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| Verfasst am: FTW @ 11.09.06 | 17:53 |
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Inhalt:
- Testosteron stärkt das Herz
- Ephedrin + Coffein verbessert Blutfettwerte
- Steroidgebrauch hat vielleicht bleibende Auswirkungen auf das Gehirn
- Niedrige Testosteronwerte in Verbindung mit Insulinresistenz und langsamen Stoffwechsel
Testosteron stärkt das Herz
Hohe Testosteronwerte wurden bisher fälschlicherweise mit so ziemlich jeder Krankheit beim Mann, von Herzattacken bis hin zu psychotischem Verhalten, in Verbindung gebracht. Die meisten dieser Unterstellungen kamen dabei in der Regeln von Anti-Drogen-Verfechtern, die zeigen wollten, wie schlimm Steroide doch sind. Sauer aufstoßen dürfte diesen Leuten wohl, was Wissenschaftler aus Santiago, Chile, jüngst herausgefeunden haben: Testosteron erhöhte in Zellkulturen von Herzmuskeln die intrazellulären Calcium-Spiegel. Herzmuskeln erhöhen die Kontraktionsfähigkeit durch Abgabe von Calcium, was bedeutet, dass erhöhte Calcumspiegel im Herzgewebe das Herz beim Schlagen unterstützen.
(Endocrinology, 147: 1386-1395, 2006)
Ephedrin + Coffein verbessert Blutfettwerte
Die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat den Verkauf von Ephedrin und Ephedra im Jahre 2004 untersagt, mit der Begründung, dass diese Supplements gefährlich und ineffktiv seien. Die meisten Studien besagen aber, dass die Kombination aus Ephedrin/Ephedra + Coffein durchaus einen Nutzen hat - nämlich übergewichtige Menschen beim Abnehmen zu unterstützen. Wissenschaftler von der University of Tennessee Medical School in Memphis haben nun bewiesen, dass die Verabreichung von Ephedrin/Ephedra + Coffein bei moderat übergewichtigen Personen eine 13%ige Abnahme des LDL (das schlechte Cholesterin) und eine 29%ige Erhöhung des HDL (das gute Cholesterin) bewirkte.
(Metabolsim Clinical Experimental, 55: 26-34, 2006)
Steroidgebrauch hat vielleicht bleibende Auswirkungen auf das Gehirn
Anabole Steroide können das Aggressivitätspotential ihrer Anwender steigern, haben allerdings nur in 10% aller Fälle drastische Auswirkungen auf die Psyche (Stichwort "Roid Rage"). Jüngste Studien haben nun nahegelegt, dass die Langzeitverwendung durchaus bleibende Auswirkungen auf das Gehirn ihrer Anwender haben könnte. Bei Frauen führt die chronische Einnahme von steroidalen Hormonen (z.B. die Pille) oftmals zu sexueller Unlust. Wissenschaftler an der Northeastern University in Boston haben nun herausgefunden, dass Hamster, denen anabole Steroide verabreicht wurden, extrem aggressiv wurden. Diese erhöhte Aggressivität wirkte noch einige Wochen nach Absetzen der Steroide nach. Die Wissenschaftler haben die Ergebnisse der Hamster auf jahrelangen Missbrauch bei Menschen umgelegt und kamen zu dem Schluss, dass der chronische Missbrauch (z.B. Dauer On) durchaus zu Langzeitfolgen führen kann.
(Behavioral Neuroscience, 120: 115-124, 2006)
Niedrige Testosteronwerte in Verbindung mit Insulinresistenz und langsamen Stoffwechsel
Männer leiden im Alter oftmals unter einer Erhöhung des Bauchfetts, Insulinresistenz und schwindender körperlicher Fitness. Begründet wird dies mit dem Absinken u.a. von Testosteron. Wissenschaftler am Massachusetts General Hospital in Boston haben herausgefunden, dass niedrige Testosteronwerte mit verminderter aerober Leistungsfähigkeit, Insulinresistenz und dem Metabolen Syndrom (Einschlafen des Stoffwechsels) beim alternden Mann in Verbindung stehen. Die Wissenschaftler mutmaßten, dass die Beschwerden durch eine Testosteronersatztherapie oder Supplements, die die Testosteronausschüttung anregen, gelindert werden könnten. Dummerweise erhöht ein erhöhter Testosteronspiegel aber auch das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken. Ein Wissenschaftler schlug daher vor, 5-Alpha-Reduktase-Inhibitoren (z.B. Finasterid) zusammen mit Testosteron zu verabreichen.
(Diabetes Care, 28: 1638-1642, 2006)
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