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Verfasst am: FTW @ 03.10.07 | 14:21  
Sieben Studien plus eine, die wir nur erfunden haben!

Von RJ Elsing, übersetzt von User bulkolly
Originalartikel: http://www.t-nation.com/readArticle.do?id=1564605&cr=

Könnte die Anzahl der Verletzungen, unter denen man leidet, etwas mit dem Testosteronspiegel zu tun haben? Brauchen Athleten wirklich zusätzliches Protein? Wie lange kann man auf dem Laufband trainieren bevor der Katabolismus den Körper angreift und damit beginnt Muskelmasse abzubauen wie bei einem Bodybuilder, der sich in einen methylamphetaminabhängigen Vegetarier verwandelt hat?
Können BCAAs dabei helfen, dass man härter und länger im Fitnessstudio trainieren kann? Welche Supplements können einen am Tagen, an denen man alles schleifen lässt, zum Training motivieren? Und schließlich alles, was man schon immer über das sexuelle Verlangen steigernde Wirkstoffe für Frauen wissen wollte und wie man weibliche Erregtheit misst – inklusive eines Plans zum Bau eines eigenen Photoplethysmographen.
Sie wissen nicht was ein Photoplethysmograph ist? Habe ich mir das nur ausgedacht? Lesen Sie die Studien genau, sieben davon sind echt und eine gefälscht!

Reduzierte Testosteronspiegel = erhöhtes Verletzungsrisiko?
Hier ist ein Klassiker der trotzdem interessant ist. Es ist kein Geheimnis, dass hoch trainierte weibliche Sportler häufig unter hypogonadotropischen Hypogonadismus (reduzierte Funktion der Keimdrüsen) leiden und männliche Sportler (besonders Ausdauersportler) - insbesondere während intensiver Trainingsphasen oder dramatischen Gewichtsreduktionen - oft an einem niedrigeren Testosteronspiegeln leiden.

Trotzdem haben bisher nur eine Handvoll Berichte welche die klinische Pathologie illustrieren, die niedrige Testosteronspiegel begleitet. Belgische Forscher, die wahrscheinlich genug von waffelbasierten Studien hatten, entschlossen sich vom Fall eines Fußballspielers auf höchster Ebene zu berichten. (wir lassen seinen Namen aus Gründen, die in Kürze ersichtlich werden, außen vor).

Zusätzlich dazu, dass dieser Fußballspieler unter Hypogonadismus litt, zog er im Laufe mehrerer Jahre wiederholt Muskelverletzungen zu. Um das ganze noch schlimmer zu machen, litt er unter einer Fehlbildung, die als Kryptorchismus (Anmerkung des Übersetzers: Hodenhochstand, bei der sichmindestens ein Hoden im Bauchraum befindet) bezeichnet wird. Ich bin mir nicht hundert Prozent sicher, doch ich glaube Kryptorchismus ist der griechische Ausdruck dafür, sich die Hoden im Schaubstock einzuklemmen und sie anzuzünden.

In Wirklichkeit sprechen wir von einer stark behinderten Hodenfunktion, die darauf beruht, dass einer oder beide Hoden während der Entwicklung des Fötus nicht in den Hodensack abgestiegen sind. Unser armer Fußballspieler hat also keinen Sexualtrieb, er ist unfruchtbar, leidet unter einem häufigen Auftreten von Muskelzerrungen und unter einem wirklich starken Muskelkater nach dem Training. Ich glaube jetzt wundert man sich nicht mehr darüber, dass dieser Mann lieber anonym bleiben wollte.
Ein Trip ins Labor zeigte während der Erholung nach dem Training abnormal niedrige Testosteronspiegel und ein unvorteilhaftes Testosteron:Kortisol Verhältnis. Als weder körperliche Therapie noch Rehabilitation eine langfristige Besserung bewirken konnte, hatten die Wissenschaftler einen Anhaltspunkt und brachten Medikamente ins Spiel.
Durch eine Behandlung mit dem Antiöstrogen Tamoxifen (Nolvadex, welches die LH und FSH Produktion anregt), konnten die Wissenschaftler die Hoden wieder in Gang bringen und sowohl einen normalen Testosteronspiegel im Ruhezustand als auch ein normales Testosteron:Kortisol Verhältnis wiederherstellen.

Und die Resultate? Siehe da, der Sexualtrieb des Patienten kam zurück, er fühlte sich gut, sein Hund, der davongelaufen war, kam wieder zurück und er erlebte eine spektakuläre Reduzierung der Anzahl seiner Verletzungen.
Die Forscher kamen zu der Schlussfolgerung, dass das chronische anabole/katabole Hormonungleichgewicht von großer klinischer Bedeutung sein könnte, wenn es um sportliche Aktivitäten geht, die exzentrische als auch explosive Belastungen umfassen. (Ich gebe zu, dass der Teil mit dem Hund eine Ausschmückung von mir war). [Int J Sports Med. 1995 Aug;16(6):413-7]

Gebären fülligere Frauen gesündere Babys?
Wie viel Gewicht sollte eine Frau während der Schwangerschaft zunehmen?
So viel wie sie kann, wenn man einer aktuellen Studie glaubt. Eine Revision der existierenden Literatur an der University of Iowa kam zu dem Ergebnis, dass ein niedriges Geburtsgewicht als ein möglicher Risikofaktor für eine Unzahl von Gesundheitsproblemen genannt wurde, welche von diabetischer Nephropathie und Depressionen bei Mädchen im Teenageralter bis hin zu funktionalen Störungen und allen möglichen Herz-Kreislauferkrankungen und Durchblutungsstörungen (inklusive erektiler Dysfunktion) bei Männern reichen.

Dänische Wissenschaftler erfassten 60 gesundheitlich fitte und attraktive Frauen im Alter von 20 bis 26 Jahren und teilten diese in drei Gruppen auf (Übergewicht, Untergewicht und Kontrollgruppe). Frauen in der Gruppe der Übergewichtigen wurden dazu animiert während der Schwangerschaft so viel an Gewicht zuzunehmen wie möglich, während sie gleichzeitig auf alle unnötigen körperlichen Aktivitäten verzichten sollten. Die Forscher führten alle zwei Wochen Beratungsgespräche durch, während denen diese Frauen gewogen und bei ihrem Gewichtaufbau unterstützt wurden.

Frauen, die Besorgnis über ihre runder werdenden Formen äußerten, wurde gesagt, dass die Gewichtszunahme jenseits ihrer Kontrolle läge und dass sie ihre frühere Figur der Gesundheit ihres Babys zuliebe hinter sich lassen sollten. Die Gruppe der Übergewichtigen bekam weiterhin Gutscheine für kostenloses Fastfood und Kundenkarten für Lebensmittelgeschäfte (um den Forschern einen groben Überblick über die Verteilung der Makronährstoffe zu Hause zu geben).

Frauen in der Gruppe der Untergewichtigen wurden dazu ermutigt, sich am unteren Ende des gesunden Gewichtsbereichs für schwangere Frauen zu orientieren. (Dieser Bereich wird durch eine Anzahl von Faktoren bestimmt, zu denen Körpergröße und BMI gehören). Diese Frauen (und die Frauen der Kontrollgruppe) wurden auch mit Kundenkarten für Lebensmittelgeschäfte ausgestattet und nahmen auch an Beratungsgesprächen teil. Sie bekamen jedoch keine Fast Food Gutscheine.

Und die Resultate? Die Frauen in der Gruppe der Übergewichtigen gebaren im Durchschnitt schwerere und gesündere Babys als die Frauen der beiden anderen Gruppen (wenn auch aufgrund der größeren Babys bei der erstgenannten Gruppe häufiger Kaiserschnitte durchgeführt werden mussten.)

Drei Jahre später fanden die Autoren der Studie heraus, dass die Kinder der übergewichtigen Mütter immer noch signifikant schwerer als die Kinder der anderen Mütter der Studie waren und dass auch die meisten der Mütter aus der Gruppe der Übergewichtigen immer noch übergewichtig oder sogar fettsüchtig waren. Interessanterweise fanden die Forscher bei Gesprächen mit den Müttern der Gruppe der Übergewichtigen heraus, dass diese ihren hohen BMI auf die Schwangerschaft zurück führten und darauf bestanden, dass dies außerhalb ihrer Kontrolle lag.

Frauen in dieser Gruppe zeigten zudem wenige Selbstvertrauen, weniger eheliche Befriedigung, ein niedrigeres sexuelles Verlangen und ein erhöhtes Risiko für Gesundheitsprobleme. Die Forscher kamen zu der Schlussfolgerung, dass eine massive Gewichtszunahme auf lange Sicht weder für Mütter noch für Kinder gesund ist. [Diabetes. 2006 Dec;44(12):1405-7]

Eine Proteinsupplementation und die Stickstoffbilanz
Wer hat schon erlebt, dass einem ein magerer aber trotzdem schwabbeliger Typ nach seiner zwei Stunden Einheit auf dem Laufband erzählt, dass zusätzliches Protein unnötig ist? Nun, wenn man es müde ist solche durch den Mund atmende Kretins ins 21. Jahrhundert mitzuschleifen (oder wenn einem einfach der Platz zum Verbergen ihrer Leichen ausgeht), dann könnte man auf eine an der University of Connecticut durchgeführte Studie verweisen.

Diese Studie untersuchte Veränderungen des Ganzköperproteinumsatzes im Ruhezustand – ein Messwert, der durch Ernährung und körperliche Aktivitäten beeinflusst wird. Auch wenn es sich bei den teilnehmenden Sportlern um Ausdauersportler handelte, können diese Resultate wahrscheinlich auch auf diejenigen von uns übertragen werden, die Protein umsetzen um nackt besser auszusehen, mehr Gewicht zu stemmen oder beides gleichzeitig.

Wie auch immer, da die wissenschaftliche Gemeinschaft unschlüssig darüber ist, ob Sportler eine proteinreichere Ernährung benötige, rekrutierten die Autoren der Studie männliche Läufer, die an einer randomisierten über Kreuz Ernährungsstudie teilnehmen sollten, während der sie gezwungen wurden für eine Dauer von 3 Wochen eklige Mahlzeiten (wahrscheinlich auf einem Bunsenbrenner gekocht) zu essen, die entweder wenig Protein (LP; 0,8g/kg), moderate Mengen an Protein (MP, 1,8g/kg) oder viel Protein (HP, 3,6 g/kg) enthielten.

Unter Verwendung einer Auswahl von Methoden, die wahrscheinlich mit langen Nadeln und Blut zu tun hatten, fanden die Forscher heraus, dass die sehr proteinreiche Ernährung (HP) den Proteinabbau erhöhte. Nicht nur das, auch die Proteinoxidation stieg mit einer steigenden Proteinzufuhr, während die Stickstoffbilanz positiver wird.

Die Stichstoffbilanz bezieht sich auf die Beziehung zwischen dem über die Nahrung aufgenommenen Stickstoff und dem vom Körper ausgeschiedenen Stickstoff (Toilette). Eine negative Stickstoffbilanz zeigt an, dass Muskeln schneller abgebaut werden, als sie wieder aufgebaut werden können, eine positive Stickstoffbilanz deutet darauf hin, dass Muskeln aufgebaut werden. Mit dieser Information im Hinterkopf sollte man sich die folgen Werte für die Stickstoffbilanz bei niedriger, moderater und hoher Proteinzufuhr ansehen: LP -.3, MP, +1.8, und HP +10.2.
Die proteinreiche Ernährung führte im Körper zu einem signifikant besseres Umfeld für den Muskelaufbau! Die Autoren der Studie kamen zu der Schlussfolgerung, dass die aktuelle Empfehlung für die tägliche Proteinzufuhr nicht einmal ausreicht, um bei Ausdauersportlern eine positive Stickstoffbilanz aufrecht zu erhalten. Ihre Empfehlung besteht darin, mindestens 1,2 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht zu konsumieren, um einen Abbau von Muskeln zu verhindern. (Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass diese Empfehlung das absolute Minimum für magere Ausdauersportler darstellt, um einem Muskelabbau vorzubeugen und noch unter der Menge lag, den die Gruppe mit moderater Proteinzufuhr zu sich nahm).

Wenn man immer noch kein zusätzliches Protein zu sich nimmt, dann sollte man jetzt bitte zuerst mit dem Kopf auf die Tastatur schlagen, bevor man sich in die Ecke setzt und schämt. [Metabolism. 2006 Apr;55(4):501-7]

Trainingsdauer und Steroidreaktion nach dem Training
Hier ist eine Studie, die ein Licht darauf wirft, warum der magere schwabbelige durch-den-Mund- Atmer so aussieht, wie er aussieht (abgesehen von der Sache mit dem Kämmen). Diese Studie kann man auch fehlgeleiteten Anfängern zeigen, die denken, dass sie umso mehr Fett verlieren werden, desto mehr Cardiotraining sie durchführen.
Der Zweck der Studie bestand darin, die Auswirkungen von Ausdauertraining auf die Hormonkonzentrationen im Körper zu bestimmen. Um dies systematisch tun zu können, untersuchten die Forscher acht ausdauertrainierte Männer, während sie Trainingsintensität und Trainingsstatus kontrollierten.

Nach einer Kontrolleinheit im Ruhezustand und drei Läufen auf dem Laufband (40, 80 und 120 Minuten bei 55 % des VO2 max) wurde den Sportlern Blut abgenommen – und dies nicht nur einmal. Oh nein, bei diesen Jungs wurde sowohl vor der Einheit als auch eine, zwei, drei und vier Stunden nach der Einheit Blut abgenommen – hiernach sahen die Probanden wahrscheinlich so aus, als ob sie bei einem Vampirbuffet herumgereicht worden wären und fühlten sich bestimmt auch so.
Das entnommene Blut wurde auf Luteinizing Hormon (LH), Dehydroepiandrosteronsulfat (DHEAS), Kortisol und freies Testosteron sowie Gesamttestosteron untersucht. Die Konzentration des Luteinizing Hormons (einer unserer Testosteron stimulierenden Freunde) war nach der Ruhephase signifikant höher als nach den Läufen.

Die Konzentration von freiem Testosteron und Gesamttestosteron stieg während der ersten Stunde des 80 und des 120 Minuten Laufes an, bevor die Konzentration abnahm und über die folgenden drei Stunden kontinuierlich absank. Der größte Anstieg von DHEAS (die Sulfatversion von DHEA, dessen primäre Funktion in der Bindung von Kortisol besteht) wurde beim 120 Minuten Lauf gefolgt vom 80 Minuten Lauf beobachtet. Was das muskelfressende Kortisol betrifft, wurden erhöhte Spiegel nur nach dem 120 Minuten Lauf beobachtet, während die Konzentration bei den anderen Einheiten über die Zeit abnahm.

Wie sah das Gesamtverhältnis von anabolen Hormonen zu katabolen Hormonen aus? Nach 80 Minuten gewinnen die bösen Jungs und die muskelfressenden katabolen Hormone regieren.

Was ist die Botschaft dieser Untersuchung? Nun, bei niedriger Intensität bedarf es Läufen größerer Länge um irgendeine hormonelle Reaktion hervorzurufen. Wahrscheinlich noch wichtiger ist, dass man sich nach Überschreiten der 80 Minuten Marke auf dem Weg nach Katabol-City befindet, wo all diese mageren Pädophilen wohnen. [Eur J Appl Physiol. 2005 Aug;94(5-6):505-13. Epub 2005 Jun 8]

Erschöpft? Mit BCAAs nicht so sehr!
Erschöpft? Hat man Probleme sich vom Training zu erholen? Falls dies ein Problem darstellen sollte, dann könnten schwedische Forscher etwas für die Betroffenen haben. Die Wissenschaftler untersuchten, ob verzweigtkettige Aminosäuren (BCAAs) eine Rolle bei der Reduzierung zentraler Erschöpfung spielen. Erschöpfung kommt in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen daher: periphere Erschöpfung und zentrale Erschöpfung. Periphere Erschöpfung ist das, was man in seinen Bizeps spürt, nachdem man ein Programm aus der FLEX ausprobiert hat, bei dem man fünfzig Sätze Konzentrationscurls durchführt und nachdem die Arme nicht mehr funktionieren wollen.

Zentraler Erschöpfung ist das, was man nach der ersten Woche schweren Trainings mit Powerliftern verspürt … falls man danach überhaupt noch etwas spürt. Zentrale Erschöpfung (oft auch als ZNS Erschöpfung bezeichnet) wird typischerweise als Reduzierung des neuronalen Antriebs (oder nevenbasierten motorische Befehle) der arbeitenden Muskulatur beschrieben. Das Resultat ist eine reduzierte Arbeitsleistung oder Kraft. Während die der zentralen Erschöpfung zugrunde liegenden Mechanismen weniger gut verstanden werden als die der peripheren Erschöpfung zugrunde liegenden Mechanismen, sind Veränderungen des 5-Hydroxytryptamine (5HT) die wahrscheinlichsten Verdächtigen.
Da der Transport von Tryptophan über die Blut-Hirn Schranke hinweg der die 5-HAT Synthese limitierende Schritt ist und der Transport von Tryptophan durch die Menge des für den Transport verfügbaren Tryptophans abhängt (und genauso von den Mengen anderer großen neutralen Aminosäuren inklusive BCAAs), scheint ein Vollpumpen der Probanden mit BCAAs ein offensichtlicher erster Schritt zu sein, den man untersuchen sollte.

Frühere Studien zeigten eine Erhöhung des Verhältnisses von freiem (ungebundenen) Tryptophan zu BCAA, wobei während Ausdauertätigkeiten mehr Tryptophan in das Gehirn transportiert wurde. Dies könnte eine gesteigerte 5-HT Synthese im Gehirn nahelegen. Indem man den Körper mit BCAAs überflutet und so die BCAA Konzentration im Plasma erhöht, wird die Aufnahme von Tryptophan durch das Gehirn reduziert – so zumindest die Hypothese. Dies würde die 5-HT Synthese verlangsamen und den Eintritt der Erschöpfung verzögern.

Als menschliche Probanden während des Trainings (standardisierte Belastung auf dem Ergometer) mit BCAAs versorgt wurden, kam es zu einer Reduzierung der gefühlten Anstrengung und Erschöpfung. Weiterhin konnte eine Verbesserung der Leistungen bei kognitiven Tests nach einem 30 Kilometer Lauf nach der Gabe von BCAAs gezeigt werden
Die Forscher merkten an, dass die Daten darauf hindeuten, dass auch die Zufuhr von Kohlenhydraten während des Trainings die Tryptophanaufnahme durch das Gehirn reduzieren und somit die den Eintritt der Erschöpfung herauszögern kann. [J Nutr. 2006 Feb;136(2):544S-547S]

BCAA Magie
Wenn wir gerade beim Thema BCAA und Erschöpfung sind, sei an dieser Stelle eine von französischen Forschern durchgeführte Rezension der bestehenden Fachliteratur erwähnt, die einige Informationen lieferte, die für den Leser vielleicht von Interesse sein könnten.

In der zuvor erwähnten Studie lernten wir etwas über die Verbindung zwischen den BCAA Spiegeln während des Trainings und der Erschöpfung. Die erwähnte Literaturrecherche verweist auf einige mit Ratten durchgeführte Studien, die zeigen, dass Ratten ihre BCAA Zufuhr basierend auf dem Grad ihrer Aktivität regulieren. Nach intensivem „Training“ ziehen Ratten willentlich eine BCAA Lösung reinem Wasser vor.
Wenn man jetzt denkt, dass diese Studie die Ergebnisse verzerrt und nicht daran glaubt, dass Ratten dazu in der Lage sind solche Entscheidungen zu treffen, dann sollte man sich folgendes näher anschauen: Eine andere Studie fand heraus, dass Ratten die mit einer BCAA angereicherten Nahrung gefüttert wurden, nach 4 Tagen dieser Nahrungszufuhr das Volumen ihrer freiwilligen körperlichen Aktivitäten erhöhten (2.0% wt:wt). Diese Ratten mussten also trainieren gehen!

Was legen all diese Untersuchungen nahe? Sie deuten stark darauf hin, dass wenn man trainiert BCAAs einen leistungssteigernden Vorteil liefern, die Trainingskapazität steigern, die Ermüdung verzögern und Muskeln aufbauen können. BCAAs können einen sogar ins Studio ziehen, wenn genügend von ihnen da sind! [J Nutr. 2006 Feb;136(2):548S-552S]

Östrogen und Fettoxidation

Haben Östrogene einen Einfluss darauf, wie der Körper Kohlenhydrate und Fett verbrennt? Die Antwort auf diese Frage zu finden könnte bedeuten, dass man Männern zusätzliches Östrogen verabreichen müsste. Doch wo in aller Welt sollte man Männer finden, die sich wissentlich für eine Östrogentherapie zur Verfügung stellen würden? Bei Ophra werben? Nach Typen Ausschau halten, die Handtaschen tragen?

Ich habe hierauf auch keine Antwort, doch ich bin glücklich sagen zu können, dass dies folgende Studie nicht in den USA durchgeführt wurde – ich werde jedoch nicht sagen wo, da ich die Gefühle unserer sensibleren Trainer, Autoren und Leser nicht verletzten möchte. Wie auch immer, KANADISCHE Forscher stellten die Hypothese auf, dass eine reduzierte Abhängigkeit von Aminosäuren (als Energiequelle) bei Frauen auf Östrogen zurück zu führen ist. Warum? Weil gesunde, testosterongeladene Männer während des Trainings mehr Kohlenhydrate und Leucin (und weniger Fett) verbrennen als ihre weiblichen Gegenstücke.

Um festzustellen, ob Östrogen wirklich einen Einfluss auf die Lipidoxidation (Fettverbrennung) hat, führten die Forscher eine randomisierte, Placebo kontrollierte doppelblind – überkreuz –Studie (ich glaube das ist die Art von Studien, bei der sich Männer wie Frauen anziehen und umgekehrt) mit 12 freizeitaktiven Männern durch. Nach acht Tagen einer Östrogen oder Placebo Supplementation wurden die Probanden über einen angeblichen Louis Vuitton Handtaschenverkauf informiert, der sie dazu motivierte 90 Minuten mit 65 % ihrer Maximalleistung auf dem Ergometer zu trainieren.
Ich würde wie verrückt in die Pedale treten um von dieser Studie weg zu kommen… Nach zwei Wochen ohne Supplementation wurden die Behandlungen vertauscht (die Östrogengruppe bekam das Placebo verabreicht und umgekehrt) und der Test wurde wiederholt. Die Forscher fanden heraus, dass die Östrogensupplementation die Kohlenhydratoxidation und die respiratorische Austauschrate (die Menge von produziertem Kohlendioxid im Vergleich zum aufgenommenen Sauerstoff) reduzierte, während gleichzeitig die Fettoxidation signifikant in einem Bereich von 22 bis 44 % gesteigert wurde.

Vielleicht ist die Moral von dieser Geschichte, dass Östrogen nicht ganz so schlecht ist, wenn es um die Fettverbrennung geht. [J Clin Endocrinol Metab. 2005 Jun;90(6):3592-9. Epub 2005 Mar 8.]

SAD
SAD ist die Abkürzung für “Sexual Arousal Disorder” (Sexuelle Erregungsstörung), wovon bis zu 30 Prozent der Frauen in Nordamerika und Europa betroffen sind. Ein neues Medikament, das noch nicht auf dem Markt erhältlich ist, trägt den Namen PT-141, oder Bremelanotide.
Dieses Medikament wirkt auf das zentrale Nervensystem und fördert das Verlangen, anstatt direkt auf das Gefäßsystem zu wirken, wie dies bei Viagra oder Cialis der Fall ist. Die beiden letztgenannten Medikamente wirken direkt auf das Gefäßsystem um den Blutfluss zu verstärken, sie besitzen jedoch keinerlei Wirkung auf das Verlangen. Bremelanotide öffnet die Motorhaube des ZNS, schließt ein paar neuronale Pfadwege kurz und Bang! Die Höschen fallen. (oder so ähnlich).

Wirkt dieses Medikament wirklich? Wissenschaftler bei Palatin Technologies (die Herstellerfirma des Medikaments) rekrutierten für eine Placebo kontrollierte Doppelblindstudie 18 heiße Feger (die alle unglücklicherweise von SAD betroffen waren). Diesen hübschen Geschöpfe wurde intranasal 20 mg Bremelanotide (oder ein Placebo) verabreicht, um festzustellen, ob eine messbare körperliche oder subjektive Wirkung eintritt.

Oh, hatte ich erwähnt, dass die Frauen nach der Verabreichung des Medikaments zuerst 20 Minuten eines neutralen Videos und danach 20 Minuten eines Pornovideos betrachteten, während Veränderungen der Vaginalpulsamplitude und der Durchblutung dieses Bereichs gemessen wurden?

Ich war mir nicht ganz klar darüber, wie man solche Veränderungen misst und aufzeichnet, doch offensichtlich verwendeten die Forscher etwas, das als vaginale Photoplethysmographie bezeichnet wird. Wie viele Frauen sind wohl schreiend mit zusammengepressten Beinen geflohen, nachdem die die Forscher gesagt hatten „… und wir müssen dann noch einen Photoplethysmographen in Ihre Vagina stecken.”

Nun, es ist wahrscheinlich keine so große Sache. Ich habe etwas recherchiert und einige Bilder von diesem Gerät gefunden. Das wäre doch mal was für den nächsten Smalltalk am Esstisch mit den Schwiegereltern. Es ist wahrscheinlich schon schwer genug „Photoplethysmographie” mit einem ernsten Gesicht richtig auszusprechen…

Wie auch immer, es sollte nicht überraschen, dass mehr Frauen nach einer Behandlung mit Bremelanotide von einem gesteigerten sexuellen Verlangen berichteten, als mit dem Placebo behandelte Frauen. Diese Frauen tendierten auch zu einer positiveren Reaktion bezüglich des Gefühls genitaler Erregung. Von diesen Frauen, die anschließend nach Hause gingen und ihre Männer mit 24 Stunden Behandlung heimsuchten berichteten signifikant mehr Frauen von einer Befriedigung bezüglich de Grades ihrer Erregtheit.

Kamen die Forscher zu der Schlussfolgerung, dass dieses nasal anwendbare, schnell wirksame synthetische Peptid in großen Mengen hergestellt und dem Trinkwasser beigemischt werden sollte? Nein, die Holzköpfe erklärten lediglich, dass Bremelanotide ein viel versprechender Kandidat für weitere Untersuchungen ist. Schnief! [J Sex Med. 2006 Jul;3(4):628-38 & Proc Natl Acad Sci U S A. 2004 Jul 6;101(27):10201-4. Epub 2004 Jun]


Haben Sie die Fälschung entdeckt?
Ich würde ja gerne noch etwas hierbleiben und mich mit Ihnen unterhalten, doch eine Flasche Bremelanotide (die natürlich nur für legitime wissenschaftliche Forschungszwecke gedacht war) ist gerade von meinem Tisch gefallen und die Gase wurden von der Luftzufuhr der Klimaanlage hier im Studio angezogen. Die Teilnehmerinnen in der Figurklasse, die ich heute hier trainiere, streifen gerade um mich herum und beobachten mich wie läufige Löwinnen.

Ich brauche also wohl nicht zu sagen, dass die letzte Studie keine Erfindung war. Die Studie „Gebären fülligere Frauen gesündere Babys?“ war meine Fälschung.

Ups, ich muss weg. Kleiner wissenschaftlicher Notfall hier!


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