßiger Gesundheitschecks
Steroide sind keine Smarties und können eine Vielzahl unterschiedlicher Krankheiten und Gebrechen auslösen. Aus diesem Grund ist es gerade bei Anfängern, die die Warnsignale ihres Körpers noch nicht richtig deuten können, wichtig, zu Beginn, während und am Ende einer Kur einen ausführlichen Checkup beim Arzt machen zu lassen. Hierzu gehört eine Bestimmung der Blutwerte, des Blutdrucks und ein Ultraschall der inneren Organe. Sollten irgendwelche Werte aus dem Ruder gelaufen sein, müssen sie überwacht und gegebenenfalls medikamentös behandelt werden. Hören Sie immer auf ihren Arzt!

6. Die Verwendung der "falschen" Steroide
Viele Athleten sind heutzutage erschreckend gering über die Stoffe, die sie täglich oder wöchentlich in ihren Körper schleusen, informiert, was sich besonders darin zeigt, dass während der Diät "mal eben ein paar Wochen Winstrol und Clenbuterol gefahren wird". Beide Wirkstoffe bergen ein ernormes Risikopotential für das Herz und haben in Anfängerhänden nun wirklich nichts verloren. Vermeiden Sie starke, besonders nebenwirkungsreiche Steroide, wenn Sie ein reiner Hobbysportler sind und verlassen Sie sich auf die Basics wie Testosteron oder Nandrolon. Stanozolol (Winstrol), Drostanolon (Masteron) oder Methandienon (Dianabol) sind zwar hervorragende Steroide, mit denen ein erfahrener Bodybuilder eine Menge erreichen kann, allerdings gehören gerade diese Steroide auch zu den mit den meisten und intensivsten Nebenwirkungen. Lassen Sie den Einsatz ein Privileg der Wettkampfathleten sein, die damit ihr Geld verdienen!

7. Der Einsatz von Fälschungen und Untergrundware
Gefälschte Steroide sind ein größeres Problem als angenommen, es befinden sich mehr Fälschungen als Originale auf dem Schwarzmarkt. Ein noch größeres Problem stellt heutzutage das so genannte "Homebrewing" dar. Jeder (wirklich JEDER!) kann sich heutzutage die entsprechenden Informationen, wie man schnell und einfach selber Steroidlösungen herstellen kann, aus dem Internet besorgen! Wer dazu noch weiß, wie er mit Anbietern wie Western Union Geld ins Ausland schaffen kann, kommt problemlos an die jeweiligen Wirkstoffe heran. Problematisch an der Sache ist, dass nun jeder in seiner Küche Vials mit Lösungen befüllen, Labels drucken und dann seine Ware verkaufen kann. Kontrollen gibt es nicht. Ob der Homebrewer jetzt sauber arbeitet oder nicht, kann niemand wissen. Ebenso wenig, ob auf dem Etikett genannter Wirkstoff enthalten ist. Beim Homebrewing gibt es so viele unberechenbare Variabeln, dass der Einsatz als purer Wahnsinn erscheint. Die billigen Preise und gute Verfügbarkeit treiben allerdings viele Athleten dazu, sich derartiges Zeug einzuverleiben. Wer in Onlineforen damit prahlt, dass er sein Testosteron Enantat für 15 Euro pro 10ml bekommt, sollte nicht bestaunt, sondern eher bemitleidet werden, denn kein Homebrewer kann so sauber und akkurat arbeiten wie ein anerkanntes Labor.

Wenn Sie mehr über gefälschte Steroide und Untergrundlaboratorien erfahren möchten, empfehle ich das Nummer 1 Steroidbuch, "Anabole Steroide - Das Schwarze Buch", erschienen im BMS-Verlag.



Text aus dem Englischen, frei übersetzt von FTW



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