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FLEISCH FÜR SPORTLER

 
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Big-Boy




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BeitragVerfasst am: 23.08.05 | 12:12    Titel: FLEISCH FÜR SPORTLER

Die wichtigsten Fakten zum Thema Fleisch

Von Erin Newman

Fleisch ist unter Bodybuilder recht beliebt und das aus guten Gründen. Gleichzeitig stellt sich die Frage, welche Teile für Sportler am besten geeignet sind. Wo findet sich die beste Qualität und was sollte man vermeiden? Diese Fragen werden in diesem Artikel beantwortet.

Fleisch in der Bodybuilding-Ernährung Zunächst sollte man klarstellen, dass es zahlreiche Bodybuilder gibt, die wenig oder überhaupt kein Fleisch zu sich nehmen. Sie beziehen ihre Proteinzufuhr aus Milchprodukten, Proteinpulver sowie Fisch und Geflügel oder auch pflanzlichen Proteinquellen. Aber es gibt auch genügend Athleten, wie z.B. den IFBB Profi-Bodybuilder Dennis James, die Fleisch zu einem festen Bestandteil ihrer Ernährung machen. "Ich esse jeden Tag Fleisch. In der Aufbauphase esse ich Rindfleisch mindestens zweimal pro Tag, manchmal auch öfters. In der Wettkampfvorbereitung esse ich abwechselnd Hühnchen und Rindfleisch", berichtet Dennis. Er weiß, was er will, aber der Ruf des Rindfleischs hat in den letzten Jahren gelitten. Zum einen wird Rindfleisch für viele Zivilisationskrankheiten von Herz-/Kreislauferkrankungen bis zu Gicht und Übergewicht verantwortlich gemacht, aber zum anderen sind viele Konsumenten aufgrund der unmenschlichen Methoden in der Tierhaltung und -Verarbeitung auf die Barrikaden gegangen. Rinderwahn gab dem noch eines obendrauf. Wie kann man nun sicherstellen, dass der Fleischkonsum weder der eigenen Gesundheit schadet noch die Umwelt übermäßig belastet?
Zunächst sollte man beim Einkauf darauf achten, dass es sich um Fleisch aus Freilandhaltung ohne Hormonbehandlungen handelt. Diese Produkte finden sich vor allem in Bioläden und Reformhäusern, manchmal aber auch im Supermarkt.
Bei dem Fettgehalt sollte man Vorsicht walten lassen. Rindfleisch enthält in der Regel mehr gesättigtes Fett als Fisch oder Hühnchenfleisch, aber nahezu die Hälfte des Fettgehalts ist ungesättigt und damit der Gesundheit förderlich. Man sollte jedoch Fleischteile wählen, die von Natur aus einen geringen Fettgehalt haben. Im Allgemeinen enthalten 100 g Rindfleisch, je nach Sorte, zwischen 17 und 22 g Protein.
Daneben liefert Rindfleisch eine Reihe von wichtigen Mineralstoffen. An erster Stelle steht hier Eisen, das für den Sauerstofftransport im Blut wichtig ist. Andere, für den Muskelaufbau wichtige Nährstoffe, sind Zink, das das Immunsystem stärkt, die Wundheilung unterstützt und die Testosteronproduktion fördert, sowie Vitamin B Komplex, der an vielen chemischen Reaktionen von der Regeneration, dem Aufbau der roten Blutkörperchen bis zum Protein-Stoffwechsel und Muskelaufbau beteiligt ist.
Rindfleisch kann ein wohlschmeckender Teil der Aufbaukost sein, solange man sich an ein paar wichtige Tipps zur Zubereitung hält.
Fangen Sie beim Einkauf mit der Wahl von fettarmen Fleisch an. Als nächstes sollte man sichtbares Fett vor der Zubereitung mit einem scharfen Messer entfernen. Gute Zubereitungsmethoden sind Grillen und Rösten, da sie den Fettgehalt mindern. Ein spezieller Grill, wie der George Foreman Grill, kann dies erleichtern. Dennis James bereitet regelmäßig Fleisch, vor allem Filet und Rumpsteak, auf seinem George Foreman Grill zu.
Die Qual der Wahl Mit der Hühnchenbrust ist die Sache einfach: man muss nicht viel aussuchen. Mit Rindfleisch wird es dagegen komplizierter, da es eine Reihe von verschiedenen Rinderteilen gibt. Zudem wird Rindfleisch nach Alter, Geschlecht und Mastzustand unterteilt. Von jungen Tieren kommt hell- bis mittelrotes, fasriges Fleisch, das nur von feinen Fettäderchen durchzogen ist. Bei älteren Tieren ist das Fleisch dunkelziegelrot bis dunkelbraunrot, grobfasrig und zäher sowie von stärkeren Fettablagerunen durchzogen. Am wertvollsten zum Kurzbraten sind Roastbeef, Filet, Hüfte und Schwanzstücke. Zum Braten sind auch Schulter, Kamm sowie Hoch- und Fehlrippe geeignet. Besonders gute Steaks werden oft vom Hüftfleisch hergestellt.
Gütezeichen und Prüfsiegel sind vorhanden, aber nicht immer ein wertvoller Hinweis auf die Fleischqualität. Leider halten bei weitem nicht alle Logos, was sie versprechen: So erlauben viele, darunter auch das bekannte CMA-Zeichen "Deutsches Qualitätsfleisch aus kontrollierter Aufzucht", den vorbeugenden Einsatz von Antibiotika und von Masthilfsmitteln. Dagegen schnitten bei einem Test der Zeitschrift Ökotest Prüfzeichen gut ab, die eine artgerechte oder ökologische Tierhaltung garantieren. Hier war Tiermehl seit jeher tabu, die vorbeugende Gabe von Antibiotika und wachstumsfördernde Mittel sind nicht erlaubt, Gen-Mais oder - Soja dürfen nicht verfüttert werden.
Rindfleischteile Das Brustfleisch (Brustspitze) ist vor allem zum langsamen Kochen geeignet. Aufgrund des hohen Fettgehalts sind diese Teile für die Sporternährung nur wenig geeignet.
Der Nacken liefert eine Menge Fleisch, allerdings sind diese Teile eher zäh. Sie sind für Ragout, Gulasch, Sauerbraten und Fleischfondue geeignet. Da diese Teile lang gekocht werden müssen, sind sie für Bodybuilder nur im beschränkten Maß attraktiv.
Hinter dem Nacken folgt das Rippenfleisch, das für Grillrippe, Westernsteak und Cote de Boef geeignet ist.
Kurz vor dem Bauch kommt der Brust-Kern, der fettreich ist. Gut geeignet für fein geschnittenes Fleisch, wie man es bei Fajitas oder Tafelspitz verwendet.
Hinter dem Brust-Kern kommt der Bauch. Dieser Bereich ist für Gulasch und Suppen geeignet.
Der Rücken liefert hochwertige Steaks wie Lendensteak, T-Bone-Steak und Rumpsteak. Diese Produkte sind für Bodybuilder in der Aufbauphase geeignet.
Dahinter folgt die Hüfte, von der die besten Steaks mit dem geringsten Fettgehalt hergestellt werden.
Die darunter liegende Keule ist ebenfalls für Steaks, Rouladen und Braten gut geeignet. Dieser Teil ist für die Sporternährung aufgrund des hohen Proteingehalts und des niedrigen Fettgehalts ebenfalls eine gute Wahl. Zudem ist Fleisch von der Keule relativ zart.
Zur Kasse, bitte! Fleisch ist nicht billig und jeder Konsument möchte für seine Euro die beste Qualität zum bestem Preis. Die besten Fleischstücke aus Lende und Hüfte sind in der Regel auch die teuersten. Gleichzeitig enthalten sie wenig Fett, was für die Bodybuilding-Ernährung natürlich ideal ist. Bodybuilder können diese Fleischsorten sogar in der Wettkampfvorbereitung zu sich nehmen, da der Fettgehalt minimal ist.
Ein besonders extremes Beispiel ist das japanische Kobe-Rind, das dort eine besondere Delikatesse und sehr teuer ist. Um die Auszeichnung Kobe-Rind zu erhalten, muss das Tier zur Wagyu-Züchtung gehören und in Kobe aufzogen sein. Wenn dieses Fleisch richtig zubereitet wird (außen kurz angebraten, innen noch blutig), hat es einen zarten Geschmack. Allerdings enthält es auch reichlich Fett und Kalorien, was es für Bodybuilder uninteressant macht.
Die günstigsten Teile kommen von der Hüfte und Keule. Obwohl diese Teile auch proteinreich und fettarm sind, sind sie preislich günstiger als Filetsteak. Tatar bietet ebenfalls eine günstige Alternative zu teuren Steaks an und ist vom Fettgehalt her nahezu dem Filet gleich- zustellen. Da Tatar kaum Fett enthält, muss man beim Braten oder Grillen Vorsicht walten lassen, da das Fleisch leicht zu trocken wird.
Unter dem Strich lässt sich sagen, dass Rindfleisch für Bodybuilder ein wertvoller Bestandteil der Ernährung sein kann, soweit man die richtige Auswahl trifft. Achten Sie darauf, die Teile zu kaufen, die sowohl preislich günstig als auch vom Fettgehalt her für die Bodybuilding-Ernährung akzeptabel sind. Auf diese Weise kann man die Nährstoffe, die im Fleisch enthalten sind, für den Muskelaufbau nützen, ohne gleichzeitig allzu viel schädliche gesättigte Fette zu sich zu nehmen.

RIND-VORTEILE
Für Bodybuilder ist Rindfleisch in erster Linie eine Proteinquelle, aber es hat mehr zu bieten. So enthält Rindfleisch wertvolle Nährstoffe wie Eisen und Zink. Ferner liefert es drei wertvolle Substanzen für Sportler: Creatin, Carnitin und CLA (konjugierte Linolsäure).
Creatin: FLEX-Leser sind mit Creatin bestens vertraut und wissen, dass diese Substanz den Muskelaufbau erheblich verbessern kann. Neben Creatinpulver ist Rindfleisch eine gute Quelle für diese Substanz. Bodybuilder, die regelmäßig Rindfleisch zu sich nehmen, benötigen weniger Creatinpulver.
Carnitin: Carnitin ist eine Aminosäurenähnliche Substanz, die den Transport von Fettsäuren verbessert und somit die Fettverbrennung erleichtern kann. Geflügel und Fisch enthalten nur wenig Carnitin, aber Rindfleisch ist eine gute Quelle dafür.
CLA (konjugierte Linolsäure): Diese Fettsäure liegt reichlich im Rindfleisch vor. Bodybuilder verwenden CLA, um die Fettverbrennung und den Muskelaufbau zu stimulieren. Rinder aus Freilandhaltung verfügen über einen wesentlich höheren CLA-Anteil als ihre Verwandten aus der Stallhaltung. Besonders Weidetiere produzieren mehr CLA und Omega-3-Fettsäuren, was ihr Fleisch gesünder macht. Aus diesem Grund sollte man Rindfleisch aus Freilandhaltung wählen. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Metzger oder im Bioladen.

Hackfleisch und Tatar
Bodybuilder sollten sich von Fastfood-Restaurants fernhalten, wenn sie es mit dem Sport ernst meinen. Aber dennoch kann man auch als Bodybuilder sich hin und wieder einen Hamburger gönnen. Normalerweise ist Rinderhack das Ausgangsprodukt für Hamburger. Rinderhack ist jedoch fetthaltig und für die Sporternährung nicht geeignet. Eine bessere Alternative ist Tatar, der vom Fettgehalt her ungefähr dem Filetsteak entspricht. Tatar kann zu Hamburgern geformt werden. Dazu sollte man in der Aufbauphase Brotkrumen geben, was dem relativ trockenen Tatar etwas mehr Feuchtigkeit gibt.
Preislich ist Tatar etwas billiger als Filetsteak, aber dennoch ein teueres Lebensmittel. Eine günstigere Alternative sind Geflügel-Hamburger, die man selbst herstellen kann. Man braucht dazu lediglich einen Fleischwolf, mit dem man Truthahn- oder Hühnchenbrust zerkleinern kann.
Normales Hackfleisch ist wenig geeignet, da es vom Fettgehalt her meist über 20% liegt. Zudem kann Hackfleisch aus einer Mischung von Rind- und Schweinefleisch bestehen. Halten Sie sich lieber an Tatar oder selbstgemachtes Geflügelhackfleisch.

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