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Anabolika bei Frauen - Wichtige Infos!

 
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BeitragVerfasst am: 24.07.05 | 23:30    Titel: Anabolika bei Frauen - Wichtige Infos!

Zitat:
Anabolika bei Frauen


In diesem hochbrisanten Kapitel soll es nicht um die ethische Frage gehen, ob Steroidgebrauch bei Frauen vertretbar ist oder nicht. Diese Frage soll sich jede Frau, die über die Anwendung von Steroiden nachdenkt, selbst beantworten. Dieses Kapitel soll vielmehr eine Hilfe sein, die Hintergründe zu verstehen, die am meisten gemachten Fehler bei der Anwendung zu verhindern und über die zumeist irreversiblen Nebenwirkungen aufzuklären.


Allgemein gilt, dass alle von Männer verwendeten Anabolika auch von Frauen benutzt werden können, allerdings in Bruchteilen der für Männer üblichen Dosierungen. Während ein Mann bei z. B. 250mg Testosteron Enanthat pro Woche sicherlich kaum Nebenwirkungen bemerken wird, kann eine solche Dosis schwerwiegende Folgen für eine Frau nach sich ziehen.

Am häufigsten tritt dabei eine Stimmvertiefung auf, die zumeist irreversibel ist. Anfangs nur an einem leichten Kratzen im Hals und einer schnelleren Ermüdung der Stimme bei längerem Reden auszumachen, kann eine Stimmveränderung plötzlich auftreten, was ein sofortiges Absetzen des verwendeten Wirkstoffes notwenig macht, um irreparable Folgeschäden zu vermeiden. In der Regel normalisiert sich die Stimme wieder, wenn das entsprechende Steroid an diesem Punkt umgehend abgesetzt wird. Allerdings sind auch viele Fälle bekannt geworden, in denen die Stimmvertiefung trotz sofortigem Absetzens nicht zurückgegangen ist. Besonders Frauen in Sing- und Sprechberufen sollten sich dieses Risikos bewusst sein.

Eine weitere typische Nebenwirkung bei Frauen ist mäßiger bis starker Haarwuchs am gesamten Körper, speziell im Gesicht. Was dabei paradoxerweise auffällt ist die Tatsache, dass das Kopfhaar jedoch vermehrt ausfällt.

Eine Nebenwirkung, die viele Frauen jedoch als Vorteil betrachten, ist das eventuelle Ausbleiben der Menstruation. Die Steroide greifen so tief in den körpereigenen Hormonhaushalt ein, dass selbst geringste Gaben zum Ausbleiben der Regel führen können.

Frauen, die gerne früher oder später noch Nachwuchs bekommen möchten, sollten erst recht über die Langzeitfolgen nachdenken. Eine chronische Eierstockentzündung ist nämlich genauso möglich wie eine gänzliche Unfruchtbarkeit. Alleine diese mögliche Nebenwirkung sollte schon die meisten Frauen vom Steroidgebrauch abhalten.

Man redet bei langjährigen Steroidverwenderinnen nicht ganz grundlos von Vermännlichung. Denn neben männlicheren Gesichtszügen, kann auch eine Klitorisvergrößerung eintreten. Während die Klitoris anfangs nur leicht anschwillt und druckempfindlich wird, kann bei jahrelangem Missbrauch eine irreversible Klitorisvergrößerung bzw. –Verlängerung eintreten. Diese kann unter Umständen einige Zentimeter umfassen. Was sehr interessant ist und bisher kaum Aufmerksamkeit fand, ist die Tatsache, dass diese Vergrößerung erektil ist, d.h. sie füllt sich ähnlich wie der männliche Penis bei Erregung mit Blut und kann so erigieren.

Wenn dann noch das Brustgewebe abnimmt, was bei Verringerung des Körperfettanteils und Umverteilung der Körperzusammensetzung durchaus normal ist, dann kann man in einigen Fällen durchaus von einer Vermännlichung reden.

Aber so weit muss es nicht kommen, wenn man, bzw. in diesem Fall „Frau“, einige grundlegende Dinge berücksichtigt.

Ganz wichtig ist dabei zu beachten, auf die Verwendung stark androgener Steroide entweder zu verzichten oder diese zumindest möglichst gering zu halten. Stark androgene Steroide sind z. B. Testosteron in seinen verschiedenen Formen, Trenbolon oder auch Methandienon.

Alle Vermännlichungserscheinungen rühren nämlich von einem hohen Androgenspiegel her, der zwar eine wichtige Vorraussetzung für den Muskelaufbau und die Kraftentwicklung darstellt, jedoch leider auch zu angesprochenen Problemen führen kann. Es empfiehlt sich hier ein gesunder Mittelweg, nämlich die größtmögliche Wirkung bei kleinstmöglichem Risiko anzustreben.

Depotsteroide führen zu einer Kumulation des Wirkstoffes im Körper und erhöhen damit die Risiken weiter. Von daher sind Steroide mit Kurzzeitwirkung für Frauen geeigneter. Zu den für Frauen empfehlenswerten Stoffen zählen hierbei besonders Oxandrolon, Stanozolol und das Metenolon-Acetat. Vorteil bei allen Kurzzeitestern und –Wirkstoffen ist neben der Tatsache, dass sich weniger Androgene im Körper sammeln, die schnelle Handlungsfähigkeit bei eventuell auftretenden Nebenwirkungen. Sollte sich z. B eine Vertiefung der Stimme einstellen, so kann man Wirkstoffe wie Stanozolol oder Oxandrolon sofort absetzen und innerhalb der nächsten Tage haben sie den Körper dann in der Regel verlassen. Stellen sich jedoch Probleme bei einem Depot-Steroid, wie z. B. Nandrolon, mit einer Halbwertzeit von etwa 5 Tagen ein, so muss die restliche Wirkdauer ausgesessen werden, mit der Hoffnung, dass nicht noch mehr unerwünschte Nebenwirkungen eintreten. Als letzte eventuelle Rettung kann an dieser Stelle Spironolacton (Aldactone) oder Aminogluthethimid (Orimeten) zum Einsatz kommen, da diese Wirkstoffe erwiesenermaßen den Androgenspiegel drücken.

Oxandrolon ist mit eines der sichersten Steroide, welche von Frauen angewendet werden. Zu den Nebenwirkungen zählen, neben den bereits angesprochenen, besonders eventueller Haarausfall. Leider ist Oxandrolon sehr teuer und auch nicht mehr allzu oft auf dem Schwarzmarkt zu bekommen. Eine gute Anfangsdosis liegt erfahrungsgemäß bei 5mg pro Tag, welche im Laufe der Zeit bis auf 25 mg erhöht werden kann. Bei positiver Wirkung kann mit Oxandrolon ruhigen Gewissens 10-12 Wochen gekurt werden. Typisch für diesen Wirkstoff ist, dass er kein Wasser einlagert, dennoch gute Kraftzuwächse verspricht, da er die Creatinsynthese wie kaum ein anderes Steroid ankurbelt. Leider ist der Wirkstoff jedoch 17-alpha-alkyliert, was ihn potentiell leberschädlich macht und zu Magen-/ Darmproblemen führen kann.

Stanozolol ist das gefährlichste Steroid in dieser Dreiergruppe. Frauen berichten bei diesem Wirkstoff über Gesichtshaarwuchs, merklich vertiefte Stimme und Akne. Sicherlich kommt es hier auch auf den einzelnen Typen an, da es Frauen gibt, die mit Stanozolol überhaupt keine Probleme haben. Frauen ziehen üblicherweise die Tablettenform den Injektionen vor, da gewöhnlich geringere Mengen als die pro Ampulle enthaltenen 50 mg appliziert werden. Eine weit verbreitete Anfangsdosis liegt bei 5 mg pro Tag, welche auf bis zu 25 mg (oder eine 50 mg-Injektion jeden zweiten Tag) pro Tag bei entsprechender Verträglichkeit gesteigert werden kann. Allerdings gilt gerade bei den Frauen die weise Regel „Mehr ist nicht gleich immer mehr!“. Die Einnahme von 2 gleichgroßen Dosen pro Tag ist, auf Grund der geringen Halbwertzeit des oral eingenommenen Stanozolols, anzuraten.

Der letzte populäre Wirkstoff dieser Dreiergruppe ist das Metenolon-Acetat, ein Wirkstoff, der mittlerweile fast nur noch bei Frauen und Steroidneulingen Anklang findet, da es für Männer bzw. Fortgeschrittene weitaus effektivere Mittel auf dem Markt gibt. Sehr positiv an dieser Darreichungsform ist, dass eine Leberbelastung kaum gegeben ist. Der Wirkstoff ist zwar nicht 17-alpha-alkyliert, dennoch können die Leberwerte im Laufe der Kur steigen. Metenolon-Acetat ist ein sehr mildes Steroid, welches kaum Nebenwirkungen, selbst bei Frauen, hervorruft. Die am meisten beobachteten Negativfolgen sind Kopfhaarausfall, Klitoriswachstum und Gesichtshaarvermehrung. Die allgemein beobachtete Dosierung rangiert von einer Tablette am Tag (25mg) bis hin zu 4 Tabletten pro Tag (100mg). Eine vollkommen ausreichende Dosierung liegt den Erfahrungen zufolge bei 25-50mg (also 1-2 Tabletten) pro Tag. Sinnvoll ist auf alle Fälle, mit einer Tablette in den ersten Wochen zu beginnen und zu schauen, wie der Körper darauf reagiert. Mehr als 2 Tabletten sind normalerweise pro Tag bei Anfängerinnen und fortgeschrittenen Athletinnen nicht vonnöten, um gute Erfolge zu erzielen. Bei einer Einnahme ab 2 Tabletten pro Tag werden diese zweimal täglich eingenommen, um für einen gleichmäßigen Wirkstoffspiegel zu sorgen.

Einziges Problem wird die Beschaffung darstellen, da Primobolan S von Schering offiziell nicht mehr hergestellt wird und es nur eine Frage der Zeit ist, bis alle Vorräte aufgebraucht und ein weiteres nützliches Steroid komplett vom Markt verschwunden ist.

Wie bereits anfangs beschrieben, kann und wird auch jedes andere erhältliche Steroid im Frauenbereich angewendet. Ob dies nun Sinn macht oder nicht, muss anhand der selbstgesteckten Ziele abgewogen werden. Für Fortgeschrittene und Bodybuilderinnen auf lokaler Ebene werden die beschriebenen drei Wirkstoffe sicherlich ausreichen, während diese Wirkstoffe bei Ambitionen in Richtung national, international und evtl. Profistatus alleine nicht mehr genügen werden. Der nächste Schritt wäre sicherlich die Anwendung von Testosteron. Selbst bei Testosteron, dem männlichen Sexualhormon und dem Grundgerüst aller anabolen/androgenen Steroide, kann man die Nebenwirkungen bei Beachtung der bereits angesprochenen Vorsichtsmaßnahmen relativ gering halten. Wichtig ist das Auswählen eines Kurzzeitesters, wobei sich Testosteron-Propionat mit seiner Halbwertzeit von etwa einem Tag praktisch anbietet. Auch hier ist die Idee hinter der Verwendung eines Kurzzeitesters die, dass kurzfristig wirksame Steroide den Androgenspiegel rasch absinken lassen, wenn nicht regelmäßig injiziert wird und die Athletin somit schnell gegenregeln kann, sollten sich unerwünschte Nebenwirkungen einstellen. Die beobachtete Dosis liegt bei etwa 10-50mg jeden zweiten Tag bei Anfängern bis hin zur gleichen Dosis täglich auf fortgeschrittener Ebene. Für Testosteronneulinge werden 10mg jeden zweiten Tag sicherlich ausreichen, da es sich bei dieser Menge um etwa dieselbe Menge handelt, die ein Mann normalerweise pro Woche selbst produziert. Bis vor Kurzem stellte die deutsche Firma Eifelfango in Bad Neuenahr Testosteron Propionat in den Stärken 10, 25 und 50mg pro Ampulle her, optimal also für die Anwendung im Frauenbereich. Leider wurde die Produktion im Juli 2003 eingestellt. Die einzige Alternative findet sich derzeit im polnischen „Testosteronum Propionicum“, welches in denselben Stärken angeboten wird.

Wer als Frau Nandrolon-Decanoat („Deca Durabolin“) versuchen möchte, wird mit 50mg pro Woche gute Resultate verzeichnen können. Die Nebenwirkungen halten sich bei einer solchen Dosierung noch in Grenzen. Dennoch wird von Stimmvertiefung, Haarwuchs und Klitorisvergrößerung berichtet. Da Nandrolon-Decanoat ein Langzeitanabolikum ist, sollte der Einsatz gründlich überlegt sein.

Für Frauen besser geeignete Steroide wären z. B. Superanabolon (Nandrolon Phenylpropionat), welches Nandrolon als Basis hat, allerdings mit einem Kurzzeitester versehen ist. In der Regel wird dieses Kurzzeitanabolikum jeden zweiten Tag in einer Dosierung von 25mg injiziert. Es wirkt stark anabol und schwach androgen.

Ein weiteres für Frauen interessantes Steroid stellt Ganabol mit seinem Wirkstoff Boldenon Undecylenat dar. Ganabol wirkt stark anabol, während der androgene Part sehr schwach ausgeprägt ist. Wettkampfathleten benutzen dieses Steroid vornehmlich in der Wettkampfvorbereitung, da es schwer aromatisiert und als Synonym für eine sehr gute Muskelqualität steht. Frauen erzielen mit 50-100mg pro Woche hervorragende Ergebnisse. Allerdings sollte betont werden, dass es sich bei Boldenon Undecylenat um ein Langzeitanabolikum handelt. Des weiteren stellt die Beschaffung ein Problem dar. Originales Ganabol wird nur in Kolumbien hergestellt und die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Produkt in größeren Mengen den Weg nach Deutschland findet, ist sehr gering. Momentan sind nur drei Ausweichmöglichkeiten bekannt: das australische „Boldebal-H“ von Illium, welches mit einer Dosierung von 50mg Boldenone Undecylenat pro Milliliter kommt, das Produkt „Boldenone Undecylenat“ von International Pharmaceuticals in Tschechien, welche dieselbe Dosierung vorzuweisen hat, sowie „Boldabol“ von der thailändischen Untergrundfirma British Dragon, welches mit 200mg Wirkstoff pro Milliliter eindeutig ökonomischer ist und besonders von Männern auf Grund des geringeren Injektionsvolumens vorgezogen wird. Alle drei Produkte werden in 10ml-Ampullen geliefert und gelten als qualitativ hochwertig.

Einen mehr oder weniger unbekannten, dafür für Frauen aber ebenfalls sehr geeigneten Wirkstoff finden wir im Oxabolon Cypionat, welcher ausschließlich in der Türkei unter dem Namen „Steranabol Depo“ und in Italien unter dem Namen „Steranabol Ritardo“ zu finden ist. Oxabolon Cypionat ist, wie die Handelsnamen bereits vermuten lassen, ein Depot-Steroid, welches Frauen mit seiner anabolen, aber nur schwach androgenen Wirkung überzeugt. Trotz seines Depotcharakters wird Oxabolon in der Regel jeden zweiten Tag in einer Dosierung von 25mg injiziert, was einen außerordentlichen Muskelzuwachs zufolge hat. Länger als 6-8 Wochen sollte Oxabolon jedoch nicht eingenommen werden, da die Gefahr einer Virilisierung auf Grund der Depotwirkung mit fortlaufender Zeit ansteigt.

Die Länge einer Kur sollte die Anwenderin mittels eines Nutzen-/Nebenwirkungsvergleichs für sich selbst herausfinden. In der Praxis hat sich eine Einnahmedauer von 6–12 Wochen bewährt. Dieser Zeitraum reicht aus, um die Eiweißsynthese ausreichend zu stimulieren und um Muskulatur aufzubauen, während eventuelle Nebenwirkungen dank der moderaten Dauer gering gehalten werden können.

Im Anschluss an die Kur sollte eine ebenso lange Pause eingeplant werden, damit sich alle körperlichen Prozesse wieder einigermaßen normalisieren bzw. einpendeln können.

Absetzpräparate wie z. B. Clomifen Citrat sind bei Frauen nicht vonnöten, da sie von Natur aus eine kaum nennenswerte Testosteroneigenproduktion haben, sodass auf Mittel zur Hormonregulierung getrost verzichtet werden kann.

Einzig empfehlenswert wäre die Einnahme von Creatin und Glutamin im Anschluss, um ein hohes Muskelzellvolumen zu erhalten und einem Kraftverlust so gut wie möglich entgegenzuwirken. Zudem ist eine Vitamin-C-Einnahme (2-3g) vor und nach dem Training, sowie die Einnahme von Acetylsalicylsäure in einer Menge von 325mg vor dem Training sinnvoll. Beide Wirkstoffe wirken erwiesenermaßen antikatabol. Wer den Krafterhalt trotz Creatin weiter unterstützen möchte, kann über den Einsatz von 10-25mg Ephedrin HCL etwa 30-45 Minuten vor dem Training nachdenken. Clenbuterol ist ein ebenfalls vielverwendeter Wirkstoff, dessen Wirkung allerdings fraglich ist.


Quelle: Anabole Steroide - Das Schwarze Buch, ISBN 3-00-014105-7, BMS-Verlag, Gronau

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