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| Verfasst am: FTW @ 11.09.06 | 18:11 |
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Wenn wir heutzutage an Diät, Fettverbrennung und Körperfettreduzierung denken, so assozieren wir diese Begriffe mit gewissen fettverbrennenden Mitteln, mit denen man sich der Erfüllung seiner Ziele leichter nähern kann. Schaut man sich diese Mittel genauer an so sind oft ähnliche Wirkungsmechanismen am Werke, Ephedrin, Clenbuterol als auch Salbutamol sind wohl die meistverwendeten und gehören zu den ß2-Agonisten, es wird eine adrenalinähnliche Wirkung imitiert, eine vermehrte Freisetzung von Fettsäuren, Erhöhung der Körpertemperatur, verminderter Apetit und eine Stimulierung des Zentralen Nervensystems sind die Folge, Wirkungen die einem auf jeden Fall behilflich dabei sind Fett zu verlieren.
Man muss jedoch eingestehen, dass diese Mittel sicherlich nicht die optimale "Lösung" darstellen, auch verträgt nicht jeder solche Mittel, insbesondere die kardiovaskuläre Belastung ist nicht zu unterschätzen.
Die direkte fettverbrennende Wirkung dieser Mittel ist schlichtweg schwach.
Andere Mittel wie T3 und DNP sind wesentlich effektiver, bringen aber zuviele potentielle Nebenwirkungen mit sich bishin zu einem lebensgefährlichen Risiko im Falle des DNP.
Das Wachstumshormon (Somatropin) hat auch eine Auswirkung auf die Fettverbrennung, jedoch wirkt es sich hauptsächlich auf das viscerale Fettgewebe (umschließt die Organe etc.) aus und ist allemal nicht so effektiv wie es oft propagiert wird.
Einige, insbesondere Naturalbodybuilder werden vielleicht das Argument einbringen, man bräuchte doch gar kein Fettverbrennungsmittel bzw. wäre das bloß eine Nebensache und man müsste sich auf Diät und Ernährung konzentrieren, denn das wäre das Fundament für einen soliden Fettverlust, alles andere wäre eher unnütz und etwas für "faule" und "disziplinlose" Sportler.
Nun eine korrekte Diät und alles was dazugehört ist und bleibt natürlich sehr wichtig, man kann sich nicht ständig Fehler in der Ernährungsweise gönnen und versuchen diese durch solche Mittel auszugleichen, jetzt kommt aber das große "aber" , jedoch muss man klar und ehrlich darauf hinweisen, dass der Fettanteil sowie Muskelanteil direkt mit den Genen zusammenhängt.
Es gibt Sportler mit ausgezeichneten Genen, die selbst bei teilweise falscher Ernährung und Training einen niedrigen Fettanteil haben und dennoch Muskelzuwächse verzeichnen, die Benutzung von Steroiden und anderen Mitteln eröffnet solchen "genetisch beglückten" noch mehr Möglichkeiten.
Andere hingegen quälen sich mit Diäten rum, wechseln immer wieder Trainingspläne, ja benutzen selbst gewisse Mittel und erzielen trotzdem schlechtere Ergebnisse. Egal wie viel solche Personen in ihren Sport investieren, es zahlt sich kaum aus. Sie werden schlichtweg niemals natural ihre Ziele erreichen, den eines harten, "lean Body" der ihnen vorschwebt und auf den Covern von irgendwelchen Männermagazinen von den Medien als der "Idealkörper" präsentiert wird, man muss ehrlich sein und diesen Punkt betonen.
Es sind die Gene und die richtige "Chemie" die den erfolgreichen Sportlern zu großartigen optischen Erfolgen verhelfen, dieser Aspekt wird von vielen viel zu weit unterschätzt, denn man möchte schließlich nicht der breiten Masse den Eindruck vermitteln ohne die richtige chemische Unterstützung und Veranlagung ihre Ziele nie zu erreichen.
Interessant nicht?
Manche werden mir an dieser Stelle vorwerfen den leichten Weg zu bevorzugen, Leute mit solchen Problemen zu entmutigen etc., darauf kommt es mir nicht an, es geht schlichtweg darum einige Dinge beim Namen zu nennen die manche nicht gerne hören wollen, da sonst die alte Devise "Ohne Schweiß kein Preis" nicht zu 100% gilt. Man muss versuchen zu begreifen wieso es solche, oft dramatische Unterschiede zwischen den einzelnen Sportlern gibt.
Es bleibt jedem somit auch selbst überlassen sich mit seinen genetischen Einschränkungen abzufinden oder zu versuchen diese zu überwinden.
Ich persönlich mag keine Einschränkungen, egal von wem sie mir auferlegt werden, also schaue ich mir die Möglichkeiten mal genauer an, diese Grenzen zu sprengen und was es den leichten Weg angeht, das Leben ist nicht fair, wer sagt dass wir auch fair spielen müssen?
Worauf will ich nun hinaus?
Schließlich geht es bei dem Thema um Fettverbrennung und mögliche Mittel diese zu unterstützen um zu einem sehr niedrigen Fettanteil zu kommen der unverzichtbar ist für einen harten, definierten und ästhetischen Look.
Das Problem an der ganzen Sache ist, dass man sich in Deutschland so ziemlich an einige bekannten Mitteln wie den schon genannten und deren Wirkungswegen festhält.
In den USA dagegen scheint man uns zumindest in der Hinsicht weiter vorraus zu sein und erforscht mehrere Methoden das Problem anzugehen.
Man hat versucht es durch das Eingreifen in die verschiedenen Stoffwechselvorgänge zu lösen (Stimulierung durch adrenalinähnliche Substanzen, Stimul. durch Schilddrüsenhormone, durch ATP-Entkopplung (DNP) etc., sollte man dem Problem jedoch nicht an seinem Ursprung begegnen?
An der Stelle von der aus sämtlich Vorgänge, auch die des Fettstoffwechsels gesteuert werden?
Na welche Stelle meine ich? Es ist schlichtweg das Gehirn.
Was genau hat Bromocriptin damit zu tun? Um dies zu erklären muss ich leider etwas ausschweifen aber ich werde es verständlich halten.
Das Stichwort heißt Leptin.
Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen Leptin und Fettanteil, Menschen die schwach auf Leptin reagieren, also eine Desensibilisierung bzw. schwächere Aktivität der Leptinrezeptoren aufweisen legen schnell an Fett zu, essen wesentlich mehr als notwendig und haben einen langsameren Stoffwechsel (1,2),
selbst nach Diäten kommt das meiste des verlorenen Fetts zurück .
Der Körper bzw. das Hirn scheint einen gewissen Fettanteil und gewisse Stoffwechselvorgänge erzwingen zu wollen, da genetisch vorgegeben (da kommt das Stichtwort Gene wieder vor). Es gibt einen sogenannten Setpoint, scheinbar einen Wert der bei jedem Menschen vorgegeben ist, dieser entscheidet wie hoch der Fettanteil sein wird.
Menschen die sensibel auf Leptin reagieren hingegen, wissen genau wann sie satt sind, nehmen scheinbar immer genau dir richtige Kalorienmenge zu sich und ihr Körper (und das ist das wichtigste) scheint kaum Fett zu speichern, das Idealbeispiel sind stark mesomorph veranlagte Athleten, die locker Muskulatur zulegen aber kaum Fett ansetzen.
Wäre es nicht großartig eine solche Möglichkeit auch anderen Menschen mit "schlechteren" Genen zu eröffnen?
Was genau tut Leptin?
Leptin wird in Fettzellen selbst produziert und gehört zum Regelkreis des Fettstoffwechsels. Solange wir genug Kalorien zuführen signalisieren die Fettzellen durch eine Leptinausschüttung, dass alles in bester Ordnung ist und sie auch genug Nahrung erhalten, Leptin wiederum löst eine Dopaminausschüttung im Hirn hervor, damit zeigen die Fettzellen dem Hirn, dass sie nicht am verhungern sind, dies geschieht aber in einer Diät, eine Diät ist für den Körper nichts weiter als ein bedrohliche Verhungerungssituation, der er versucht entgegenzukommen.
Senkt man die Kalorienzufuhr um unter den zum Teil genetisch programierten Körperfettsetpoint zu kommen, wird dies vom Hirn registriert, da die Leptinfreisetzung durch die Fettzellen sinkt, die Dopaminausschüttung wird verringert und damit eine ganze Kettenreaktion hervorgerufen, der Körper passt sich an und schüttet das Neuropeptid Y (NYP) und das cortisonfreisetzende corticotropin-realising hormone (CRH) frei (3), NPY ruft die bekannten Hungerattacken aus, stimuliert die Lipogenese und ruft eine stärkere Speicherung von Glucose in den Fettzellen als im Muskel hervor und fährt den Stoffwechsel generell runter, das CRH wiederrum löst eine Cortisonfreisetzung aus , Cortison erhöht nicht nur die Fettspeicherung in viseceralem Fettgewebe (4), es baut zusätzlich Muskulatur ab. Das eine Diät somit regelrecht verheerende Folgen für die Körperzusammensetzung haben kann ist offensichtlich.
Der Setpoint, also der festgesetzte Körperfettgehalt wird vom im Hirn festgelegten Dopaminlevel bestimmt, unterschreite ich diesen Level durch weniger Kalorien löse ich sofort die Ausschüttung des NPY und CRH aus, um das zu vermeiden muss ich also meinem Körper immer soviel Kalorien liefern wie er es von mir verlangt um auch den erwünschten Dopaminlevel zu halten und mich mit meinem genetisch festgelegten Körperfettanteil abfinden.
Solange genug Leptin von den Fettzellen ausgestoßen wird, solange schüttet das Hirn bzw. Hypothalamus und Hypophyse Hormone aus, die wiederrum z.B. die Schilddrüse stimulieren T4/T3 auszuschütten oder die Nebennierenrinde Adrenalin zu produzieren, diese Hormone wirken im Fettstoffwechsel mit so wie wir es wissen.
Man hat in einer Diät somit mehrere unerwünschte Nebenwirkungen gleichzeitig, die ständigen Hungerattacken mal aussen vor gelassen.
Man kommt ausserdem somit nicht über den festgesetzten Punkt, über seine genetischen Limits nicht hinaus da das Hirn immer wieder regulierend eingreift bedingt durch das Leptin. Es sei denn man greift zu haufenweise Mitteln wie die meisten Bodybuilder, jedoch ist dies nur eine zeitlich begrenzte Lösung des Problems.
Ziemlich gemein oder?
Es ist als ob der eigene Körper einen hassen würde, dabei versucht er uns bloß vor dem Verhungern zu retten.
Man müsste doch somit direkt in diesen Regelkreis irgendwie eingreifen können, nur wie?
Eine Möglichkeit wäre doch Leptin von aussen zuzuführen, man würde dem Körper ja vorgaukeln, die Fettzellen wären nicht bedroht und alles wäre in bester Ordnung. Die Stoffwechselvorgänge würden weiterhin normal ablaufen und man könnte auf einer Diät Fett verlieren ohne dass es der Körper merkt und nicht auf Sparflamme schaltet oder unsere Muskulatur angreift.
Wäre das nicht ideal?
Nur gibt es da ein kleines Problem. Leptin ist für Normalsterbliche viel zu teuer, die Kosten pro Monat wären viel zu hoch würden sich in 5-stelligen Bereichen bewegen.
Ausserdem würde man damit nicht unbedingt das Problem an sich beseitigen, denn wie wir wissen haben Menschen mit einem höheren Körperfettanteil desensibilisierte Leptinrezeptoren und da würde auch eine Leptinsupplementierung eventuell nicht siginifikant genug sein um genug Dopamin freizusetzen.
Schade nicht?
Was hat Bromocriptin, das wesentlich günstiger ist, ja geradezu lächerlich wenig kostet damit zu tun?
Bromocriptin ist ein Dopaminagonist, es wirkt somit ähnlich wie Dopamin selbst und wird für unterschiedlichste Zwecke eingesetzt, kann auch gegen eine zu hohe Prolactinausschüttung helfen und soll somit gegen die sehr seltene, durch Trenbolon hervorgerufene Gynekomastie Abhilfe schaffen, dies allerdings ist eher ein Mythos denn Androgene senken die Prolactinausschüttung eher.
Bromocriptin wird bei der Parkinsonkrankheit eingesetzt um den Dopaminmangel auszugleichen. Man sollte jedoch wegen des Einsatzgebietes dieses Mittels nicht glauben es wäre stark gesundheitsgefährdend, selbstverständlich verfügt es über Nebenwirkungen jedoch sind diese minimal ja kaum vergleichbar mit üblichen Fettverbrennungsmitteln. Eine geringe Dosis reicht ausserdem vollkommen aus um einen Effekt zu erzielen, die Dosis liegt sogar unter der die bei manchen Parkinsonpatienten eingesetzt wird.
Nebenwirkungen treten wie gesagt kaum auf, Bromocriptin wirkt sich bei Menschen mit Akromegalie senkend auf die Wachstumshormonproduktion aus während es diese bei gesunden Menschen erhöht, die Beeinflussung der Testosteronwerte ist umstritten, einige behaupten es würde sie senken, andere empfehlen es sogar in der Absetzphase. Es soll ausserdem einen leicht negativen Effekt auf das Immunsystem haben, sollte man insbesondere beachten wenn man Steroide einsetzt, da sie sich auch darauf negativ auswirken.
Bromocriptin ruft bei den meisten insbesondere am Anfang der Behandlung Müdigkeit und Schläfrigkeit hervor, man fühlt sich am Anfang generell etwas strange, aufgrund der verbesserten Insulinsensibilität unterzuckert man etwas auf dem Mittel. Kopfschmerzen und Übelkeit treten eher selten auf und sind durch ein vorsichtiges Einschleichen zu vermeiden.
Setzt man also Bromocriptin ein, kann man einen leptinähnlichen bzw. dopaminähnlichen Effekt erzielen.
Und was heißt das für uns?
Es eröffnet zahlreiche Möglichkeiten. Nimmt man Bromocriptin ein, so registriert der Körper während einer Diät die Absenkung des Dopaminspiegels nicht, es kommt zu keiner vermehrten Ausschüttung von NPY oder CRH, es reichen nun geringere Nahrungsmengen um sich satt zu fühlen und zu vermeiden, dass der Körper etwas gegen den Fettabbau unternimmt oder anfängt Muskulatur abzubauen. Obwohl man sich also im Kaloriendefizit befindet befinden sich die Hormonwerte auf dem Normalstand, kein Absenken von T4/T3, Testosteron, GH etc. Dopaminagonisten haben eindeutig diesen Effekt. (5,8)
Der Körper stellt seinen Stoffwechsel um, er glaubt selbst bei einer Diät kein Fett oder kaum Fett zu verlieren, da dem Hirn signalisiert wird, die Fettzellen würden genug Nahrung bekommen, was passiert ist ein
" Umverteilungseffekt" der zugeführten Nahrung, es wird eher zum Muskelaufbau und Erhaltung eingesetzt statt die Fettzellen zu erhalten, da der Körper glaubt er würde kein Fett verlieren.
Man verliert also mehr Fett und schützt damit die Muskulatur.
Es ist als ob man über die Gene eines gut veranlagte Sportlers verfügen würde, man setzt kaum Fett an und baut leichter Muskulatur auf.
Dies ist nicht nur nützlich für eine Diät, selbst Massephasen in denen man weniger Fett zulegt als es normalerweise der Fall wäre, sind damit möglich.
Man isst durch Bromocriptin automatisch weniger, man führt sich weniger Kalorien zu , selbst in der Massephase, jedoch laufen die Stoffwechselvorgänge so ab, dass ein für den Muskelaufbau positives Umfeld geschaffen wird trotz weniger Kalorien, jedoch kein Fett mehr gespeichert wird es ja sogar zu Fettverlusten kommt. Es optimiert die Funktionsweise des Körpers sozusagen und erleichtert einem das Erreichen des angestrebten Ziels.
Es verbessert darüber hinaus die Insulinsensibilität, jedoch wurde es nicht von der FDA als Medikament für die Behandlung von Diabetes 2 zugelassen, wobei diese Entscheidung ziemlich umstritten ist, da genügend Studienmaterial zu dem Thema existiert. (6,7)
In den USA setzt man schon auch in der BB-Szene seit längerem auf dieses Mittel und es scheint auf jeden Fall eine gute Wirkung zu zeigen. Man darf sich von keinem Mittel Wunder erhoffen und Bromocriptin ist nur einer der ersten Schritte, wohl in die richtige Richtung, das Problem um den Fettabbau an der Wurzel zu packen und dürfte zumindest einen Versuch wert sein.
Ein wesentlich potenteres Mittel, Pergolide wird schon als eine noch stärkere Variante erwogen, da es die Wirkung des Bromocriptin mg für mg übertrifft, ich würde aber eher davon vorerst abraten, da keine Erfahrungswerte vorliegen und mit mehr Wirkung oft mehr Nebenwirkungen einhergehen.
Bromocriptin dürfte vorerst ausreichen um damit gewisse Erfahrungen zu sammeln.
Das gesamte Thema wurde insbesondere durch den amerikanischen "Fat-Loss Profi" Lyle McDonald ins Gespräch gebracht und es gibt auch ein entsprechendes Buch von ihm zu dem Thema.
Es handelt sich um ein rezeptpflichtiges Medikament also wird auch nicht jeder an dieses Mittel herankommen, der Preis ist schwankend ungefähr um die 50 Euro für 100 Tab. je 2,5 mg dieses Mittels (reicht somit für 50 Tage einer hochdosierten 5mg/Tag Anwendung aus) und ist somit mehr als günstig , ja regelrecht billig.
So dann wären wir schon bei der Anwendung des Mittels, es existieren verschiedene Meinungen darüber aber ich würde eine morgendliche Einnahme von 2,5 mg am Anfang der Behandlung empfehlen, man kann sich dann falls erwünscht bis zu 5mg (2,5mg morgens und Mittags, obwohl manche sogar die gesamte Einnahme auf den Morgen verlegen) steigern, oft muss man wohl experimentieren um die beste Dosis für einen selbst herauszufinden. Einen genauen Einnahmezeitraum gibt es nicht, manche nehmen es sogar das ganze Jahr über.
Solange man Bromocriptin nimmt täuscht man dem Körper vor man würde über den vom Hirn erwünschten Fettanteil verfügen und sich auch nicht im Kaloriendefizit bewegen, setzt man das Mittel ab geht das Spiel sehr wahrscheinlich von vorne los, wie schon in meinem PPAR Artikel erwähnt ist man als endomorph veranlagter Athlet regelrecht dazu verdammt entweder sein ganzes Leben lang zu hungern oder aber mit chemischen Mitteln in den Stoffwechsel einzugreifen und definiert und schlank zu bleiben, es klingt sicherlich nicht gerade schön für die meisten von uns, aber das sind leider die harten Fakten, egal ob sie manch ein „Experte“ oder Nahrungswissenschaftler oder Naturalbodybuilder hierzulande akzeptieren will oder nicht.
Damit kämen wir zum letzten Punkt dieses Artikels.
Den „Experten“.
Ich habe diesen Artikel der schon etwas älter ist schon mal gepostet, dies ist jedoch eine überarbeitete Version desselbigen. Ich durfte mir als Reaktion auf diesen Artikel teilweise in manchen Foren viel Schwachsinn anhören, insbesondere von 1-2 Personen, die dachten sich durch Kritik an meiner Person aufspielen und profilieren zu müssen und diejenigen wissen wer damit gemeint ist, unteranderem folgende Dinge wurden mir vorgeworfen:
1)Mein Artikel wäre nichts weiter als „zusammengeschnitten“ (also irgendwo kopiert)
2)Bromocriptin wäre wirkungslos für unsere Zwecke
3) Bromocriptin wäre viel zu gefährlich und ich wäre ahnungslos und mein Artikel regelrecht eine Werbung für das Mittel
4) Ich hätte kein entsprechendes Studienmaterial beigefügt um meine Behauptungen zu stützen
Ich habe länger überlegt ob ich auf diese Behauptungen eingehen sollte und tue es hier und jetzt um mir später so etwas zu ersparen, also:
Zitat:
1. Mein Artikel ist sicherlich nicht zusammengeschnitten, ich habe als Quellen das Bromocriptinbuch von Lyle McDonald dem „Fatlossking“, Artikel von Nandi (sollt einigen ein Begriff sein), Erfahrungswerte und Daten aus 2 sehr angesehenen amerikanischen Foren (Avantlabs und Cuttingedgemuscle) und Studien aus dem Pubmed.gov Archiv gebraucht.
Nur weil die von mir erwähnte Person selbst scheinbar nicht rhetorisch begabt ist, noch eventuell über die sprachlichen Fähigkeiten und Gewandheit verfügt einen solchen Artikel zu verfassen, sollte sie vielleicht bedenken, dass es manche Menschen können. ;)
2. Ich habe die Funktionsweisen und den Regelkreislauf von Leptin, Dopamin, NPY,CRH etc. verständlich dargelegt, das ein Dopaminagonist sich somit direkt auf den Fettstoffwechsel auswirkt dürfte für jeden logisch denkenden Menschen zu erkennen sein. Da müsste ich noch nicht mal solch klare und überdeutliche Studien wie z.b diese präsentieren, die selbst solchen Pseudoexperten doch einiges verdeutlichen müssten. (9)
Ich könnte auch weitere zahlreiche Studien zu Bromocriptin und Fettleibigkeit hinzufügen wie diese (10,11) oder schon einige genannte wie (6,7,8).
Eventuell ist das aber irrelevant, denn manche Menschen bilden sich ein sie könnten jede Studie zu diesem Thema als voreingenommen und falsch bezeichnen, obwohl sie von zig unterschiedlichen Instituten und Personen gemacht wurden.
3. Bromocriptin ist seit 30 Jahren auf dem Markt, dieses Mittel wurde in zahlreichen Studien benutzt und es gibt wahrlich haufenweise Material dazu. Es ist ein ziemlich sicheres Mittel und das auch selbst bei sehr langen Einnahmezeiträumen und das bei Dosisbereichen zwischen 1,25 und 80mg (!!!), wie in dieser Studienzusammfassung dargelegt. (12)
Wir brauchen lediglich einen Dosisbereich von 2,5-5mg um von den nahrungsumverteilenden Effekten des Bromocriptin zu profitieren, und keine 80mg.
Die „Experten“ die Bromo für viel zu gefährlich halten tun dies nur weil dieses Medikament mitunter auch bei Parkinsonkranken eingesetzt wird, sie versuchen also durch das Anwendungsgebiet eines Wirkstoffs seine Gefährlichkeit einzuschätzen, eine ziemlich komische Methode.
Diese Personen berufen sich ausserdem immer wieder auf die FDA, die Bromocriptin nicht als Diabetes 2 Mittel zugelassen hat (liebe „Experten“ das heißt nicht, dass Bromo sonst nicht benutzt wird), genau diese Personen sind es wahrscheinlich, die sich aber haufenweise Ephedrin schmeißen um den Körperfettanteil zu reduzieren, übrigens Ephedrin wurde als Supplement zu diesem Zwecke von der FDA verboten, die Ironie des Schicksals...
4. Nun zu diesem Punkt brauche ich wahrlich nicht viel zu sagen. Die Studien sind unten für jeden Menschen mit gesunden Augen und der Fähigkeit zu lesen, sichtbar, vorrausgesetzt man will sie sehen und verschließt die Augen nicht davor.
Ich habe in der Tat nichts dagegen wenn man kritisch mit meinen Artikeln umgeht, es ist ja sogar erwünscht, aber dann bitte mit entsprechenden Fakten und etwas Sachlichkeit. Etwas was ich bei den Kritikern nicht finden konnte, vielmehr einen regelrecht beleidigenden Ton in meine Richtung.
Aufgrunddessen und weil keine Fakten von dieser/diesen Person/en vorgebracht wurden, könnte ich diese einfach mal als Dummschwätzer bezeichnen, aber ich werde mir so etwas mal verkneifen.
So das wäre auch das Ende dieses etwas umfangreich geratenen Artikels, hoffe es war nicht zu unübersichtlich und gut verständlich, aber es war mir wichtig mit einigen Dingen aufzuräumen.
Ich will noch einmal betonen, dass Bromocriptin keinesfalls eine Wunderdroge ist, jedoch den richtigen Ansatz für die Behebung des Problems darstellt, noch wird dieses Mittel von allen Personen als für sie richtig empfunden werden, manche finden die Nebenwirkungen wie Müdigkeit unterträglich und störend, während andere diese Probleme nicht haben werden etc.
Falls Fragen oder Anmerkungen offen sein sollten scheut euch nicht sie vorzubringen.
IvanDrago
Verwendete Studien:
Zitat:
(1)
Banks WA et al. Impaired transport of leptin across the blood-brain barrier in obesity.
Peptides (1999) 20:1341-5.
(2)Lee JH et al. Leptin resistance is associated with extreme obesity and aggregates
in families. Int J Obes (2001) 25: 2471-1473.
(3)
Rohner-Jeanrenaud F. Neuroendocrine regulation of nutrient partitioning.
Ann NY Acad Sci (1999) 892:261-71.
(4)
Andrew R, Phillips DI, Walker BR.Obesity and gender influence cortisol secretion and metabolism in man.J Clin Endocrinol Metab. 1998 May;83(5):1806-9.
(5) Bina KG and AH Cincotta. Dopaminergic agonists normalize elevated
hypothalamic neuropeptide Y and corticotropin-releasing hormone, body weight gain,
and hyperglycemia in ob/ob mice. Neuroendocrinology (2000) 71: 68-78
(6)
Cincotta, AH and AH Meier. Bromocriptine (ergoset) reduces body weight and
improves glucose tolerance in obese subjects. Diabetes Care (1996) 19: 667-670.
(7) Pijl H. et al. Bromocriptine: A novel approach to the treatment of type 2 diabetes.
Diabetes Care (2000) 23: 1154-1161.
(8) Cincotta A.H. et al. Bromocriptine inhibits the seasonally occurring obesity,
hyperinsulinemia, insulin resistance, and impaired glucose tolerance in the syrian
hamster, mesocricetus auratus. Metabolism (1991) 40: 639-644.
(9) Regan CJ, Duckworth R, Fairhurst JA, Maycock PF, Frayn KN, Campbell IT.
Metabolic effects of low-dose dopamine infusion in normal volunteers.
Clin Sci (Lond). 1990 Dec;79(6):605-11.
(10) Cincotta AH and AH Meier. Reductions of body fat stores and total plasma
cholesterol and triglyceride concentrations in several species by bromocriptine
treatment. Life Sci (1989) 45: 2247-2254.
(11) Meier AH et al. Timed bromocriptine administration reduces body fat in obese subjects and hyperglycemia in type II diabetes. Experientia (1992)
(12) Weil C. The safety of bromocriptine in long-term use: a review of the literature.
Curr Med Res Opin (1986) 10:25-51.
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