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| Verfasst am: FTW @ 22.09.06 | 12:42 |
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Athleten sollten diesen Wirkstoff meiden
von Paul Delia, frei übersetzt von FTW
Das beta-2-Sympathomimetikum Clenbuterol ist ein potenter Repartitioning-Wirkstoff (Veränderung der Körperzusammensetzung zugunsten der Muskelmasse), der von der Fleischindustrie benutzt wird, um Rinder und Schafe zu mehr Muskelmasse ( = Fleisch) und weniger Fett zu verhelfen, ohne dabei das Körpergewicht drastisch zu verändern. Aus diesem Grund wird Clenbuterol auch von Sportlern missbraucht, speziell von Frauen, da dieser Wirkstoff keinerlei androgene Nebenwirkungen mit sich bringt, was Vermännlichungserscheinungen ausschließt. Dennoch sollten Athleten nicht nur um die positiven Aspekte, sondern auch um die potentiellen Gefahren wissen. Die Langzeiteinnahme von beta-2-Agonisten zeigte eine toxische Wirkung in diversen Tierspezien, sogar der Kurzzeiteinsatz führte zu einer Herzmuskelvergrößerung und plötzlichem Herzstillstand in trainierenden Ratten.
Die Resulate dieser Tierstudien sind so eindeutig, dass eine Anwendung beim Menschen mittlerweile als unethisch anzusehen ist.
Nicht genug damit, dass Clenbuterol bei Langzeiteinnahme toxisch wirkt, so konnte eine kürzlich durchgeführte Studie mit Pferden nun auch negative Folgen auf den Herzmuskel bei Kurzzeiteinnahme nachweisen. Dieser Effekt wurde speziell deutlich, wenn die Pferde in einer Herz belastenden Situation, wie beispielweise einem Training, untersucht wurden. Die Gabe von nur 2,4mcg pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag zeigte nicht mehr umkehrbare Negativauswirkungen auf die Herzfunktion. Athleten, die Clenbuterol missbrauchen, überschreiten diese Dosierung oftmals deutlich!
Clenbuterol ist bewiesenermaßen toxisch in hohen und niedrigen Dosierungen, weshalb Athleten, die um ihre Gesundheit besorgt sind, diesen Wirkstoff besser meiden sollten. Es gibt mehr als genug Ausweichmöglichkeiten, die ebenfalls antikatabol (Phosphatidylserin, Vitamin C) und fettabbauend (CLA in hoher Dosierung, Fischöl) wirken, ohne das Herz zu belasten.
Med. Sci. Sports Exerc. 34 (4): 643–650, 2002.
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