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Mario V. Fringes Kriegsberichterstatter Nr. 3
Verfasst am: FTW @ 12.09.06 | 03:19  
PPE's KRIEGSBERICHTERSTATTER - TNT von der Koerperfront


Ausgabe 003 | Freitag, der 4. April 2003




EDITOR: Mario V. Fringes
CO-EDITOR: Benjamin Stieler
CONTRIBUTING WRITER: Yuri X
MAIL: editors@p-p-e.com
WEBSITE: http://www.p-p-e.com




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NACHRICHTENUEBERSICHT
----------------------------------------------------------------


01. EDITOR'S NOTE
02. RESEARCH UPDATE: Pre- oder post-Workout Nutrition?
03. PHYSIQUE TNT #003: When It Comes To Dieting, There Are...
04. RESEARCH UPDATE: Cardiovascular Training - Killing...
05. RESEARCH UPDATE: RESEARCH UPDATE: HIT Just Ain't No Hit!!!
06. LEGAL ISSUES ETC.






----------------------------------------------------------------
01. EDITOR'S NOTE
----------------------------------------------------------------


Not this time...


Nichts desto trotz: Enjoy this issue of DER
KRIEGSBERICHTERSTATTER!






----------------------------------------------------------------
02. RESEARCH UPDATE: Pre- oder post-Workout Nutrition?
----------------------------------------------------------------


Give Anabolism the Kickstart!


Kevin D. Tipton et al konnten unter Beweis stellen, dass die
Proteinsynthese bei einer Aminosäure- und Kohlenhydratzufuhr
unmittelbar VOR dem Training ungleich höher ausfällt als bei
einer Verabreichung nach dem Training.


Gegenstand einer im AMERICAN JOURNAL OF PHYSIOLOGY
ENDOCRINOLOGY & METABOLISM veröffentlichen Studie war die Frage,
ob eine Zufuhr von essentiellen Aminosäuren" target="_blank">Aminosäuren und Kohlenhydraten
(EAC*) VOR dem Training wohlmöglich in einer höheren
Proteinsynthese resultiert als eine Verabreichung nach dem
Training, wie es eigentlich Gang und Gebe ist (… damit wir uns
nicht missverstehen: zahlreiche Studien untermauern diese
Praxis, unter anderem Rasmussen et al).


Zu diesem Zweck wurden sechs gesunde Probanden (drei Herren und
drei Damen) in zwei Gruppen auf- bzw. eingeteilt: PRE (EAC wurde
hier unmittelbar vor dem Training konsumiert) und POST (EAC
wurde direkt im Anschluss an das Training konsumiert). Den
Probanden wurde sowohl vor, während als auch nach dem Training
Blut- und Gewebeproben der beanspruchten Muskulatur (Vastus
Lateralis) entnommen um deren Aminosäurekonzentration sowie die
Aminosäurenaufnahme, welche unter anderem als Indikator der
Proteinsynthese dient und damit die Netto-Aminosäurenbilanz (NB)
bestimmen zu können.


Die Verabreichung von EAC führte in beiden Gruppen zu einer
signifikanten Hyperaminoacidämie (**), wobei die Aminosäure
Phenylalanin (Referenz) von der beanspruchten Muskulatur
deutlich besser in der PRE- als in der POST-Gruppe aufgenommen
wurde (209 ± 42mg : 81 ± 19mg – etwa 160%), was aller
Wahrscheinlichkeit nach auf den verstärkten Blutfluss während
der Belastung (~ 324% : ~ 201% im Vergleich zum Ruhestand) und
damit auf eine bessere Bereitstellung/Verfügbarkeit dieser
Aminosäure zurückzuführen ist (so auch die Vermutung der Autoren
der Studie). Tatsächlich war die Bereitstellung und Aufnahme der
Aminosäure Phenylalanin in der PRE-Gruppe sowohl während als
auch noch eine Stunde nach dem Training signifikant (250%)
erhöht. Die Netto-Aminosäurebilanz (NB – siehe oben) fiel bei
der PRE-Gruppe während des Trainings sowie noch eine Stunde im
Anschluss somit deutlich höher aus als bei der POST-Gruppe.


Wie aber lässt sich dieses ausgesprochen verblüffende Ergebnis
erklären?


Aus früheren Studien geht hervor, dass die (Muskel-
)Proteinsynthese von der Verfügbarkeit einer oder mehrerer
ESSENTIELLER Aminosäuren" target="_blank">Aminosäuren und deren extrazellulären Konzentration
anhängig ist (Wolf RR).
Die Bereitstellung/Verfügbarkeit der Aminosäure Phenylalanin in
der PRE-Gruppe während des Trainings war dem Ruhezustand
gegenüber 6.5-fach erhöht und mehr als doppelt so im Vergleich
zur POST-Gruppe. Die Wissenschaftler schlussfolgerten nun, dass
eine Aminosäurezufuhr zu einem Zeitpunkt, wenn der Blutfluss
erhöht ist (beispielsweise während eines Trainings so isses), die
Bereitstellung und damit die Proteinsynthese maximiert.




Referenz:


Tipton KD, Rasmussen BB, Miller SL, Wolf SE, Owens-Stovall SK,
Petrini BE, Wolfe RR. Timing of amino acid-carbohydrate
ingestion alters anabolic response of muscle to resistance
exercise. Am J Physiol Endocrinol Metab 2001 Aug;281(2):E197-206


*EAC: enthielt (lediglich) sechs Gramm essentielle Aminosäuren,
35g Saccharose (… stinknormaler Haushaltszucker) sowie 500ml
destilliertes Wasser. Die Aminosäuren standen in einem speziell
entworfenen Verhältnis zueinander (mg und µmol): Histidin 0.65,
4.2; Isoleuzin 0.60, 4.6; Leuzin 1.12, 8.5; Lysin 0.93, 6.4;
Methionin 0.19, 1.3; Phenylalanin 0.93, 5.6; Threonin 0.88, 7.4
und Valin 0.7, 6.0.


**Hyperaminoacidämie: unter ~ versteht man eine Erhöhung der
Aminosäurekonzentration im Blutplasma über den Basalwert. Die ~
ist unbedingte Vorraussetzung für eine Proteinsynthese, siehe
oben.






----------------------------------------------------------------
03. PHYSIQUE TNT #003: When It Comes To Dieting, There Are...
----------------------------------------------------------------


[Hinweis: Im Folgenden wird eine radikale und ungesunde Form
der Fettreduktion beschrieben. Hier geht es NICHT um eine
ausgewogene Ernährungsweise, welche man langfristig praktzieren
kann/soll/darf, sondern um eine Guerrilla-Attacke gegen die
Fettzellen!]




When It Comes To Dieting, There Are No QUICK FIXES ...oder doch?


Es liegt in der Natur des Menschen, immer den einfachen Weg zu
suchen, immer möglichst schnell am Ziel anzukommen. Was die
Fettreduktion betrifft, so haben wir aber im Laufe der Zeit
gelernt, dass es einfach keine Quick Fixes gibt. Klar, wir
können ganz radikal vorgehen und einfach nichts mehr essen. Dazu
noch unsere Schlafsäcke neben dem Fahrradergometer im Studio
ausbreiten und im Nu sehen wir die Kilos purzeln. Ein Kilo
Körpergewicht ist aber nicht unbedingt ein Kilo Fett! Hey, wäre
nicht schlecht, aber so funktioniert es einfach nicht!




Wie viel Fettverlust kann / sollte man in einer Woche anstreben?


Oder sollte die Frage eher so lauten: Wie viel Fettverlust kann
/ sollte man in der Woche anstreben, ohne drastisch an
Muskelmasse einzubußen? Ja, so ist die Frage besser formuliert!
Als "sichere", obere Grenze - also ohne den Verlust von
Muskelmasse in Kauf nehmen zu müssen - hat man 1-2 Pfund
(entspricht ca. 0,5-0,9 kg) pro Woche festgelegt (1,2,3).
Selbstverständlich beziehen sich diese Angaben auf Fettreduktion
ohne den Einsatz von unterstützenden Mitteln (UM). Setzt man
stoffwechselerhöhende Mittel (z.B. Ephedrin, Clenbuterol) oder
anti-katabole Agenzien (z.B. anabol-androgene Steroide) ein,
dann schaut diese "sichere" Grenze schon ganz anders aus!




Zwei Pfund die Woche? Fu... this! Summer is approaching and
it's approaching fast!!!


Manchmal geht es aber nicht anders und man muss / will schon in
ein paar Wochen gut ausschauen. Ob man nun ein Model ist,
welches in Kürze ein Photoshooting hat oder ob in einigen
Wochen die Schwimmbäder ihre Tore öffnen, manchmal will / muss
man einfach am Tag XY gut aussehen! Manchmal ist man auch bereit,
ein oder zwei Kilo Muskelmasse auf' s Spiel zu setzen! Was dann?


[Now, Ladies and Gentlemen, hold on to your seats because now
comes the infamous Mario V. Fringes introduction method:]




Introducing to you: THE FAT FAST DIET!


Die "Fat Fast" oder zu Deutsch "Fettfasten" wurde namentlich
von Dr. Robert C. Atkins geprägt. Atkins, ein äußerst
innovativer Kardiologe und Diätarzt, landete schon 1972 mit dem
"low carb"-Buch "Dr. Atkins Diät-Revolution" einen Bestseller.
Die Grundlagen und Rahmenbedingungen der Fat Fast basieren
jedoch auf den Forschungsergebnissen der britischen Forscher
Prof. Alan Kekwick und Dr. Gaston L.S. Pawan. Die Kekwick-Diät
setzte sich wie folgt zusammen:


-----------------------------
Kalorien............1000 kcal
KH/P/F (%)............4/12/77
Kohlenhydrate............20 g
Protein..................90 g
Fett.....................62 g
-----------------------------




Da aber Kohlenhydrate und Protein vom Körper bei Bedarf in
Glucose umgewandelt werden kann, sah Atkins die Notwendigkeit
die Makronährstoffauteilung der Kekwick-Diät so zu modifizieren,
dass der Körper nichts anderes tun kann als Fett zu verbrennen.
Die von Atkins modifizierte Diät sah nun so aus:


-----------------------------
Kalorien............1000 kcal
KH/P/F (%)............0/10/90
Kohlenhydrate............~0 g
Protein.................~90 g
Fett....................100 g
-----------------------------




Eines haben beide Diäten gemeinsam: Sie reißen einem das
Fett regelrecht vom Leib! Sie funktionieren und das sogar
ohne große Muskelverluste, vorausgesetzt der Diätmachende ist zu
Beginn der Diät fettleibig. Das aber ist das erste Problem dieser
Diät! Das Problem ist nämlich, das du höchstwahrscheinlich nicht
fettleibig bist, sondern eher athletisch gebaut und hier und da
ein paar Pfunden zu viel hast. Richtig?


Also Problem numero uno: Desto niedriger der Ausgangs-
Körperfettanteil ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass ein
Teil des Gewichtsverlustes sich aus Magermasse zusammensetzt,
also hart antrainierte Muskeln zur Energiegewinnung herangezogen
werden.(4) Dr. Forbes, der dieser Tatsache auf den Grund ging,
vermerkte folgendes:


"In humans, there is an inverse curvilinear relationship
between initial body fat content and the proportion of
weight loss consisting of lean tissue."


Oder mit den einfachen Worten Lyle McDonald's:


"...about 80% of the variance in what is lost (i.e.
protein vs. fat tissue) is determined by your bodyfat
percentage."


Problem numero duo ist die Tatsache, welche offensichtlich ist,
wenn man sich die Makronährstoffaufteilung dieser beiden Diäten
anschaut, dass der geringe Proteinanteil für Sportler eine
Proteinunterernährung darstellt (5)! Am Proteinanteil müsste man
also definitiv noch feilen...


Last but not least, Problem #3: 1000 Kalorien! Das mag
vielleicht für Jemand reichen, der vorher eher inaktiv war, aber
für Athleten ist das doch etwas zu extrem! Ganz klar, die Fat
Fast ist eine Crashdiät, aber so hart wollen wir nun auch nicht
crashen! Auch hieran müssten wir noch arbeiten... Und das haben
wir getan!


[Once again, Ladies and Gentlemen, hold on to your seats
because now comes the infamous Mario V. Fringes introduction
method:]


Introducing to you: THE PPE-MODIFIED FAT FAST DIET!


Als erstes haben wir die Kalorienzahl unter die Lupe
genommen. Anstatt einfach bei der 1000-Kalorien-Vorgabe zu
verharren, haben wir stattdessen einen Faktor von 15 Kalorien
pro Kilogramm Magermasse ausgewählt. Da kommt sogar unser Yuri
auf 1500 kcal. pro Tag - das ist doch schon mal ein Anfang!


Des Weiteren haben wir die Proteinzufuhr auf 2g pro Kilogramm
erhöht (auch diese Angabe bezieht sich natürlich wieder auf die
Magermasse!) Sorry, zu früh gefreut!!! Diese Erhöhung der
Proteinzufuhr in Verbindung mit Widerstandstraining könnte es
ermöglichen, dass die Stickstoffbilanz (s.Def.u.) gar nicht
erst negativ ausfällt. Eine negative Stickstoffbilanz würde
bedeuten, dass Muskeln abgebaut und verstoffwechselt werden.
Daher ist zumindest eine ausgeglichene, besser noch eine
positive Stickstoffbilanz (=> Muskelaufbau) anzustreben. Hier
hat sich eine Erhöhung der Proteinzufuhr als eine äußerst
erfolgreiche Strategie erwiesen.(6,7) In Verbindung mit einem
ausgeklügelten Krafttrainingsprogramm heißt es dann: "Good bye,
muscle protein catabolism!"(8,9,10)


Im Gegensatz zu Atkins haben wir die absolute Fettmenge nicht
festgelegt. Diese errechnet sich aus der Differenz zwischen
erlaubter Kalorienzahl und Kalorien aus Protein (4 kcal/g).


Was die Kohlenhydratzufuhr betrifft, so sollte diese eigentlich
gegen NULL tendieren, was aber utopisch ist, da fast alle
Lebensmittel KHs enthalten, wenn auch nur in nicht-signifikanten
Mengen. Nichts desto trotz: Kleinvieh macht auch Mist! Deswegen
haben wir die erlaubte KH-Menge auf 10 g pro Tag angesetzt.
Hinzu kommt noch, dass wir definitiv anraten, dass man die Diät
mit ca. 30 g Ballaststoffen in der Form von Weizenkleie ergänzt.
Diese Menge sollte ausreichen, um eventuellen
Verstopfungsbeschwerden vorzubeugen!


Hier ist also die Aufteilung der PPE-MODIFIED FAT FAST DIET:


-----------------------------
Kalorien...........15 kcal/kg
Kohlenhydrate...........~10 g
Protein................2 g/kg
Fett...................(s.o.)
-----------------------------




Was die Dauer der Diät betrifft, so sei hier angemerkt, dass
die FAT FAST eine äußerst monotone und unausgewogene Diät ist.
Daher sollte man sie nicht länger als maximal sechs Wochen
durchführen. Vorausgesetzt der Körperfettanteil lag nicht
jenseits von Gut und Böse, sollten sechs Wochen mehr als genug
sein. Bei einigen Klienten reichten schon zwei Wochen und
weniger aus um die gewünschten Resultate zu erzielen.




FAT FAST KICKS SOME FAT ASS!




Referenzen:


1 McDonald L. (Erscheinungsjahr unbekannt). The Ketogenic Diet: A
Complete Guide for the Dieter and Practitioner. Kearney, NE:
Morris Publishing
2 Duchaine D. (1996). Underground Bodyopus Militant Weight Loss &
Recomposition. Carson City, NE: XIPE Press
3 Di Pasquale M. (2000). The Metabolic Diet. Austin, TX:
AllProTraining.com
4 Forbes G.B. Body fat content influences the body
composition response to nutrition and exercise. Ann N Y Acad
Sci 2000 May;904:359-65
5 Lemon P. Beyond the zone: protein needs of active individuals.
J Am Coll Nutr 2000 Oct;19(5 Suppl):513S-521S
6 Blackburn GL. Protein requirements with very low calorie
diets. Postgrad Med J 1984;60 Suppl 3:59-65
7 Bistrian DR, Winterer J, Blackburn GL, Young V, Sherman M.
Effect of a protein-sparing diet and brief fast on nitrogen
metabolism in mildly obese subjects. J Lab Clin Med 1977
May;89(5):1030-5
8 Ballor DL, Katch VL, Becque MD, Marks CR. Resistance weight
training during caloric restriction enhances lean body weight
maintenance. Am J Clin Nutr 1988 Jan;47(1):19-25
9 Ballor DL, Poehlman ET. Exercise-training enhances fat-free
mass preservation during diet-induced weight loss: a meta-
analytical finding. Int J Obes Relat Metab Disord 1994
Jan;18(1):35-40
10 Donnelly JE, Sharp T, Houmard J, Carlson MG, Hill JO,
Whatley JE, Israel RG. Muscle hypertrophy with large-scale
weight loss and resistance training. Am J Clin Nutr. 1993
Oct;58(4):561-5.




Definitionen:


STICKSTOFFBILANZ, (engl.: nitrogen balance): Differenz zwischen
dem mit Eiweiß aufgenommenen (»Protein-N«) u. dem v.a. in Harn
u. Stuhl abgegebenen Stickstoff (v.a. als Harnstoff, Harnsäure,
Creatinin); wird beeinflußt direkt z.B. durch die Quantität u.
Qualität der Eiweiß- u. Kalorienzufuhr u. durch Hormone (davon
sind positiv wirksam die anabolen wie Androgen, Östrogen,
Insulin, Somatotropin, negativ die katabolen wie Cortisol,
Thyroxin, Progesterol), indirekt – meist negativ – z.B. durch
chronische Erkrankungen, Fieber, Verbrennungen, Streß; vgl.
Stickstoffgleichgewicht. (Quelle: Roche Lexikon Medizin,
4.Auflage; © Urban & Fischer Verlag, München
1984/1987/1993/1999)






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04. RESEARCH UPDATE: Cardiovascular Training - Killing...
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Cardiovascular Training - Killing Another Myth!


Obwohl relativ viele Studien den gesundheitlichen Nutzen von
körperlicher Belastung bestätigen und untermauern, gibt es doch
nur wenige, welche sich mit der Art, vor allem aber der
Intensität diesbezüglich beschäftigen.


Lange ist man der Auffassung gewesen, dass, gerade wenn es um
die KONDITIONIERUNG des Herz-Kreislauf-Systems und die
PRÄVENTION (Vorbeugung) kardiovaskulärer Erkrankungen wie
beispielsweise Herzinfarkte und/oder Schlaganfälle geht, aerobe
Aktivitäten mit geringer/niedriger Intensität wie
Ausdauertraining, anaeroben Aktivitäten mit hoher Intensität wie
Widerstandstraining unbedingt vorzuziehen sind, da diese Herz-
Kreislauf und Lunge nicht „zweckdienlich“ belasten würden.


Mal wieder IRRTE ein Teil der Wissenschaft!


Wissenschaftler der HARVARD SCHOOL OF PUBLIC HEALTH konnten
nämlich nachweisen, dass Männer, welche 30 Minuten oder mehr pro
Woche mit Gewichten trainierten, ihr Risiko, an
kardiovaskulären Krankheiten zu erkranken, im Vergleich zu
Männern, welche kein Gewichtstraining absolvierten, um ganze 23%
senken konnten.


Diese so genannte Follow-up Studie, veröffentlicht im JOURNAL OF
THE AMERICAN MEDICAL ASSOCIATION, umfasste 44542 männliche
Probanden, welche jeweils im Abstand von zwei - und über einen
Zeitraum von zwölf Jahren bezüglich akuter kardiovaskulärer
Erkrankungen, Risiken etc. befragt wurden.


Selbstverständlich wurde auch der Ruf des Ausdauertrainings,
präventiv gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu wirken,
bestätigt. So reduzierten beispielsweise Männer, welche für eine
Stunde pro Woche oder mehr joggten im Vergleich zu denen, die
nicht joggten, das Risiko ERWATRUNGSGEMÄß um 42%. Jene, die eine
Stunde oder mehr pro Woche ruderten, konnten das Risiko im
Vergleich zu denen, welche nicht ruderten, (nur) um 18%
reduzieren.


Dr. Frank Hu, (Mit-)Autor dieser Studie sowie Professor für
Ernährungswissenschaften an der Harvard School of Public Health,
äußerte sich zu den Ergebnissen wie folgt:


“More intense aerobic exercise is more effective in improving
cardiovascular fitness because it requires the heart muscle to
work harder, to pump more blood, to get more oxygen. If the
exercise is suitable for the person, I think people should aim
for more rigorous exercise given the amount of energy
expenditure.”


Von zwei Personen also, welche einer bestimmten körperlichen
Belastung gleich lang frönen (beispielsweise eine Stunde oder
so), profitiert der INTENSIVER Trainierende mehr als der weniger
intensiv Trainierende, da er aufgrund der höheren Intensität
vermehrt Kalorien zur Energiegewinnung verbraucht (… was
wiederum die Frage aufwirft, ob der gesundheitliche Nutzen auch
auf den Kalorienverbrauch zurückzuführen ist).


Natürlich bedeutet all das jetzt nicht, dass man neben
regulärem Widerstandstraining keinen aeroben Aktivitäten mehr
nachkommen soll… man braucht es nur nicht unbedingt so isses




Referenz:


Tanasescu, M., Leitzmann, M.F., Rimm, E.B., Willett, W.C.,
Stampfer, M.J., & Hu, F.B. (2002). Exercise type and intensity
in relation to coronary heart disease in men. Journal of the
American Medical Association, 288, 1994-2000.






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05. RESEARCH UPDATE: HIT Just Ain't No Hit!!!
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Wissenschaftler der Appalachian State University konnten
nachweisen, dass ein Training bis zum Muskelversagen definitiv
NICHT notwendig ist, um einen Zuwachs an Muskelkraft zu
stimulieren.


Die im JOURNAL OF STRENGTH AND CONDITIONING RESEARCH
veröffentlichte Studie verglich zwei unterschiedliche
Trainingsroutinen/-ansätze an 17 jungen Frauen im Alter von 18-
20 Jahren miteinander, welche wiederum in Gruppen aufgeteilt
wurden. Die erste Gruppe absolvierte lediglich einen einzigen
Satz pro Übung (SS – singe set), wohingegen die andere Gruppe
nach einem Programm trainierte, welches drei Sätze pro Übung
vorsah (MSV – multiple set variation).


Zu Beginn und nach Beendigung der achtwöchigen, dreimal pro
Woche durchgeführten Routine bestimmten die Wissenschaftler das
Maximalgewicht für eine Wiederholung Kniebeugen (1RMS) sowie die
Höhe eines vertikalen Sprunges (CMVJ).


Nachdem sich die erste Gruppe (SS) mit einem Satz aufgewärmt
hatte, absolvierte sie einen weiteren Satz mit 8-12
Wiederholungen bis zum momentanen MUSKULÄREN VERSAGEN. Sobald
mehr als 12 Wiederholungen durchgeführt werden konnten, wurde
das Gewicht bei der nächsten Trainingseinheit um 2.5-5kg erhöht.


Die zweite Gruppe (MSV) trainierte nach einem SCHWER-/LEICHT-
Prinzip, worunter man das systematische Abwechseln von
intensiven (in diesem Fall schweren) und weniger intensiven
(leichten) Trainingseinheiten versteht. Montags und mittwochs
wurde schwer trainiert, am Freitag dagegen das Gewicht um ca.
20% reduziert. Auch wurden die Probanden dieser Gruppe dazu
angehalten, das Gewicht so „EXPLOSIV“ wie möglich zu bewegen (…
im Zuge dieses Prinzips wurde das jeweilig verwendete Gewicht
unterschiedlich schnell bewegt – ein leichteres Gewicht kann
schneller gedrückt, gezogen, was auch immer werden als ein
schweres).


Die abschließenden Messungen nach acht Wochen ergaben folgendes:


- Die Mehrere-Sätze-Gruppe konnte sich bei der Kniebeuge um
34.7% steigern, die Ein-Satz-Gruppe um 24.2%.
- Die Sprunghöhe (CMVJ) erhöhte sich bei der MSV-Gruppe um 11%,
die der SS-Gruppe (oh-uh) dagegen nur um lächerliche 0.3%.


Die verbesserten Adaptionen der MSV-Gruppe sind sowohl auf die
Variationen in Intensität und Volumen, als auch auf die
unterschiedlichen Bewegungsgeschwindigkeiten zurückzuführen. Die
abwechselnden Bewegungsgeschwindigkeiten beispielsweise könnten
die besseren CMVJ-Werte erklären (… da die Ein-Satz-Gruppe
ausschließlich „langsam“ trainierte).


Natürlich ist diese Studie KEIN endgültiger Beweis dafür, dass
eine Trainingsmethode der anderen überlegen ist… was auch
blödsinnig wäre, da beinahe JEDE Trainingsmethode effizient sein
kann, zumindest vorübergehend.


Um es mit den Worten von Kimberly Sanborn zu sagen,


“... training protocols using multiple sets and variation
in volume, training intensity, and exercise speed can
enhance performance to a greater extent than a single-set
to failure protocol.”


Da es aber aufgrund der anderen Variablen dieser Studie (wie
eben Bewegungsgeschwindigkeit und Intensität) relativ schwierig
ist, eine GESICHERTE Schlussfolgerung bezüglich der Effizienz
beider Trainingsmethoden zu ziehen, ist es vielleicht besser und
vor allem klüger zu sagen, dass ein Muskelversagen bei JEDER (!)
Trainingseinheit definitiv nicht notwendig ist.




Referenz:


Sanborn, K., Boros, R., Hruby, J., Schilling, B., O'Bryant,
H.S., Johnson, R.L., Hoke, T., Stone, M.E., & Stone, M.H.
(2000). Short-term performance effects of weight training with
multiple sets not to failure vs. a single set to failure in
women. Journal of Strength and Conditioning Research, 14, 328-331








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06. LEGAL ISSUES ETC.
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