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| Verfasst am: FTW @ 09.09.06 | 03:58 |
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HCG ist sicherlich ein stark umstrittenes Absetzmittel und dessen Sinn in als Hilfsmittel zur Wiederherstellung der Hypophysen-Hoden-Achse wurde des öfteren angezweifelt und wieder rum von anderen befürwortet, dies sorgt noch immer für eine ziemliche Verwirrung unter Steroidkonsumenten.
HCG ist ein LH-Agonist, also ein Mittel, das stark mit dem LH chemisch verwandt ist und auch seine Wirkung nachahmt.
LH wird in der Hirnanhangdrüse produziert, dockt im Hoden an LH-Rezeptoren an und löst eine Ausschüttung an Androgenen unter anderem auch Testosteron aus, durch exogene Testosteronzufuhr wird dieser Kreislauf bekanntlich unterbrochen und die Hirnanhangdrüse drosselt die LH-Ausschüttung, die Folgen sind uns allen bekannt, Hodenatrophie, verminderte Eigenproduktion an Androgenen etc.
Eine Verwendung von HCG kurz vor dem Ende der Kur und eventuell auch in der Absetzphase würde genau diesen Symptomen entgegenwirken, der verkleinerte Hoden würde sich wesentlich schneller seiner ursprünglichen Größe nähern, die Leydigzellen im Hoden, die für die Testosteronproduktion zuständig sind würden wieder anfangen T. auszuschütten, dem Hoden würde man somit durch das LH ähnliche HCG vorgaukeln, dass der ursprüngliche Kreislauf weiterhin existiert und nicht unterbrochen ist, beim Absetzen des Steroids würde es dem Körper dadurch wesentlich leichter fallen in sein ursprüngliches Gleichgewicht, die Homoöstase zu kommen.
Das klingt doch alles großartig, wieso wird dann HCG nicht zu diesem Zwecke eingesetzt fragt man sich. Die Antwort ist einfach, durch falsche Aussagen einiger Fachpersonen schätzte man die Wirkung des HCG falsch ein.
Man glaubte nämlich, da es mit dem LH so eng verwandt ist, also ein LH-Antagonist ist, würde es sich direkt auf die Hirnanhangdrüse und zwar stark hemmend auswirken, man dachte der Körper würde einen Überschuss an HCG/LH registrieren (direkter Feedback) und dies würde die Achse schwer in die Knie zwingen, schlimmer als jedes Steroid und dies wäre nicht sinnvoll wenn man eine Kur absetzen möchte.
Das Problem an dieser Theorie, sie ist schlichtweg falsch!
Von Außen zugeführtes HCG beeinflusst die Ausschüttung an GNRH (das Hormon das die LH/FSH Ausschüttung steuert) und die des LH nicht wie früher gedacht direkt, sondern lediglich leicht über den „steroidalen Weg“. Dies ist von nur bei Menschen und Primaten der Fall und stellt somit eine Ausnahme dar, die früher nicht beachtet wurde.
Der steroidale Weg (indirekter Feedback)ist ziemlich einfach, das injizierte HCG löst im Hoden eine verstärkte Ausschüttung an Testosteron und Östrogen aus, diese wiederrum übersteigen meistens die Normalwerte der Eigenproduktion und hemmen ganz leicht die Achse, jedoch ist diese hemmende Wirkung sehr schwach und das erlaubt uns HCG als Absetzmittel zu verwenden, da wir nun wissen, dass es kein direkter „Achsenkiller“ ist und keine direkte Wirkung auf die Hirnanhangdrüse hat.
Wann ist ein Gebrauch von HCG angebracht und wie soll man es anwenden?
Für keine sehr langen Kuren, bis zu 16 Wochen denke ich dass die meisten mit Nolvadex/Clomid ganz gut bedient sind, da viele leider nicht über genügend Kenntnisse verfügen HCG richtig anzuwenden bzw. stark dadurch verwirrt werden, da sie einfach mit einer Flut an Informationen zugeschüttet werden und nicht mehr wirklich wissen was sie tun sollen.
Ist man aber wesentlich länger auf einer Kur also über ein halbes Jahr etc., die Hodenatrophie stark fortgeschritten und eventuell Steroid mit progesteronartiger, desensibilisierender Wirkung auf die LH-Rezeptoren im Hoden (kann durch HCG aufgehoben werden) benutzt worden, wie Nandrolon oder Trenbolon, so kann man HCG z.B. in den letzten 4 Wochen der Kur mit zu dem Steroid benutzen und dann noch eine bis 2 Wochen länger also nach dem Absetzen des Steroids, dann Wechsel auf Clomid und Nolvadex. Man sollte das HCG auf keinen Fall hoch dosieren, keine 5.000 IU oder ähnlich hohe Dosen, stattdessen kleinere Dosis aber öfter injiziert um für einen eher niedrigen aber stabilen Wirkstoffspiegel an HCG zu sorgen.
Man kann nach dem Auflösen des HCG im beigelieferten Lösungsmittel, es auf mehrere Spritzen passend verteilen und diese im Kühlschrank lagern, so dass die geringe Dosis diesbezüglich keine Probleme darstellen sollte.
500 IU alle 2 Tage dürften sich hierfür wesentlich besser eignen, dann nach dem Absetzen des Steroids weiterhin 2 Wochen lang benutzen wobei man es in der letzten Woche ausschleichen kann also noch geringere Mengen benutzen kann, dann der Wechsel auf Clomid/Nolvadex.
Während des HCG Einsatzes sind auf jeden Fall 100-150mg Zink angebracht wie sonst auch in der Absetzphase um zumindest die inhibierende Wirkung des Östrogens etwas abzuschwächen.
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