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| Verfasst am: FTW @ 10.09.06 | 18:11 |
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Sanofi-aventis bringt im nächsten Jahr den Wirkstoff Rimonabant auf den Markt, einen Cannabinoid-Rezeptoren-Blocker:
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Rimonabant ist der erste Vertreter einer neuen Klasse von Medikamenten, den sogenannten CB1-Blockern. Über eine selektive Blockade von CB1-Rezeptoren - sowohl zentraler als auch peripher, in Fettzellen und Leberzellen - trägt Rimonabant zur Normalisierung eines überaktiven Endocannabinoid-Systems bei.
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Das Gewicht wurde bei Patienten, die mit Rimonabant 20 mg/Tag behandelt wurden, um 5,3 kg reduziert vs. 1,4 kg bei den Patienten in der Plazebo-Gruppe ( p <0,001). Außerdem profitierten Patienten, die mit Rimonabant 20 mg behandelt wurden, von einer Reduktion des Taillenumfangs um 5,2 cm versus 1,9 cm in der Plazebo-Gruppe (p<0,001). |
Hier mal der gesamte Text, ich kann leider keinen Link setzen, da es von der firmeninternen Site kommt.
Im übrigen wirkt Rimonabant auch hervorragend als Nikotin-Entwöhner!!!
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Pressemeldung | 15. Juni 2005
Die Rimonabant-Studie belegt signifikante Verbesserungen von HbA1c und kardiometabolischen Risikofaktoren bei Patienten mit Typ-2-Diabetes
Ergebnisse der RIO-Diabetes-Studie, vorgestellt anlässlich des Jahreskongresses der American Diabetes Association in San Diego
Liège, Belgien, 12. Juni 2005 - Die berichteten Ergebnisse einer einjährigen Phase-III-Studie bei 1045 Patienten mit Typ-2-Diabetes, die mit Rimonabant behandelt wurden, dem ersten Vertreter einer neuen Klasse von Therapeutika - den sogenannten selektiven CB1-Blockern - zeigten, dass Rimonabant 20 mg zu signifikanten Verbesserungen von HbA1c (ein Maß für die Blutzuckerkontrolle), Dyslipidämie (abnorme Blutfettspiegel) und systolischem Blutdruck führte und gleichzeitig eine deutliche Reduktion der abdominalen Adipositas bei Patienten mit Typ-2-Diabetes bewirkte, die mit oralen Antidiabetika behandelt wurden und eine weitere Kontrolle benötigten. Die Studie untersuchte auch das Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil von Rimonabant im Vergleich zu Plazebo bei Patienten mit Typ-2-Diabetes.
Die 1-Jahres-Ergebnisse der RIO-Diabetes-Studie wurden heute auf dem Jahreskongress der American Diabetes Association in San Diego, Kalifornien, von André Scheen, Leiter der Klinischen Pharmakologie, Abteilung für Diabetes, Ernährungs- und Stoffwechselstörungen, Akademische Klinik Liège, Universität Liège, Belgien, verantwortlicher Prüfarzt der RIO-Diabetes-Studie und Mitglied des Steering Committee des RIO-Programms vorgestellt.
"Die RIO-Diabetes-Studienergebnisse zeigten, dass Rimonabant zu einer klinisch relevanten Reduktion von HbA1c führte und eine Verbesserung eines breiten Spektrums kardiometabolischer Risikofaktoren bewirken kann, die für eine umfassende Behandlung von Patienten mit Typ-2-Diabetes entscheidend sind," erläuterte Professor Scheen.
Ziele und Design der RIO-Diabetes-Studie
Die RIO-Diabetes-Studie ist eine von vier Phase-III-Studien, die das RIO-Programm umfasst, in dem die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Rimonabant im Hinblick auf eine Verbesserung kardiometabolischer Risikofaktoren und eine Gewichtsabnahme bei mehr als 6.600 übergewichtigen und adipösen Patienten weltweit untersucht wurden. Alle vier Studien im Phase-III-Programm wurden abgeschlossen.
RIO-Diabetes ist eine multinationale, multizentrische, randomisierte, doppelblinde und plazebokontrollierte Phase-III-Studie, in der zwei Therapieschemen mit fixer Dosis von Rimonabant (5 mg und 20 mg einmal täglich) mit Plazebo über einen Zeitraum von einem Jahr verglichen wurden. Die Studie wurde bei 1.045 Patienten mit Typ-2-Diabetes an 151 Zentren in 11 Ländern durchgeführt. Die Studienziele bestanden in der Untersuchung der Wirksamkeit und Verträglichkeit von Rimonabant bei Patienten mit Typ-2-Diabetes, die bereits mit Metformin oder einem Sulfonylharnstoff behandelt wurden. Die Studie untersuchte die Wirkung von Rimonabant auf HbA1c, Taillenumfang, Körpergewicht und andere kardiale/metabolische Risikofaktoren wie Dyslipidämie und Blutdruck sowie Metabolisches Syndrom. Sicherheit und Verträglichkeit wurden während der einjährigen Behandlungsperiode ebenfalls untersucht.
Ergebnisse der RIO-Diabetes-Studie
Von allen Patienten, die in die RIO-Diabetes-Studie aufgenommen wurden, erreichten Patienten unter der Therapie mit Rimonabant 20 mg eine HbA1c-Reduktion von 0,7% versus Plazebo (p<0,001) bezogen auf einen Ausgangswert von 7,3%. 43% der Patienten unter Rimonabant 20 mg verglichen mit nur 21% der Patienten unter Plazebo (p<0,001) erreichten einen HbA1c-Wert unter 6,5%, das Therapieziel, das von der International Diabetes Federation (IDF) 1 und der American Association of Clinical Endocrinologists (AACE) 2 festgelegt wurde. In der Patientengruppe mit einem HbA1c-Ausgangswert über 7%, dem Therapieziel der American Diabetes Association 3 , konnte bei 52,7% der Patienten unter Rimonabant 20 mg vs. 26,8% der Patienten unter Plazebo (p<0,001) das HbA1c bis Studienende unter diesen Zielwert gesenkt werden. Mehr als 50% der Verbesserung von HbA1c, die unter Rimonabant 20 mg feststellbar war, wurden den Berechnungen zufolge über die Verbesserung hinaus erreicht, die auf den erzielten Gewichtsverlust zurückführbar war (p<0,001).
"Beachtenswert an den Ergebnissen der RIO-Diabetes-Studie ist, dass selbst in einer Patientenpopulation mit einem durchschnittlichen HbA1c-Wert an einem Punkt, an dem eine weitere Kontrolle schwierig zu erreichen ist, mit Rimonabant trotzdem noch eine klinisch relevante Reduktion von HbA1c erreicht werden konnte," so Professor Scheen.
Das Gewicht wurde bei Patienten, die mit Rimonabant 20 mg/Tag behandelt wurden, um 5,3 kg reduziert vs. 1,4 kg bei den Patienten in der Plazebo-Gruppe ( p <0,001). Außerdem profitierten Patienten, die mit Rimonabant 20 mg behandelt wurden, von einer Reduktion des Taillenumfangs um 5,2 cm versus 1,9 cm in der Plazebo-Gruppe (p<0,001).
"Der Gewichtsverlust, bei Patienten mit Diabetes über den unter der Therapie mit Rimonabant berichtet wurde, kann ein bedeutendes Ergebnis sein," sagte Dr. Michael D. Jensen, Professor of Medicine, Mayo Clinic College of Medicine, Rochester, Minnesota. "Die Blutzuckerkontrolle mit den gegenwärtigen Therapien führt häufig zu einer Gewichtszunahme. Diese Gewichtszunahme kann den Nutzen der Therapie vermindern und die Gesamtbesserung des kardiometabolischen Risikos reduzieren," fügte er hinzu.
HDL-Cholesterin und Triglyzeride wurden bei den mit Rimonabant 20 mg/Tag behandelten Patienten während der gesamten einjährigen Therapieperiode signifikant gebessert. Bei allen Studienpatienten erhöhte sich das HDL-Cholesterin um 15,4% in der mit Rimonabant 20 mg/Tag behandelten Gruppe vs. 7,1% in der Plazebo-Gruppe (Rimonabant 20 mg/Tag vs. Plazebo ( p <0,001), ein Unterschied von 8,3 % im Vergleich zu Plazebo). Darüber hinaus wurden die Triglyzeride bei den mit Rimonabant 20 mg/Tag behandelten Patienten um 9,1% reduziert im Vergleich zu einem Anstieg von 7,3% in der Plazebo-Gruppe ( p <0,001), ein Unterschied von 16,4 % im Vergleich zu Plazebo. Analog dem HbA1c wurden mehr als 50 % der Verbesserung der HDL-Spiegel den Berechnungen zufolge über die auf den erzielten Gewichtsverlust zurückführbare Verbesserung hinaus erreicht ( p <0,001). Zusätzlich zu den Verbesserungen des Lipidprofils wurde in der mit 20 mg Rimonabant behandelten Gruppe eine 18,9%ige Reduktion der Prävalenz von Patienten, die den Kriterien für ein Metabolisches Syndrom entsprachen, erreicht im Vergleich zu einer Rate von 7,6% in der Plazebo-Gruppe ( p =0,007). Das Metabolische Syndrom ist eine Konstellation von Stoffwechselanomalien, die mit Abdominaler Adipositas zusammenhängen, wie erhöhter Nüchternblutzucker, großer Taillenumfang, atherogene Dyslipidämie (niedriges HDL-Cholesterin oder hohe Triglyzeride) und erhöhter Blutdruck, die jeweils mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen verbunden sind. 4
RIO-Diabetes-Studie - Sicherheit & Verträglichkeit
Die RIO-Diabetes-Studie untersuchte auch die Sicherheit und Verträglichkeit von Rimonabant 20 mg, 5 mg und Plazebo; die Ergebnisse entsprachen den Daten aus dem gesamten Rimonabant-Phase-III-Studienprogramm, das 6.600 Patienten einbezog. Nebenwirkungen waren meist leicht und vorübergehend; am häufigsten waren Übelkeit (12,1% für Rimonabant 20 mg/Tag vs. 5,7% für Plazebo), Schwindel (9,1% für Rimonabant 20 mg/Tag vs. 4,9% für Plazebo), Durchfall (7,4% für Rimonabant 20 mg/Tag vs. 6,6% für Plazebo), Erbrechen (5,9% für Rimonabant 20 mg/Tag vs. 2,3% für Plazebo), Hypoglykämie (5,3% für Rimonabant 20 mg/Tag vs. 1,7% für Plazebo), Müdigkeit (5,3% für Rimonabant 20 mg/Tag vs 3,7% für Plazebo) und Angst (5,0% für Rimonabant 20 mg/Tag vs 2,6% für Plazebo). Die Abbruchraten aufgrund unerwünschter Ereignisse entsprachen den Raten, die aus anderen Studien im RIO-Programm berichtet wurden (13,8% im Therapiearm mit Rimonabant 20 mg versus 7,2% im Plazebo-Arm nach einem Jahr in allen vier RIO-Studien).
Intraabdominale Adipositas und Diabetes
Derzeit entwickelt sich eine weltweite Diabetes-Pandemie; die Anzahl von Diabetikern wird voraussichtlich von heute 194 Millionen bis zum Jahr 2025 auf 333 Millionen ansteigen. 5 Der Typ-2-Diabetes ist mit einem deutlich erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen verbunden, sowie die höhere Prävalenz einer Abdominalen Adipositas und anderer kardiometabolischer Risikofaktoren, die mit dem Metabolischen Syndrom bei Patienten mit Typ-2-Diabetes assoziiert ist, erklärt den Großteil dieses Risikos. Neuere Ergebnisse zeigen, dass die Abdominale Adipositas ein weitaus besserer Vorhersagefaktor für einen Herzinfarkt ist als das Gewicht oder der BMI. 6 Die Abdominale Adipositas kann einfach und schnell anhand des Taillenumfangs gemessen werden 7 und ist ein Indikator der intraabdominalen Adipositas, des verborgenen Fettgewebes tief in der Bauchhöhle. 8 Bei Männern mit einem Taillenumfang über 102 cm und Frauen mit einem Taillenumfang über 88 cm geht man von einer Abdominalen Adipositas aus entsprechend der Definition in den NCEP ATPIII-Leitlinien. 9
Rimonabant
Rimonabant ist der erste Vertreter einer neuen Klasse von Medikamenten, den sogenannten CB1-Blockern. Über eine selektive Blockade von CB1-Rezeptoren - sowohl zentraler als auch peripher, in Fettzellen und Leberzellen - trägt Rimonabant zur Normalisierung eines überaktiven Endocannabinoid-Systems bei.
Die RIO-Diabetes-Studie wurde finanziell unterstützt durch Sanofi-Aventis.
Weitere Informationen: diabetologie@ulg.ac.be
Medienkontakt auf dem ADA-Kongress:
1 917-723-7532
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Literatur
1 European Diabetes Policy Group, Diabetic Medicine 1999;16:716-30.
2 American Association of Clinical Endocrinologists, Endocrine Pract (2002) 8 (Suppl. 1): 40-82
3 American Diabetes Association. Diabetes Care, Volume 28, Supplement 1, January 2005
4 Eckel RH, Grundy SM, Zimmet P. The Metabolic Syndrome. The Lancet 2005. Volume 365; 1415-1428.
5 International Diabetes Federation. Facts & Figures. Available at http://www.idf.org.
6 Yusuf et al, Effect of potentially modifiable risk factors associated with myocardial infarction in 52 countries (the INTERHEART study): case-control study. The Lancet, Volume 364 Number 9438, September 11-17, 2004.
7 Despres JP. Treatment of obesity: need to focus on high risk abdominally obese patients. BMJ. 2001;322;716-720.
8 Sharma AM, Adipose tissue: a mediator of cardiovascular risk. International Journal of Obesity, Volume 26, Suppl.24, S5-S7.
9 National Cholesterol Education Panel. ATP III Guidelines, September 2002.
© Dana
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