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Eingriff in den Fettstoffwechsel (Archivartikel)
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IvanDrago
primus inter pares



Anmeldedatum: 21.02.2003
Beiträge: 1309

BeitragVerfasst am: 25.07.04 | 18:17    Titel: Eingriff in den Fettstoffwechsel (Archivartikel)

Wir haben uns in letzter Zeit des öfteren über Supplemente/Mittel unterhalten, die man während einer Masse bzw. Aufbauphase verwenden könnte um die Fettzunahmen zu minimieren als auch Mittel, die man alternativ zu den üblichen Wirkstoffen für den Fettabbau wie ß2,ß3 Mimmetika, Schilddrüsenhormone, Somatropin, DNP etc. verwenden könnte.

Ich möchte hiermit eine weitere Methode vorstellen in den Fettstoffwechsel einzugreifen und auch Menschen, die dazu neigen vermehrt Fett zu speichern eine Möglichkeit zu bieten sich normal bzw. hyperkalorisch zu ernähren ohne gleich Fettansammlungen zu provozieren.
Oft wirft man diesen Menschen mit einem langsamen Stoffwechsel vor, sie würden nicht genug Disziplin in ihren Diäten aufbringen und wären einfach zu faul genug Sport zu treiben.
Die Gene werden zwar mitberücksichtigt, aber meiner Meinung nach viel zu wenig, denn gerade sie entscheiden wie hoch der Körperfettgehalt einer Person sein wird. Der Setpoint des Fettgehaltes ist dabei genetisch vorgegeben, Setpoint heißt nichts weiter als ein Wert den der Körper immer anstreben wird aufgrund der in ihm vorherrschenden Stoffwechselfaktoren.

Wo wir gerade bei der Disziplin in Diäten wären, ist es interessant zu erwähnen, dass diese nur sehr wenig mit der so oft propagierten Willensstärke zu tun hat, wobei ich nicht sagen möchte diese sei vollkommen unbedeutend.
Die Willensstärke ist aber nichts weiter als ein Ergebnis der Leptinsensibilität einer Person, Menschen mit einer Leptindesensibilität neigen stark zu Heißhunger und vermehrter Fettspeicherung, andere Personen die eine normale Leptinsensibilität aufweisen haben dieses Problem einfach nicht.
Dies kann man mit Dopaminagonisten wie Bromocriptin umgehen, nur verträgt nicht jeder dieses Mittel, manche klagen über Übelkeit, Müdigkeit etc.
Man muss aber auch dabei bedenken, dass diese Nebenwirkungen in der Regel nach einer Weile abklingen und nach einer gewissen Gewöhnungsphase kein Problem mehr darstellen.
Meiner Meinung nach schnitt Bromocriptin bei den meisten deswegen so schlecht ab, weil viele User immer Ephedrinähnliche, schnelle Fettverluste/Veränderungen am Körper erwarten, wobei zu bedenken ist, dass Ephedrinstacks kaum Fett abbauen sondern in Zusammenhang mit Koffein stark diuretisch wirken.
Bromocriptin jedoch ist eher ein Mittel das einen längeren Zeitraum braucht um seine Wirkung zu entfalten, es modifiziert den Stoffwechsel langsam und mit der Zeit resultiert dies zusammen mit dem gesenktem Appetit in Fettverlusten.
Menschen mit den „falschen Genen“ (endomorph) haben eigentlich die Wahl zwischen einer lebenslangen Diät oder aber eines Eingriffs in den Stoffwechsel falls sie definiert werden und es aber auch bleiben möchten.
Ich will an dieser Stelle wieder zum ursprünglichen Thema zurückkehren, dennoch wollte ich Bromocriptin/Appetithemmer noch mal erwähnen, da es in Zusammenhang mit den von mir angesprochenen Mittel ganz gut synergistisch wirken könnte.

Also was ist dieses PPAR (Abkürzung für: peroxisome proliferator-activated receptor gamma) und was hat es mit dem Fettstoffwechsel zu tun?
PPAR ist ein Zellkernrezeptor der die Expression gewisser Gene dirigiert, ein sogenannter Transkriptionsfaktor der die Zellentwicklung, -differenzierung und –wachstum steuert.
Die Funktion der verschiedenen PPAR (für uns sind vorerst PPAR alpha und gamma wichtig) wird durch gewisse Substanzen (Liganden) wie z.B. Fettsäuren aktiviert.

Wo genau liegen die Unterschiede zwischen der Alpha und der Gamma Variante?
PPAR Alpha befindet sich hauptsächlich in der Leber, Niere, im Herzen und Muskeln wo es die Oxidation (Verbrennung) von Fettsäuren steuert und andere Faktoren des Fettstoffwechsels.
PPAR Gamma befindet sich dagegen hauptsächlich in Fettzellen (Adipocyten) und hier steuert es das Wachstum der Fettzellen als auch die Fettspeicherung, wird PPAR Gamma aktiviert ruft es eine Fettspeicherung hervor.
Na jetzt wird es langsam interessant, oder?

Man müsste also um verstärkt Fett zu oxidieren die Aktivität des PPAR Alpha erhöhen und um eine Fettspeicherung zu vermeiden die Aktivität des PPAR Gamma senken.
Würde man beide Effekt zusammen erzielen können, hätte man theoretisch einen Stoffwechsel der nicht mehr dazu neigt so stark Fett zu speichern und das schon vorhandene Fett schneller verbrennt.

Wie oder bessergesagt womit kann man PPAR direkt manipulieren?
Dafür würden sich gleich mehrere Stoffe eignen, wobei ich zuerst die für die Hemmung von PPAR Gamma ansprechen möchte, da es schließlich um Stoffe geht die man auch während einer Massephase verwenden kann um weniger Fett zu speichern.

CLA
Conjugated Linoleic Acid ist dabei die erste Substanz an die ich denke.
CLA verbessert nicht nur die Insulinsensibilität in der Skelettmuskulatur, die dazu beiträgt dass weniger Insulin notwendig ist und auch weniger Fett gespeichert wird. (1)
Es blockt auch PPAR Gamma (2,3) und wirkt sich damit direkt auf die Lipogenese (Fettspeicherung) aus. Aus diesem Grund eignet sich dieses Mittel hervorragend während einer Aufbauphase und hyperkalorischer Ernährung. Man sollte die Dosis auf jeden Fall bei 10gramm täglich halten um einen spürbaren Effekt zu erzielen.
Die Wirkung auf die Insulinsensibilität lässt sich durch zusätzliche Zufuhr von 60mg/Tag Vanadyl Sulphat (4) und selbstverständlich dem notwendigen Spurenelement Chrom, verbessern.
Manche Sportler nutzen auch zusätzlich auch Zimt, da es sich auch positiv auf den Insulinstoffwechsel auswirkt. (5)
6 Gramm davon über den Tag verteilt garantieren optimale Ergebnisse.

Der nächste interessante PPAR Gamma Hemmer wäre Resveratrol. Dieser hemmt die Aktivität über einen kleinen Umweg, der aber weitere Vorteile mit sich bringt.
Resveratrol ist ein Wirkstoff der in Wein oder Trauben enthalten ist und für eine Freisetzung des sogenannten SIRT1 Proteins sorgt.
SIRT1 ist insofern intressant, dass es normalerweise vom Körper während einer Diätphase freigesetzt wird, es sorgt einerseits für die Hemmung PPAR Gamma (6) und damit für eine ausreichende Fettfreisetzung statt Speicherung, andererseits weiß man durch Studien an Mäusen, die aufgrund einer kalorienreduzierten Diät ständig erhöhte SIRT1 Werte hatten, dass diese Mäuse wesentlich länger lebten als ihre normalgefütterten Artgenossen.
Sorgt man für eine SIRT1 Freisetzung gaukelt man den Fettzellen vor man wäre auf einer Diät und die Freisetzung von Fettsäuren wäre überlebensnotwendig, durch eine ausreichende SIRT1 Stimulation dürft ihr euch also auch etwas Hoffnung auf eine verlängerte Lebensspanne machen. :)
Nun kommen wir zu einem Problempunkt und zwar der genauen Dosierung, es ist schlichtweg nicht bekannt wie viel Resveratrol notwendig ist um einen starken PPAR Gamma inhibierenden Effekt zu erzielen, bedenkt man jedoch dass man schon durch Weintrinken leichte Effekte erzielen kann und eine Weinflasche lediglich kleine Mengen vom Wirkstoff enthält, so werden die Supplemente die 20mg pro Tab enthalten wohl ausreichend sein um bei einer täglichen Dosis von 60-100mg einen Effekt zu erzielen.
Ich betone jedoch, dass dieser Teil hochtheoretisch ist, also nicht durch Erfahrungswerte belegt ist.
Da müsst ihr schon selbst herumexperimentieren und sehen ob man eventuell doch noch höher dosieren muss.

Nun kommen wir zur Aktivierung von PPAR Alpha.
Mir sind derzeitig 2 effektive PPAR Alpha Agonisten (Aktivatoren) bekannt.
Der erste wäre Sesamin, ein Wirkstoff der im Sesamöl enthalten ist. Sesamin aktiviert einerseits die Fettverbrennung andererseits soll es eventuell auch die Lipogenese über PPAR Gamma hemmen, also ist es vielleicht auch ein PPAR Gamma Antagonist (Hemmer).
Die Erfahrungswerte mit dem Wirkstoff sind vielversprechend, derzeit gibt es nur einen Supplementanbieter der es in seinem Sortiment hat, denn der Wirkstoffpreis für Sesamin ist eigentlich ziemlich hoch. Avantlabs scheint jedoch einen günstigen Lieferanten dafür gefunden zu haben.
Die ersten Erfahrungsberichte mit „Sesathin“ erzählen alle von guten Ergebnissen, insbesondere stark endomorph veranlagte Menschen werden von diesem Mittel profitieren.

Der zweite PPAR Alpha Agonist wäre Fenofibrat, meines Wissens nach ein in Deutschland verschreibungspflichtiges Medikament (korrigiert mich wenn ich hier oder irgendwo falsch liegen sollte). Es ist ein direkter PPAR Alpha Agonist und fördert die Fettverbrennung, verbessert die Cholesterinwerte, Blutfettwerte und wird bei Diabetes eingesetzt, es verbessert somit die Insulinsensibilität im Muskelgewebe und senkt durch diese Wirkungsweisen direkt den Fettgehalt. (7)
Ich betone nochmals, dass es sich dabei um ein Medikament handelt, auch mit entsprechenden (dennoch keinen schlimmen) Nebenwirkungen, ich persönlich würde das Sesamin bevorzugen, aber sicherlich stellt Fenofibrat eine sehr interessantes Mittel dar.
Bzgl. der Dosierungsempfehlung möchte ich mich vorerst zurückhalten und kann ich mich dabei lediglich auf die in Studien verwendeten Mengen und die vom Hersteller empfohlenen beziehen, würde somit 300mg täglich vorerst nicht überschreiten, bei mangelnder Wirkung lässt sich die Dosis ja noch immer erhöhen.

Es ist wichtig in Zusammenhang mit PPAR Alpha Aktivatoren wie Sesamin und Fenofibrat zu erwähnen, dass sich diese eventuell in höheren Dosierungen negativ auf den Muskelaufbau auswirken können. Sie sind somit besser für Diätphasen geeignet, dennoch kann man sie auch in geringeren Mengen in der Aufbauphase verwenden und dabei von ihrer nahrungsumverteilenden Wirkung profitieren.

Nun habe ich einige Mittel und Wirkungsweisen vorgestellt, somit bieten sich zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten. Man könnte z.B. etwas Bromocriptin hinzufügen, falls man das Mittel gut verträgt oder aber was vielleicht vorteilhafter wäre 5-HTP (8), ein appetithemmendes Mittel das ausserdem die Schlafqualität verbessert und die Laune als auch Wohlgefühl anhebt, da es ein direkter Vorläufer des Glückshormons Serotonin ist.
Es ist ein großartiges Mittel für die Diätunterstützung und dennoch ziemlich harmlos.
100mg 3 mal täglich sind dabei üblich.
Ein Stack aus PPAR Alpha Agonisten, PPAR Gamma Antagonisten und einem appetithemmenden Mittel ist während einer Diät eine willkommene Alternative zu den üblichen Wirkstoffen und ich denke einen Versuch wert.
Der eindeutige Vorteil liegt jedoch in der fehlenden Fettspeicherung während hyperkalorischer Nahrungszufuhr und dem damit verbundenen nahrungsumverteilenden Effekt, das endlich auch endomorph veranlagten Athleten Hoffnung auf eine gute und vor allem dauerhafte Definition macht.

Ich hoffe ihr könnt etwas mit diesem Artikel und den darin enthaltenen Informationen etwas anfangen, ich habe nicht alle möglichen Mittel erwähnt da es dann zu umfangreich geworden wäre und die wichtigsten Aspekte nämlich PPAR-Regulation somit nicht mehr im Vordergrund wären. Also was sagt ihr zu dem Ganzen? Kritik? Vorschläge? Fragen?
Selbstverständlich habe ich wieder Studien zu den entsprechenden Mitteln hinzugefügt die man bei Pubmed.gov abrufen kann.

IvanDrago


Verwendete Studien:

(1) Ryder JW, Portocarrero CP, Song XM, Cui L, Yu M, Combatsiaris T, Galuska D, Bauman DE, Barbano DM, Charron MJ, Zierath JR, Houseknecht KL.
Isomer-specific antidiabetic properties of conjugated linoleic acid. Improved glucose tolerance, skeletal muscle Insulin action, and UCP-2 gene expression.
Diabetes. 2001 May;50(5):1149-57.

(2) Kang K, Liu W, Albright KJ, Park Y, Pariza MW.
trans-10,cis-12 CLA inhibits differentiation of 3T3-L1 adipocytes and decreases PPAR gamma expression.
Biochem Biophys Res Commun. 2003 Apr 11;303(3):795-9.

(3) Takahashi Y, Kushiro M, Shinohara K, Ide T.
Dietary conjugated linoleic acid reduces body fat mass and affects gene expression of proteins regulating energy metabolism in mice.
Comp Biochem Physiol B Biochem Mol Biol. 2002 Nov;133(3):395-404.

(4)
Boden G, Chen X, Ruiz J, van Rossum GD, Turco S.
Effects of vanadyl sulfate on carbohydrate and lipid metabolism in patients with non-Insulin-dependent diabetes mellitus.
Metabolism. 1996 Sep;45(9):1130-5.

(5) Khan A, Safdar M, Khan MMA, Khattak KN, Anderson RA
Cinnamon improves glucose and lipids of people with type 2 diabetes Diabetes Care 26 (2003) 3215-3218

(6) Picard F, Kurtev M, Chung N, Topark-Ngarm A, Senawong T, Machado De Oliveira R, Leid M, McBurney MW, Guarente L.
Sirt1 promotes fat mobilization in white adipocytes by repressing PPAR-gamma.
Nature. 2004 Jun 17;429(6993):771-6. Epub 2004 Jun 02.

(7) Koh EH, Kim MS, Park JY, Kim HS, Youn JY, Park HS, Youn JH, Lee KU. Peroxisome proliferator-activated receptor (PPAR)-alpha activation prevents diabetes in OLETF rats: comparison with PPAR-gamma activation.
Diabetes. 2003 Sep;52(9):2331-7.

(8) Cangiano C, Ceci F, Cascino A, Del Ben M, Laviano A, Muscaritoli M, Antonucci F, Rossi-Fanelli F.
Eating behavior and adherence to dietary prescriptions in obese adult subjects treated with 5-hydroxytryptophan.
Am J Clin Nutr. 1992 Nov;56(5):863-
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digger11




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Beiträge: 78

BeitragVerfasst am: 26.07.04 | 21:55    Titel:

Interessant währe, ob man mit normalen Sesamöl den Bedarf an Sesathin decken könnte!
Die Frage ist nur, wieviel Sesathin in 100 ml Sesamöl enthalten ist und wieviel man davon braucht, um positive Effekte zu erzielen.
Habe grad versucht darüber etwas herauszufinden, Fehlanzeige.
Kannst du weiterhelfenl?
Danke
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IvanDrago
primus inter pares



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Beiträge: 1309

BeitragVerfasst am: 26.07.04 | 22:12    Titel:

Leider kann man den für Sportler notwendigen Bedarf an Sesamin nicht durch den Konsum von Sesamöl decken, da es lediglich in geringen Mengen bzw. Spuren vorkommt.
Der Wirkstoff selbst wird leider auch nur von sehr wenigen Firmen angeboten und das zu heftigen Preisen, wie gesagt hat es lediglich Avantlabs geschafft das Produkt so preiswert anzubieten.
Leider sind Avantlabsprodukte in Deutschland meistens über die üblichen Importlieferanten wie Supermass nicht zu erhalten, aber bald soll es einen weiteren Anbieter von US-Supplementen in Deutschland geben und das gibt Anlass zur Hoffnung.

Bis dahin kann man ja mit den Mitteln arbeiten an die man auch hier rankommt, ein weiterer PPAR Alpha Agonist ist übrigens übliches Fischöl (in dem das Sesamin von Avantlabs übrigens gelöst ist) und dieses kann man meistens sehr günstig erwerben, nur darf man sich davon nicht so Extreme Ergebnisse erwarten wie von Sesamin&Co, aber es stellt ein nettes,preiswertes Supplement dar.
CLA ist in Deutschland leicht erhältlich und auch sehr effektiv.

MFG
IvanDrago
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digger11




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Beiträge: 78

BeitragVerfasst am: 27.07.04 | 20:37    Titel:

Vielen Dank!

Noch eine Frage!
Dieses CLA ist ja schon des längeren bekannt!
Ich habe diesem Produkt nie eine große Bedeutung zugeschrieben, da ich der Meinung bin, dass das Fischöl besser ist!
Die Wirkung beider ist doch identsisch!?
Das CLA ist ja eine konjugierte Linolsäure, die anscheinend genau die gleichen Eigenschaften wie das epa und dha (omega 3) besitzt.

Noch eine weitere Frage!
Wenn ich eine hyperkalorische Ernährung durchführe, dann ist ja Energie über! Natürlich brauche ich dieses, um Muskel aufbauen zu können, aber die übrig gebliebene Energie wird trotzdem abgespeichert, da ist es doch egal wieviel ich von dem Fischöl, Sesamin oder CLA zu mir nehme.
Natürlich habe ich durch das Wachstum/ Vermehrung der Mitochondrien eine verbesserte Fettverbrennung etc., aber wenn Energie über ist, dann wird diese nunmal gespeichert.
Da nützt dir auch nicht die Hemmung der PPAR Gamma!

Bitte um Aufklärung!
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arena
Little Dragon



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Beiträge: 4702
Wohnort: Bettkasten

BeitragVerfasst am: 27.07.04 | 21:50    Titel:

digger11 hat Folgendes geschrieben:
...
Die Wirkung beider ist doch identsisch!?
Das CLA ist ja eine konjugierte Linolsäure, die anscheinend genau die gleichen Eigenschaften wie das epa und dha (omega 3) besitzt.

Noch eine weitere Frage!
Wenn ich eine hyperkalorische Ernährung durchführe, dann ist ja Energie über! Natürlich brauche ich dieses, um Muskel aufbauen zu können, aber die übrig gebliebene Energie wird trotzdem abgespeichert, da ist es doch egal wieviel ich von dem Fischöl, Sesamin oder CLA zu mir nehme.
Natürlich habe ich durch das Wachstum/ Vermehrung der Mitochondrien eine verbesserte Fettverbrennung etc., aber wenn Energie über ist, dann wird diese nunmal gespeichert.
Da nützt dir auch nicht die Hemmung der PPAR Gamma!

Bitte um Aufklärung!

1)Ich denke schon dass es identisch ist. Zudem solltest du nicht allzuviel davon erwarten oder anders herum - was erwartest du von den Produkten?
Dass du normal weiter ißt / sündigst - die Pillen schluckst und du Fett abbaust?

2)Ja das ist richtig - alles was du zuviel ißt wird gespeichert. Es unterstützt beim Fettabbau & Muskelschonend während eines Kaloriendefizites

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IvanDrago
primus inter pares



Anmeldedatum: 21.02.2003
Beiträge: 1309

BeitragVerfasst am: 27.07.04 | 22:59    Titel:

Zitat:
Dieses CLA ist ja schon des längeren bekannt!
Ich habe diesem Produkt nie eine große Bedeutung zugeschrieben, da ich der Meinung bin, dass das Fischöl besser ist!
Die Wirkung beider ist doch identsisch!?
Das CLA ist ja eine konjugierte Linolsäure, die anscheinend genau die gleichen Eigenschaften wie das epa und dha (omega 3) besitzt.


Exakt, die im Fischöl enthaltenen EPA und DHA haben CLA ähnliche Effekte auf den Stoffwechsel, auch sie sind Liganden die PPAR Alpha aktivieren und in vielen Studien wird Fischöl im Zusammenhang mit einer Fenofibrat Therapie genannt, da beide ähnliche Effekte aufweisen. (1)
Fenofibrat jedoch war effektiver in der Erhöhung von sogenannten Entkoppler Proteinen, diese sorgen für den Anstieg des Grundumsatzes, da ein Teil der zugeführten Kalorien nicht für Energiezwecke verwertet wird sondern in einer Wärmeentwicklung verpufft (ähnlich wie bei DNP einem der bekanntesten ATP-Entkoppler und effektivsten als auch gefährlichsten Fettverbrennungsmittel derzeit).
Glaube mich daran zu errinern irgendwo gelesen zu haben, dass Fischöl auch PPAR Gamma zu aktivieren vermag, dies ist wiederrum nicht wirklich erwünscht. Ich glaube aber weniger daran, denn Fischöl sorgt auch für die Senkung von fettspeichernden Enzymen.
Und selbst wenn es so sein sollte scheint der Effekt der durch die PPAR Alpha Aktivierung hervorgerufen wird eindeutig zu überwiegen.
Ausserdem vermuten viele, dass ein gewisses Verhältnis von Omega 6 Fettsäuren zu Omega 3 vorhanden sein muss, etwa 1:1 oder 1:2 durch unsere Ernährung jedoch kommen wir eher auf einen Durchschnittswert von 15:1. (2)

Fischöl mag sicher einen wichtigen Aspekt spielen und sollte so oder so schon aufgrund des Verhältnisses der Omega 3 und 6 Fettsäuren eingenommen werden, dennoch denke ich persönlich, dass CLA eventuell effektiver sein könnte, schon allein dadurch das CLA nahezu selbst der Hauptwirkstoff ist bzw. diesen zu einem sehr hohen Anteil enthält (die relevanten Isomere) während Fischöl nur einen gewissen Anteil der erwünschten Wirkstoffe enthält (EPA und DHA zusammengenommen um die 15%) und man durch eine Dosis von 10 gramm CLA täglich eindeutig schon quantitativ größere Mengen dieses Liganden aufnimmt.
CLA ist ausserdem ein eindeutiger PPAR Gamma Hemmer und ist somit gerade bei hyperkalorischer Ernährung wichtig.
CLA ist schon ein alter Hut und wurde meiner Meinung nach etwas unterschätzt aufgrund falscher Dosierung die meistens um die 3 gramm täglich und somit zu niedrig liegt.
Es ist ausserdem zu beachten, dass nicht alle Bestandteile/Isomere der CLA eine Wirkung auf die Fettverbrennung haben, den t10,c12 isomeren wird dabei die wichtigste Rolle zugesprochen, also sollte auch schon bei der Produktwahl auf die richtige Zusammensetzung geachtet werden, denn diese kann entscheidend für die Wirkung der CLA sein, genauso wie der Bestandteil an EPA und DHA im Fischöl. ;)
Vielleicht wäre in diesem Fall die beste Lösung beide Supplemente zusammen zu verwenden, wobei man den CLA Konsum geringer als ursprünglich halten könnte und dennoch gute Ergebnisse bei rauskommen sollten.


Zitat:
Noch eine weitere Frage!
Wenn ich eine hyperkalorische Ernährung durchführe, dann ist ja Energie über! Natürlich brauche ich dieses, um Muskel aufbauen zu können, aber die übrig gebliebene Energie wird trotzdem abgespeichert, da ist es doch egal wieviel ich von dem Fischöl, Sesamin oder CLA zu mir nehme.
Natürlich habe ich durch das Wachstum/ Vermehrung der Mitochondrien eine verbesserte Fettverbrennung etc., aber wenn Energie über ist, dann wird diese nunmal gespeichert.
Da nützt dir auch nicht die Hemmung der PPAR Gamma!


Nein so ganz stimmt das nicht.
Die ganze Sache ist nicht so einfach, wie sie manche Ernährungswissenschaftler darstellen möchten. ;)

Selbst wenn Menschen mit einer Veranlagung zu Fettleibigkeit bzw. zu einem höheren Körperfett-Setpoint (endomorph), sich nicht hyperkalorisch ernähren ändert es nichts an dem Verhältnis der Verteilung von Nährstoffen/Kalorien. Es ist die Verteilung auf die es ankommt. Wenn wir über diese Dinge sprechen so bewegen wir uns auf eine stark theoretischen Niveau, denn die heutige Wissenschaft hat noch nicht alle Mechanismen des Fettstoffwechsels begriffen noch erforscht, sonst hätten wir ja das ultimative Mittel für einen optimalen Stoffwechsel schon.
Es sind gewisse Mechanismen, die wohl dafür sorgen, dass manche Menschen (die mit dem ektomorphen Phenotypen) selbst bei stark erhöhter Kalorienzufuhr kein bzw. verhältnismäßig nur wenig Fett aufbauen, als auch dieses schnell wieder abbauen können.
Einerseits spielen hier sicherliche Hormone wie Leptin, Schilddrüsenhormone, Cortison, Insulin, Somatropin eine Rolle.
Menschen deren Muskulatur eine schlechte Insulinsensibilität aufweist (diese Menschen müssen nicht gleich Diabetiker Typ 2 sein, viele haben dieses Problem schon, zum Teil ernährungsbedingt) brauchen wesentlich höhere Mengen an Insulin um den Blutzucker zu senken bzw. zu speichern, Insulin jedoch fördert den Aufbau von Fettgewebe z.B. durch die Aktivierung von LPL (Lipoproteinlipase, ein fettspeicherndes Enzym).
Manche weisen dann noch eine verstärkte Cortisonausschüttung auf, da der Alltag in Industrieländern zudem auch noch ziemlich stressig ist und man in Stresssituationen noch mehr Cortison ausschüttet, das zusammen mit der in Industrieländern üblichen Ernährung und.... ja den Rest könnt ihr euch ausmalen. ;)
Cortison sorgt vor allem für eine verstärkte Speicherung im visceralen (umgibt Organe und befindet sich unter den Muskeln) Fettgewebe, was bei manchen im bekannten Bierbauch resultiert.

Nun kann man sich andererseits auch denken, dass Menschen mit einem ekto/mesomorphem Phenotypen eine verbesserte PPAR Alpha Aktivität haben und wohl auch eine optimierte Gamma Akt.
Wie ich oben schon erzählt habe kann über PPAR Alpha wohl auch die Anzahl an entkoppelnden Proteinen erhöht werden, eventuell profitieren Ektomorphe auch von dieser Eigenschaft, dadurch können sie die nicht benötigten, überschüssigen Kalorien durch den gesteigerten Grundumsatz verbrennen, statt es in einer Fettspeicherung resultieren zu lassen.
Wie ich in meinem Artikel erklärte regelt PPAR Gamma die Fettspeicherung als auch den Wachstum und Entwicklung der Zellen. Was passiert jedoch wenn ich es stark hemme?
Eine weitere Studie mit CLA zeigte nicht nur eine einfache Verringerung am Fettgehalt sondern führte zu einer Aptopose (Zelltod) von entwickelten Fettzellen (keine Panik dies stellt keine gefährliche Nebenwirkung dar).
Übrigens ein weiteres Argument für die Effektivität von CLA.
Nicht nur das, PPAR Gamma ist notwendig um aus Präadipozyten also den nicht aktiven „Babyfettzellen“ richtige Fettzellen heranreifen zu lassen. (4)
Genmanipulierte Mäuse mit einer gestörten PPAR Gamma Funktion legten selbst bei großen Mengen an Kalorien kein Fett zu, denn den Zellen fehlt dieser Transkriptionsfaktor um heranzureifen und zu wachsen, also Fett zu speichern.
Manipuliere ich also PPAR bei Menschen die zu Fettspeicherung neigen, verbessere ich dadurch dass wesentlich weniger Kalorien durch die Fettzellen verwertet werden, dass mehr für die Muskulatur bzw. muskelaufbauende Prozesse zur Verfügung steht, während der Rest wahrscheinlich in einer Wärmeentwicklung bedingt durch Entkopplerproteine verpufft.
Dann spielt es keine Rolle mehr ob ich mich hyperkalorisch ernähre oder nicht, kein PPAR Gamma, keine Fettspeicherung und je stärker ich es hemmen kann desto stärker der Effekt.

Diese Methode zur Fettreduktion ist insofern revolutionär, da man direkt in den Phenotypen des Menschen eingreifen kann und Endos eher in Richtung Mesos verschieben kann und wer möchte nicht einen zumindest annähernd mesomorphen Stoffwechsel haben?
Bisher neigte man dazu die Leute auf eine Diät zu setzen, klar man verliert Fett aber irgendwann ernährt man sich wieder normal und schon fängt der Körper an Fett anzusetzen. Unfair hmm?
Die optimale Lösung wäre den Stoffwechsel dieser Leute dauerhaft zu manipulieren und sie phenotypisch auf den Stand von Mesos zu bringen, statt sie ständigen Diäten und Gewichtsschwankungen zu unterziehen, ein Faktor der auch für uns BB's wichtig ist, Stichpunkt Masse/Diätphase.

Ich muss sagen, dass obowhl ich mich mit schon vielen Aspekten wie Steroiden, diversen Dopingmitteln etc. beschäftigt habe, ich bisher dieses Thema am interessantesten und faszinierendsten finde.
Es könnte sein, dass manche durch die Flut an Informationen die Übersicht verlieren oder etwas nicht genau verstehen also scheut euch nicht nachzufragen, ich hoffe dass ich trotz des vielen Fachchinesisch (extra für Skyscraper Cheese ), das in diesem Fall leider unumgänglich ist, halbwegs verständlich geschrieben habe. Ich wars nicht


MFG
IvanDrago



(1)Tsuboyama-Kasaoka N, Takahashi M, Kim H, Ezaki O.
Up-regulation of liver uncoupling Protein-2 mRNA by either fish oil feeding or fibrate administration in mice.
Biochem Biophys Res Commun. 1999 Apr 21;257(3):879-85.

(2)Simopoulos AP.
The importance of the ratio of omega-6/omega-3 essential fatty acids.
Biomed Pharmacother. 2002 Oct;56(8):365-79. Review.

(3) Miner JL, Cederberg CA, Nielsen MK, Chen X, Baile CA.
Conjugated linoleic acid (CLA), body fat, and apoptosis.
Obes Res. 2001 Feb;9(2):129-34.

(4) Rosen ED, Sarraf P, Troy AE, et al 1999 PPARgamma is required for the differentiation of adipose tissue in vivo and in vitro. Mol Cell 4:611-617
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digger11




Anmeldedatum: 26.04.2004
Beiträge: 78

BeitragVerfasst am: 28.07.04 | 22:20    Titel:

Puhh... Ein wenig Konfus

Ersteinmal vielen Dank für die tolle Ausführung.

Hochinteressant währe, womit du dein täglich Brot verdienst, aber du bist sicherlich (verständlich) nicht bereit dieses preiszugeben.

Nun zum Thema:
Mir fehlen leider viele Hintergründe um komplexe Abläufe im Körper zu verstehen, deshalb entstehen natürlich, verständlicherweise, viele viele Fragen.
Da du uns allen das tolle Angebot gemacht hast, diesbezüglich Fragen zu beantworten, nehme ich dieses freudig an!

So, dann los:

• Transkriptionsfaktoren: Umbildung von Nukleoid-Sequenzen der DNS bei der Vererbung
Kannst du das bitte auf Deutsch übersetzten? Kann mit den Nukleoid-Sequenzen nichts anfangen!

•Wie weit beeinflusst eine LowCarb-Diät die PPAR´s?

•Wie sehen die Nebenwirkungen bei 5-HTP aus?

•CLA ist dann ja auf zweierlei Hinsicht interessant. Zum einen hemmt es das PPAR Gamma und zum anderen aktiviert es das PPAR Alpha. Richtig?
Das durch Fischöl das PPAR Gamma gefördert wird ist hoffentlich wirklich nicht erwähnenswert.
T10 und c 12?
Da du so überzeugend von dem CLA schreibst, wirst du dieses bestimmt auch konsumieren.
Magst du uns ein Produkt empfehlen?
Habe mal geguckt, ganz schön teuer!

•Du hast geschrieben, dass durch eine starke Hemmung des PPAR Gamma sogar Fettzellen absterben.
Ein Dozent von mir sagte, dass es (fast) unmöglich währe bestehende Fettzellen durch eine Diät loszuwerden, diese entleeren sich zwar, bleiben aber bestehen.
Vielleicht ist das ja auch nur durch die Hemmung des PPAR Gamma möglich.
Da währe vielleicht interessant inwieweit sich eine Diät auf die PPAR`s auswirken.

Kommen wir zum Schluss Cheese

•Wodurch werden die Entkoppler Proteine stimuliert?
Du hast es mit dem Fenofibrat in Verbindung genannt!

Vielen herzlichen Dank für deine Mühe

Viele Grüße
digger
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IvanDrago
primus inter pares



Anmeldedatum: 21.02.2003
Beiträge: 1309

BeitragVerfasst am: 29.07.04 | 11:15    Titel:

Na gut dann mal ran Cheese :

Ein Transkriptionsfaktor ist ein Protein, das nachdem es aktiviert wurde (durch Liganden) , den Kopiervorgang einer bestimmten Gensequenz steuert (Kopieren ist eigentlich das falsche Wort in diesem Zusammenhang) bzw. die "Übersetzung" zu Boten-RNA, dies geschieht durch ein Enzym, das sich an eine Stelle der DNA anlagert und diese zu einer RNA Sequenz kopiert.
Die Boten RNA stellt eine Art Bauplan dar und wandert nun zu den Ribosomen, den "Proteinfabriken" der Zelle und löst dort die Produktion gewisser Proteine aus.
Somit steuern die Transkriptionsfaktoren verschiedenste Funktionen eineer Zelle z.B. Zellwachstum oder Nahrungsaufnahme der Zellen, die dann (im Falle von Adipocyten) zu einer Hypertrophie führt.
Inhibiere ich einen Transkriptionsfaktor, so unterbinde ich die Genexpression, die Zelle ist sozusagen nicht mehr in der Lage die genannten Vorgänge auszuführen, da sie nicht mehr gewisse Gensequenzen ablesen kann da der dazugehörige Transkriptionsfaktor nicht mehr funktioniert.
Ich setze an dieser Stelle einfach mal paar Hochschulkenntnisse über Genetik vorraus, da es einfach zu umfangreich wäre auf alle Fachwörter und ihre Bedeutung einzugehen und würde wohl doch etwas zu kompliziert werden, beschäftige mich leider (noch) nicht so intensiv mit Genetik.

Zitat:
•Wie weit beeinflusst eine LowCarb-Diät die PPAR´s?


Ich kann dazu nichts genaueres sagen, da ich mich nie so intensiv mit der Ketodiät beschäftigt habe, aber es wäre vielleicht erwähnenswert, dass PPAR Gamma durch gesättigte Fettsäuren aktiviert wird bzw. stark auf diese reagiert.
In Ketodiäten werden aber auch sehr oft große Mengen an gesättigten Fettsäuren eingesetzt, vielleicht sollte dies bei der Auswahl der Fettsäuren beachtet werden.
Wenn jemand mehr dazu weiß, einfach mal posten.

Zitat:
•Wie sehen die Nebenwirkungen bei 5-HTP aus?


Die mir bekannten Nebenwirkungen können bei hohen Dosen auftreten und wären:
Alpträume ( ja solche Nebenwirkungen soll es geben), Müdigkeit tagsüber bzw. das Verlangen nach Schlaf, Lethargie, Bauchkrämpfe und geschwächte Libido.
Falls bei jemanden die genannten Nebenwirkungen zu stark auftreten sollten, sollte eine niedrigere Dosis erwogen werden. Ich würde erst mal mit einer Dosis von 100mg täglich anfangen und dann gegebenenfalls weiter steigern, je nach Bedarf.

Zitat:
•CLA ist dann ja auf zweierlei Hinsicht interessant. Zum einen hemmt es das PPAR Gamma und zum anderen aktiviert es das PPAR Alpha. Richtig?


Exakt, dadurch dass es diese beiden Eigenschaften aufweist ist CLA ein ziemlich potentes Mittel, sowohl für Fettverbrennung als auch Verhinderung einer Fettspeicherung.

Zitat:

T10 und c 12?
Da du so überzeugend von dem CLA schreibst, wirst du dieses bestimmt auch konsumieren.
Magst du uns ein Produkt empfehlen?
Habe mal geguckt, ganz schön teuer!

Ich habe zwar vor langer Zeit CLA benutzt jedoch in einer zu niedrigen Dosis, ich glaube es waren gerade mal 3 Gramm am Tag, die normalerweise empfohlene Dosis.
Um ehrlich zu sein, ich weiß nicht mehr genau ob ich damit Ergebnisse erzielt habe, zwar hatte ich gute Fettverluste, aber ich machte zu der Zeit auch eine Diät.
Einen kleinen Anteil wird es trotz der Dosis wohl gehabt haben.
Um aber signifikant und sichtbar von CLA zu profitieren sollten es schon 10 Gramm sein und das kann, wie du schon sagtest bei manchen arg an die Brieftasche gehen, denn CLA ist leider in Deutschland nicht so preiswert erhältlich wie z.B. in den USA.
Ich schaue mich gerade selbst nach einem guten/preiswerten Produkt um, wenn ich was finde poste ich und tut es auch falls ihr was findet.
Achtet auch auf die prozentuelle Angabe, manche Produkte enthalten zwar Öl, aber nur ein gewisser Anteil ist konjugiert bzw. CLA , 60% sollten es schon sein, 80% sind super.

Zitat:
•Du hast geschrieben, dass durch eine starke Hemmung des PPAR Gamma sogar Fettzellen absterben.
Ein Dozent von mir sagte, dass es (fast) unmöglich währe bestehende Fettzellen durch eine Diät loszuwerden, diese entleeren sich zwar, bleiben aber bestehen.
Vielleicht ist das ja auch nur durch die Hemmung des PPAR Gamma möglich.
Da währe vielleicht interessant inwieweit sich eine Diät auf die PPAR`s auswirken.


Früher hatte man eine falsche Vorstellung über die Entwicklung des Fettgewebes. Man glaubte, dass sich Fettzellen lediglich im Kindesalter vermehren könnten bzw. neue Fettzellen gebildet werden könnten (Hyperplasie), man glaubte weiterhin im Erwachsenenalter würden diese Zellen dann lediglich Hypertrophieren, also durch Fettaufnahme wachsen.
Dem ist jedoch nicht so, Präadipozyten (Vorläufer der Fettzellen) sind im Fettgewebe vorhanden, Wachstum und Differenzierung dieser Zellen zu vollentwickelten Fettzellen wird durch z.B. Insulin, Cortison oder PPAR Gamma Liganden ausgelöst, wobei aber letztendlich PAAR Gamma die Schlüsselrolle in ihrer Entwicklung spielt.

Genauso wie sich neue Fettzellen entwickeln können, können die bestehenden auch
absterben. Es kommt zu einer Hypoplasie des Fettgewebes indem sich die Anzahl der Fettzellen verringert, das Problem ist jedoch diese Aptoposis nachzuweisen, dennoch gelang das in der folgenden Studie. (1)

Wie sich eine Diät auf PPAR Gamma auswirkt habe ich in meinem Artikel erwähnt und zwar an der Stelle mit dem Resveratrol und der Aktivierung des SIRT1 Proteins. Macht man eine Diät und ist am Hungern so wird das genannte Protein aktiviert und hemmt nun die Aktivität des PPAR Gamma. Diesen Effekt kann man aber mit dem Mittel Resveratrol hervorrufen und das ohne eine Diät machen zu müssen, man würde den Körper in der Hinsicht täuschen und ihn zu einer vermehrten Fettfreisetzung und weniger Fettspeicherung stimulieren. Durch seine Eigenschaft die Zelle auf erhöhten Stress (Hungerperiode) vorzubereiten, scheint SIRT1 die Lebensdauer zu erhöhen, wieso dem so ist wird derzeit noch genauer erforscht.


Zitat:
•Wodurch werden die Entkoppler Proteine stimuliert?
Du hast es mit dem Fenofibrat in Verbindung genannt!


Verschiedene Substanzen können Entkopplerproteine (UCP) aktivieren. T3 vermag es (siehe meinen T3 Artikel im Archiv), aber auch Substanzen wie der ß2 Mimmetika Clenbuterol und auch Ephedrin das eine vermehrte Ausschüttung an Adrenalin hervorruft. Diese aktivieren z.B. im braunen Fettgewebe die Enkopplerproteine, dieser Mechanismus ist eigentlich dafür da die Körpertemperatur zu erhöhen, kann aber für Fettverbrennungszwecke gebraucht werden, da hauptsächlich Fettsäuren neben Kohlenhydraten für die Verbrennung herangezogen werden.
Scheinbar können auch PPAR Alpha Agonisten für eine vermehrte Freisetzung dieser Proteine sorgen, Fenofibrat kann es also vermute ich, dass dasselbe auch auf Sesamin zutrifft.

So ich hoffe die Antworten waren verständlich. Cheese
MFG
IvanDrago


(1) Prins JB, Walker NI, Winterford CM, Cameron DP 1994 Human adipocyte apoptosis occurs in malignancy. Biochem Biophys Res Commun 205:625-630
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digger11




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BeitragVerfasst am: 29.07.04 | 19:47    Titel:

Danke Kussi

Ich werde mich auch mal auf die Suche begeben!
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arena
Little Dragon



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BeitragVerfasst am: 29.07.04 | 23:30    Titel:

@ivan
du meinst also dass:
wenn man sich so ernährt & sein Gewicht hält oder ein klein wenig zu nimmt und das Zeug dann schluckt und sich weiter so ernährt dass man dann abspeckt?

Halte ich für nicht möglich egal welcher Körpertyp.

P.S.
ich hab schon voiel ausprobiert so isses

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IvanDrago
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BeitragVerfasst am: 30.07.04 | 00:20    Titel:

Zitat:
@ivan
du meinst also dass:
wenn man sich so ernährt & sein Gewicht hält oder ein klein wenig zu nimmt und das Zeug dann schluckt und sich weiter so ernährt dass man dann abspeckt?

Halte ich für nicht möglich egal welcher Körpertyp.


Ich verstehe nicht wirklich 100% genau wie du das mit der Frage meinst (den Teil mit: "wenn man sich so ernährt & sein Gewicht hält oder ein klein wenig zu nimmt" ).

Ja ich denke, dass der Körperfettgehalt eindeutig von den Genen bestimmt wird.
Zu diesem Thema gibt es gute Artikel von z.b.
Lyle Mcdonalds oder auch von den Mind&Muscle Leuten wie Par Deus und Loki. Jeder von uns kennt Meschen die essen und essen ohne dabei dick zu werden, während andere schon bei der kleinsten "Sünde" bestraft werden.
Du meintest es wäre nicht möglich egal welcher Körpertyp, mit der Aussage bestätigst du aber selbst, dass es verschiedene Phenotypen gibt und was unterscheidet diese ausser des Körperbau?
Ja der Stoffwechsel. ;)

Du hast vieles probiert?
Ich habe gewisse Zweifel, dass du auch Sesamin oder Fenofibrat in deinem Arsenal hattest oder etwa doch?
CLA in hohen Mengen, 10 eventuell 15gramm?

Ich behaupte nicht, dass man mit diesen Mitteln essen und essen kann ohne Fett anzusetzen, aber man kann also Endomorhper die Fettspeicherung stark vermindern und den Körperfettgehalt halten ohne jede Kcal zählen zu müssen.
Es wäre aber bloß nichts weiter als eine Lüge wenn ich jemandem mit endomorpher Veranlagung erzählen würde er könnte locker durch gesunde Ernährung seinen Fettgehalt auf Minimalwerte senken und nach der Diät bei diesen bleiben.
Klar kann man das wenn man diese Leute pausenlos auf einer Diät belässt, aber wer will das schon?
Seien wir mal ehrlich, es gibt schönere
Dinge auf Erden als Kcal zählen und bei jeder Mahlzeit daran denken ob man vielleicht paar unerwünschte Gramm in manchen Zonen zulegt.

Eine Gegenfrage:
Denkst du dass z.B. die Freisetzung von Entkopplerproteinen und der dadurch erhöhte Grundumsatz keine Bedeutung auf den Stoffwechsel haben?
Oder die Hemmung eines Faktors (PPAR Gamma) der essentiell wichtig ist für die Bildung von Fettzellen und deren Wachstum als auch Fettspeicherung keine Wirkung zeigt? Whassup?
Oder die Leptinsensibilität keine Auswirkung auf den Fettgehalt als auch den Sättigungsfaktor hat?
Wieso legen Mäuse ohne PPAR Gamma kein Fett bei hyperkalorischer Ernährung zu und werden nicht zuckerkrank, während ihre PPAR Gamma aktiven Kollegen schon?
Wieso sind Menschen mit einem Gendeffekt (der selten ist) der für eine ausgeprägte PPAR Gamma Aktivität sorgt, stark übergewichtig sogar weit über das Maß hinaus (20 kg schwerer als andere Übergewichtige).
Denkst du die haben sich bloß falsch ernährt?
Sorry aber damit würdest du gesicherten Fakten widersprechen.
All die von mir genannten Faktoren, PPAR , gewisse Hormone, Enzyme etc. spielen eine essentielle Rolle und entscheiden ob jemand leichter Fett zulegt oder nicht und Studien dazu gibt es wie Sand am Meer, dass man auf seine Ernährung nicht achten soll habe ich ja nicht gesagt. ;)
Diese Faktoren kann man jedoch manipulieren und die Möglichkeiten dazu habe ich vorgestellt, was nicht heissen soll dass es nicht noch mehr gäbe.

MFG
IvanDrago
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arena
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BeitragVerfasst am: 30.07.04 | 00:40    Titel:

Cla hab ich noch nicht getestet aber Fischöl mit 10g reinen O3 nicht 10g fischöl und gleichbleibender Ernährung - Fazit = 0
Ineiner Diät dh ich hab darauf geachtet was ich esse evtl ein kl. Defizit und es tat sich etwas - Fazit in Verbindung mit "optimaler" Ernährung bringt es was sonst nix.

Ich will nur vermeiden dass der Verdacht kommt dass das Zeug wunder wirkt bei gleicher Ernährung sprich Schokolade & Pizza (du verstehst was ich meine denke ich so isses )

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IvanDrago
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BeitragVerfasst am: 30.07.04 | 01:09    Titel:

Nun Schoko&Co solltet ihr schon nicht reinpfeifen. Cheese

Es sind also eher die Mittel an deren Wirksamkeit du gewisse Zweifel hast und nicht die eigentlichen Faktoren?
Ich denke dass Sesamin den ganzen Erfahrunrungsberichten zufolge auch das zu halten vermag was es verspricht, Fenofibrat führte in Studien zu eindeutigen Fettverlusten und besserer Insulinsensibilität, CLA kann man für sinnvoll halten oder auch nicht und Resveratrol kann man der theoretische Ecke zuweisen. Es ist aber der stärkste derzeit bekannte SIRT1 Stimulator und die Wirkung des SIRT1 ist eindeutig belegt.

Die optimale (pharmazeutische) Lösung wäre ein starker PPAR Alpha Agonist und vorallem ein stark wirksamer, direkter PPAR Gamma Antagonist.
Ich denke, dann würde man selbst bei Pizza&Schoko kaum was merken. ;)
Es ist halt die Frage, wie stark sich die von mir genannten Mittel wirklich auf die PPAR Aktivität auswirken, je mehr desto stärker ist der zu erwartende Effekt.


MFG
IvanDrago
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arena
Little Dragon



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BeitragVerfasst am: 30.07.04 | 02:12    Titel:

IvanDrago hat Folgendes geschrieben:
...
Eine Gegenfrage:
Denkst du dass z.B. die Freisetzung von Entkopplerproteinen und der dadurch erhöhte Grundumsatz keine Bedeutung auf den Stoffwechsel haben?
Oder die Hemmung eines Faktors (PPAR Gamma) der essentiell wichtig ist für die Bildung von Fettzellen und deren Wachstum als auch Fettspeicherung keine Wirkung zeigt? Whassup?
Oder die Leptinsensibilität keine Auswirkung auf den Fettgehalt als auch den Sättigungsfaktor hat?
Wieso legen Mäuse ohne PPAR Gamma kein Fett bei hyperkalorischer Ernährung zu und werden nicht zuckerkrank, während ihre PPAR Gamma aktiven Kollegen schon?
Wieso sind Menschen mit einem Gendeffekt (der selten ist) der für eine ausgeprägte PPAR Gamma Aktivität sorgt, stark übergewichtig sogar weit über das Maß hinaus (20 kg schwerer als andere Übergewichtige).
Denkst du die haben sich bloß falsch ernährt?
Sorry aber damit würdest du gesicherten Fakten widersprechen.
All die von mir genannten Faktoren, PPAR , gewisse Hormone, Enzyme etc. spielen eine essentielle Rolle und entscheiden ob jemand leichter Fett zulegt oder nicht und Studien dazu gibt es wie Sand am Meer, dass man auf seine Ernährung nicht achten soll habe ich ja nicht gesagt. ;)
Diese Faktoren kann man jedoch manipulieren und die Möglichkeiten dazu habe ich vorgestellt, was nicht heissen soll dass es nicht noch mehr gäbe.

MFG
IvanDrago

Ups hab ich erst überlesen:
1) Mäuse mit Menschen zu vergliechen halte ich für nicht angebracht bei solchen Themen, da nicht verglichbar.
2) werden viele dinge schon in der Kindheit "programmiert" und dieses ist dann später schwer wieder auszubüglen. Man sagt ja wenn die Eltern so sind (dick/fettleibig) dann sind es die Kinder auch -> Ich bin es nicht obwohl meine Eltern os sind ich habe mir es damals als Kind schon geschworen gehabt NIE so zu werden und hab eben darauf geachtet (ja auch schon in der Kindheit) nicht so zu werden egal wie.

Was mir auffällt bei übergewichtigen (mit denen ich zu tun habe), daß sie sehr schwer von ihren Gewohnheiten lassen können (wie Pizza&Co - deshalb das Beipsiel) oder aber sie trainieren zu lasch. Wenn die dann ins Studio kommen sind die zwar 2 oder gar 3h lang da quatschen die meiste Zeit oder aber gurken bei 25-50Watt auf dem Ergometer rum und verlieren nicht mal einen Tropfen Schweiß.

Wenn ich dann sage gib mal mehr Gas bekommen ich dann böse Blicke (ja wenn Blicke töten könnten dann könnte ich diesen Post nicht vollenden)

Deshalb hab ich ja ergänzend beigefügt dass man schon ein bißchen an sich arbeiten sollte bzw etwas ändern muß dmait deine beschriebenen Mittel auch wirklich etwas bringen.

Denn viele glauben/meinen an Wundermittel, dh ich esse & tue das gleiche wie vorher (nix) und nehme Pille XYZ und schwups bin ich fettfrei - das funktioniert definitiv NICHT egal wer es ist ob Meso Ekto oder wer weiß was.

Ektos könne durchaus nen Kessel mit sich rum schleppen auch wenn sie dünn/schmal erscheinen

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zo-lee
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BeitragVerfasst am: 30.07.04 | 07:58    Titel:

@ ivan: erstmal BIG Alle Achtung, Respekt! ! dein wissen ist immer wieder erstaunlich!

und zweitens: in welchen produkten ist fenofibran enthalten!?
...sorry, wenn das schon im ersten post des threads drin sein sollte, habs aber noch nicht gelesen, da ich grad i.d. arbeit bin.

merci...
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